1. Mai

Polizeieinsatz verhinderte massive Ausschreitungen

Aufatmen: Wieder hat die Hauptstadt einen ersten Mai hinter sich gebracht. Zehntausende Berliner haben den Tag zu einem wahren Fest gemacht, doch wie immer gab es auch Randale. Die polizeiliche Bilanz zum ersten Mai liegt noch nicht vor.

Die Polizei der Hauptstadt ist am Dienstagabend entschieden gegen autonome Teilnehmer der „Revolutionären 1. Mai Demonstration“ vorgegangen. Es wurden mehrere Personen festgenommen, zudem gab es mehrere Verletzte. Wieder und wieder wurden während der Demonstration Flaschen, Böller und Steine zu Wurfgeschossen in Richtung der Polizisten. Nahe des Jüdischen Museums wurde der Demonstrationszug von der der Polizei gestoppt, Mülltonnen brannten, die Polizisten setzten Pfefferspray gegen die Demonstrierenden ein. Während der Ausschreitungen nahm auch ein Wachhäuschen der Polizei vor dem Jüdischen Museum Schaden. Etwa um 21 Uhr erfolgte die Auflösung der Demonstration.

Innensenator lobt Polizei

„Ich bin überwiegend zufrieden“, äußerte sich Frank Henkel (CDU), der Berliner Innensenator, am späten Abend im Rahmen einer ersten Bewertung: „Die allermeisten Veranstaltungen verliefen friedlich.“ Henkel sprach sich gleichzeitig entschieden gegen die Ausschreitungen bei der „Revolutionären 1. Mai Demonstration“ am Abend aus und warf einem Teil der Demonstrationsteilnehmer vor, sie hätten von vornherein eine „aggressive Stimmung aufgebaut“. Henkel sprach zugleich der Polizei ein Lob aus: Sie sei „optimal aufgestellt“ gewesen und habe „sehr, sehr professionell gearbeitet“. Der Innensenator unterstrich jedoch, für eine endgültige Bewertung müssten erst die weiteren Geschehnisse der Nacht abgewartet werden.

Am heutigen Mittwoch will die Polizei um 14 Uhr im Rahmen einer Pressekonferenz die Bilanz des 1. Mai erörtern. Im Vorfeld hieß es bereits, nach dem Auflösen der Demonstration sei es weitgehend ruhig zugegangen, im Laufe der Nacht sei es nicht zu weiteren Krawallen gekommen.

(von Frank Jansen, Gerd Nowakowski, Christian Tretbar)


Quelle: Der Tagesspiegel

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