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  • Mittwoch, 22. August 2012

Hoffnung auf der Insel

Neuer Investor im Tegeler Hafen

  • Tegeler Hafen
    Im Tegeler Hafen befindet sich seit 25 Jahren eine Insel. Trotz vieler Pannen fand sich jüngst ein neuer Investor. Foto: Wikipedia - ©Andreas Steinhoff

Seit 1987 wandert die künstliche Insel im Tegeler Hafen von Besitzer zu Investor, von Pleite zu Baustopp. Nun will es die GBI AG, der neue Besitzer des Geländes, mit Eigentumswohnungen und Grünflächen richten. Baustadtrat Martin Lambert (CDU) begrüßt das Projekt.

Nach 25 Jahren voller Rückschläge und insgesamt sechs Besitzerwechseln gibt es nun endlich Hoffnung für die Insel im Tegeler Hafen. Die Besitzer aus Russland verkauften jüngst ihre kleine Insel im Grünen an eine Berliner Immobilienentwicklungsfirma. Die neuen Eigentümer haben vor, bis Dezember 2014 elf Stadthäuser mit je vier Eigentumswohnungen zu bauen.

Man werde sich an den Blaupausen der Vorbesitzer orientieren, sagte Guido Bode von der GBI AG. Dort waren ursprünglich elf Villen gleicher Größe, aber mit jeweils 500 Quadratmetern Wohnfläche verzeichnet, die aber keine Interessenten fanden. Die Fundamente standen bereits, als aus diesem Grund Ende 2008 der Baustopp verkündet wurde.

Kleinere Wohnflächen versprechen mehr Interessenten

Die Fundamente sollen weiter bestehen und als Grundlage für die ab kommenden Frühling im Bau befindlichen 44 Wohnungen mit 70 bis 130 Quadratmetern Wohnfläche dienen. Für die Planung ist das Berliner Architekturbüro Deluse zuständig.

Die Investoren wollen weiterhin die Baufirma Züblin beschäftigen, die schon beim abgebrochenen Projekt Generalunternehmer war. Zusammen mit dem Kaufpreis belaufe sich die gesamte Anlage auf 17 Millionen Euro, erklärte Bode. GBI ist ein Beteiligungsunternehmen der Moses Mendelssohn Stiftung und zog in Berlin unter anderem das Motel One Bellevue hoch. Außerdem war es Träger der Umbauarbeiten der Siemenshöfe zum Mövenpick-Hotel.

Das knapp einen Hektar große künstliche Eiland wird auch nach der Bebauung durch seine drei Stege eine öffentlich zugängliche Verbindung zum Festland haben. Einer davon kann das Gewicht von Fahrzeugen tragen, doch werden nicht mehr als 24  Bewohnerparkplätze auf  der Insel verfügbar sein. Mehr Platz für private Gefährte ist auf dem Areal der nahen Humboldt-Bibliothek geplant. Die Insel bekommt dafür vier weitläufige Grünflächen mit öffentlichem Zugang zum Ufer.

Viele Pläne und viele Rückschläge

Baustadtrat Martin Lambert (CDU) bezeichnete das Vorhaben als "gute Nachricht für Tegel und Reinickendorf". Die Insel entstand im Rahmen der Internationalen Bauausstellung von 1987. Dafür wurde die ovale Fläche im ehemaligen Hafenbecken aufgeschüttet. Ursprünglich war hier ein Kulturzentrum vorgesehen, dann ein Spaßbad. Der Geldgeber der danach geplanten Seniorenresidenz meldete noch vor der Grundsteinlegung Insolvenz an. Es folgten Investorenträume von Wellnesszentren für asiatische Berlin-Besucher und von Reihenhäusern. Keiner davon wurde verwirklicht.

Zumindest die Baupläne auf dem Festland fanden fruchtbaren Boden: Neben der Humboldt-Bibliothek entstehen drei Wohnhäuser und ein Seniorenpflegeheim. Nun wartet man auf grünes Licht der Senatsverwaltung für die Insel-Häuser. Anschließend falle der Startschuss zum Baubeginn auf der Humboldt-Insel, sagt Stadtrat Lambert.

GBI Ges. für Beteiligungen und Immobilien-Projektentwicklung

Uhlandstr. 7
10623 Berlin

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Quelle: Der Tagesspiegel
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