Der Aufstand der Frau

Bilder sagen mehr als 1001 Worte

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  • The Uprising of Women Dana
    "Ich unterstütze den Aufstand der Frau in der arabischen Welt, weil es mir seit 20 Jahren nicht erlaubt ist, den Wind mit Haut und Haaren zu spüren." - Dana aus Syrien Foto: externe Quelle - ©https://www.facebook.com/intifadat.almar2a?fref=ts
  • The Uprising of Women Mariam
    "Ich unterstütze den Aufstand der Frau in der arabischen Welt, weil die Entscheidung über mein Kopftuch meine ist und nicht die meines Vaters, meines Onkels oder der Gesellschaft." - Mariam aus dem Libanon Foto: externe Quelle - ©https://www.facebook.com/intifadat.almar2a?fref=ts
  • The Uprising of Women nahla
    "Ich unterstütze den Aufstand der Frau in der arabischen Welt, weil sie Seite an Seite mit dem Mann kämpfte. Und als wir unabhängig wurden, verbot er ihr, nachts auf die Straße zu gehen." - Nahla aus Algerien Foto: externe Quelle - ©https://www.facebook.com/intifadat.almar2a?fref=ts
  • The Uprising of Women amal
    "Ich bestimme, wer ich bin und wie ich bin." - Amal aus dem Yemen Foto: externe Quelle - ©https://www.facebook.com/intifadat.almar2a?fref=ts
  • The Uprising of Women yelda
    "Ich unterstütze den Aufstand der Frau in der arabischen Welt, damit es keine Schweigeminute mehr gibt, immer wenn ein Mädchen geboren wird." - Yelda aus dem Libanon Foto: externe Quelle - ©https://www.facebook.com/intifadat.almar2a?fref=ts

Bötzowviertel - Im Haus der Demokratie und Menschenrechte portraitiert die Fotoausstellung "The Urprising of Women in the Arab World" junge Frauen aus dem arabischen Raum. In Bild und Schrift stehen sie für die Gleichberechtigung ein.

Welche Bilder existieren von Frauen des Nahen Ostens in deutschen Medien und Köpfen? Die Zeit, in denen die Arabische Welt als Quelle wissenschaftlicher und mathematischer Erkenntnisse wahrgenommen wurde, ist seit dem Spätmittelalter vorbei. Auch mit dem orientalistischen Bild exotischer Wunderwelten à la 1001 Nacht - die Frau als mystische Sheherazade - verbindet man den Nahen Osten zum Glück nicht mehr. Doch ist es um die arabische Frau besser bestellt im modernen westlichen Diskurs? Werden arabische Frauen nicht hauptsächlich als unterdrückte Hausfrauen, als mit ihrem Kopftuch an den Mann gefesselte Opfer missinterpretiert?

Die Fotoausstellung "The Uprising of Women in the Arab World" verschließt sich nicht nur dieser Deutung, mit ihrer Bilderkollektion verschließt sie sich sogar der Formulierung "die arabische Frau". In die Kamera halten junge Frauen Plakate mit arabischer Schrift, manche von ihnen tragen Kopftuch, manche Tanktops und kurze Haare. Auf den grobkörnigen Schwarz-Weiß-Selbstportraits entsteht eine Hetereogenität der Details - gerade weil sich die Bilder im Aufbau so ähneln.

Belange deutscher Frauen

Damit schaffen die Bilder selbst bereits, was ihre Motive leisten möchten: Die unterschiedlichen Belange der zumeist jungen, immer emanzipierten Frauen deutlich zu machen und gleichzeitig auf ihr gemeinsames Ziel hinzuweisen. Wie langwierig, hürde- aber auch würdevoll der Aufstand der Frau in der arabischen Welt ist, dokumentiert das Social Network, aus dem die Fotos stammen - größtenteils auf arabisch, oftmals auch auf englisch.

Zur Ausstellungseröffnung wird der ach so weit entfernte Frauenaufstand noch einmal gründlich geerdet: durch ein Live-Konzert und durch den Auftritt von Anne Wizorek. Sie war es, die Anfang des Jahres #aufschrei initiierte - dem wellenschlagenden Tweet deutscher Frauen zur Sexismus-Debatte in Deutschland. Die Bildersprache der Fotoausstellung wird durch eine solche Diskussion leicht deutbar, sehr gut auf "uns" übertragbar: Der Aufstand der arabischen Frauen stellt Fragen an "unsere wohlbehütete" westliche Welt - mitsamt allen Parallelen und Unterschieden.

Der Rundumschlag im Haus der Demokratie und Menschenrechte nahe des Märchenbrunnens macht also klar: Keine Märchen mehr, kein Opfertum. "Die Frau" ist inexistent, in den Ländern zwischen Marokko und Saudi-Arabien stehen die unterschiedlichsten weiblichen Charakter für die unterschiedlichsten Belange ein. Was ihre Forderungen eint: Emanzipation, für "meine eigene Entscheidung", wie der Tenor auf einem Zettel aus dem Libanon lautet.

Die Fotoausstellung kann man vom 15. November bis zum 15 Dezember montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr besuchen.

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Quelle: QIEZ
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