Teures Stück Straße

Hier kosten 3,2 Kilometer 473 Millionen Euro

Hier kosten 3,2 Kilometer 473 Millionen Euro
Sieht fast aus wie ein neues Freibad - soll aber ein Stück Stadtautobahn werden, aus dem das Berliner Grundwasser noch nicht abgepumpt wurde.
Kaum zu glauben: Aber dieses Berliner Bauprojekt liegt in der Zeit und im Budget. Der 16. Abschnitt der A 100 soll in sechs Jahren eröffnen, ist ein Ingenieursmeisterwerk und dennoch umstritten…

24 Meter tief sind die Gräben für den Hightech-Tunnel, der Teil des neuen Autobahnabschnitts sein soll. Dann geht die A 100 beim Autobahndreieck Neukölln 3,2 Kilometer weiter bis zur Anschlussstelle Am Treptower Park. Dieser 16. Bauabschnitt wurde lange diskutiert, nicht zuletzt wegen der immensen Kosten. Mittlerweile sind die Bagger an allen sieben Teilabschnitten, den sogenannte Losen, im Einsatz.

Verbaut werden gigantische 650.000 m3 Beton, für den extra zwei Mischwerke direkt auf der Baustelle eingerichtet wurden. Im Weg sind dabei 980.000 m3 Grundwasser. Denn dessen Spiegel liegt in Berlin besonders hoch. Komplizierte Pfeiler-, Becken- und Pumpenkonstruktionen müssen dafür immer wieder auf- und abgebaut werden.

Das neue Stück Autobahn mitten in der Stadt ist aber nicht nur anspruchsvoll in der Umsetzung, sondern auch unvorstellbar teuer. Auf einer Infoveranstaltung erklärt Lutz Adam, Leiter der Abteilung Tiefbau bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt: „Das ist die teuerste Autobahn, die in Deutschland entsteht.“ Dafür würde sie den Innenstadtverkehr spürbar entlasten, Lärm und Abgase reduzieren – und könnte wichtige Anschlussstelle für den geplanten Abschnitt 17 sein. Dem Plan zufolge würde sich die sechsspurige Autobahn dann weiter bis zur Frankfurter Allee erstrecken. Aber das ist wirklich noch Zukunftsmusik.

Wer live dabei sein möchte oder die Fortschritte im Zeitraffer sehen will, kann sich via Webcam zuschalten und die Baustelle aus vier Perspektiven beobachten.

Treptower Park, Alt-Treptow 1, 12435 Berlin
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