Für Frauen

3 Dinge, die du in Sachen Selbstverteidigung wissen solltest

3 Dinge, die du in Sachen Selbstverteidigung wissen solltest
Manchmal muss Frau sich wehren. Wir verraten, wie. Zur Foto-Galerie
Laut Statistik hat jede dritte Frau in Deutschland sexuelle und / oder physische Gewalt erfahren. Und das nicht erst seit der Silvesternacht in Köln. In einem Selbstverdeidigungskurs haben wir ausprobiert, wie man sich am besten schützt ...

Nach den Übergriffen in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof sind mehr als 650 Anzeigen bei der Polizei eingegangen. Den Schwerpunkt der Taten bildeten sexuelle Übergriffe auf Frauen. Die Folge: das neue Jahr startet mit einem Boom von Selbstverteidigungskursen in ganz Deutschland. Auch die Kampfkunstschule Mewis-Dojo in Charlottenburg reagiert auf die gestiegene Nachfrage und bietet im Januar kostenlose Schnupperkurse an. Wir haben den Workshop bei Kampfkunstweltmeister André Mewis besucht, und einige hilfreiche Tipps mit nach Hause genommen.

Der Kurs beginnt mit einer kleinen Vorstellungsrunde, in der André den zehn versammelten Frauen einige Zahlen und Fakten in Sachen physische Gewalt und Selbstverteidigung mit auf den Weg gibt. Besonderst interessant: 99 Prozent der Selbstverteidigung ist Prävention. Deshalb startet der praktische Teil der Stunde auch mit einer Übung zur richtigen, offensiven Haltung (linkes Bein nach vorne, Arme weit ausgestreckt, Handflächen nach außen oder – noch besser – zur Fast geballt). Dazu wirklich lautes Schreien („Nein! Ich will das nicht! Lassen Sie mich in Ruhe!“) – und die meisten Übergriffe können schon im Entstehen verhindert werden.

Die Schwachstellen des Angreifers

Geht der Täter trotzdem weiter, kommt es etwa im Parkhaus, im Fahrstuhl oder auf dem Heimweg zu einem Angriff, sollte man wissen, wo das Gegenüber am verletzlichsten ist. Schläge mit der flachen Hand gegen den Schädel des Angreifers beispielsweise bringen wenig. Stattdessen sollte man den Handballen zum Einsatz bringen und mit ihm von unten gegen Stirn und Nase schlagen. Auch gezielte Stiche mit den Fingern in die Augen und die weiche Stelle zwischen den Schlüsselbeinen oder kräftige Schläge auf die Ohren können den Täter stoppen. Dazu üben wir an verschiedenen Puppen den gezielten Einsatz von Faust, Ellenbogen oder Knie in Richtung Geschlechtsteil.

Selbstverteidigungskurs mit André Mewis. (c) Promo

Obwohl man nach dem einstündigen Kurs schon um einiges klüger ist, sollten die möglichen Griffe und Gegenstrategien regelmäßig geübt werden. Dabei gilt es, Hemmschwellen abzubauen, Schwachstellen des Gegners schnell zu erkennen und richtig auf sie zu reagieren. Wer also wirklich sicher durchs Leben gehen möchte, sollte versuchen, einen der begehrten Plätze in den Selbstverteidigungskursen im Mewis-Dojo oder in anderen Kampfsportschulen in der Stadt zu ergattern. Außerdem gibt uns André noch einen Produkt-Tipp mit: Der spezielle Anhänger Geck.O kann ganz leicht am Schlüsselbund befestigt werden, gibt in kritischen Situationen Halt – und im Notfall eine gute Waffe ab.

Am 24. Januar findet noch einmal ein kostenloser Selbstverteidigungs-Workshop für Frauen im Mewis-Dojo statt. Anmelden kannst du dich unter peace@mewis-dojo.de. Alle weiteren Infos findest du unter www.mewis-dojo.de.

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Kampfkunstschule Mewis Dojo, Franklinstraße 12, 10587 Berlin

Kampfkunstschule Mewis Dojo

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