Kommentar

5 Gründe für deinen Umzug nach Marzahn-Hellersdorf

5 Gründe für deinen Umzug nach Marzahn-Hellersdorf
Wer Kontraste mag, ist in Marzahn richtig.
Der ferne Osten Berlins - vergessen und verschmäht? Diese Zeiten sind vorbei - nicht nur, weil der Bezirk Marzahn-Hellersdorf Erfolge bei der Ansiedlung von Unternehmen und der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit vorzuweisen hat. Es gibt noch deutlich einleuchtendere Gründe, warum ihr Wohnungsangebote in den beiden Stadtteilen nicht mehr einfach wegklicken solltet.

Der Place to be für Künstlerseelen

Marzahn-Hellersdorf wird für die nächsten 15 Jahre ein Wachstum der Einwohnerzahl um fünf Prozent vorausgesagt – und schon jetzt zieht viel junges und kreatives Volk dorthin. Künstler werden mit einem geradezu überschäumenden Angebot von Galerie- und Atelierräumen vom Bezirk sogar gezielt angelockt. Erst im Februar 2015 kamen wieder neue Atelierräume rund um die Helle Mitte dazu. Das Bezirksamt fördert außerdem Kunstprojekte und greift Kreativen beim Networking unter die Arme. Seit gefühlten Ewigkeiten gibt es die Galerie M oder die lauteste Platte Berlins: Das ORWO-Haus. Dieses selbstverwaltete Musikhaus fällt am Tage nicht sonderlich auf, aber abends treibt man hier ausgehend von Proberäumen, Bühnen oder DJ-Pulten die Bässe ins umliegende Industriegebiet. Auf dem Gelände gibt es sogar ein alljährliches Festival.

Den kreativen Charme des Bezirks kann man auch überall sonst bestaunen, denn am östlichen Stadtrand gibt es besonders viel Kunst im öffentlichen Raum. Ob Skulpturen, Mosaike oder Malereien, auf der Marzahner Kunstpromenade, am Helene-Weigel-Platz oder an den vielen winzigen ehemaligen Trafo-Häuschen; es gibt viel zu entdecken. Das wissen auch die junggebliebenen Alten, die schon lange in Marzahn und Hellersdorf wohnen. Schließlich bringen sie nicht ohne Grund die einzige Senioren-Online-Zeitung in ganz Berlin heraus.

In der Platte spart sich’s leichter

Ja, berühmt sind Marzahn und Hellersdorf in erster Linie als Europas größtes zusammenhängendes Plattenbaugebiet. Für alle Plattenliebhaber ist ein Umzug in den Osten also ein Muss! Hübscher Nebeneffekt: Die Kaltmiete liegt hier durchschnittlich noch bei attraktiven sechs Euro pro Quadratmeter. Wenn ich die Wahl habe zwischen diesen paar Pimperlingen und den 11 Euro in Friedrichshain, na da weiß ich doch, wie der Hase läuft! Noch stehen sogar einige der Q3A-Paläste leer. Und Heizkosten spart man im Neubau auch noch, wenn Irmchen von oben und Peter drei Meter weiter es sich unterm Hintern sowieso schön mollig warm machen – nicht umsonst ist der Bezirk Berliner Meister im Energiesparen.

Aber man darf auch nicht vergessen, dass die Dörfer des Bezirks, nämlich Biesdorf, Mahlsdorf und Kaulsdorf, mit einem weiteren Superlativ aufwarten: dem größten Ein- und Zweifamilienhausgebiet Deutschlands! Immer mehr gutbürgerliche Familien besetzen die Ostkieze, die für sie genauso anziehend sind wie für so aus- wie abgebrannte Innenstädter. Spielplatz im Garten meets Bierkasten auf dem Balkon. Wenn das mal keine vielversprechende Mischung ist: Super Preis und Wohnqualität inklusive einem Minus an Rollkoffern und saufenden Touristen, das ist schon eine Überlegung wert. Gut, viele Spätis wird es vor der Tür der neuen Platte wohl nicht geben, in denen das gesparte Kapital in Bier umgemünzt werden kann, aber dafür gibt es im blühenden Osten ja auch viel bessere Locations.

Man kann sich alles schöntrinken

Denn nicht nur einige ehemals im Tacheles werkelnde Kunstschaffende hat es auf das Gelände der Alten Börse gezogen. Dort hat sich auch ein sympathischer Biergarten etabliert, in dem man nicht nur der Industrieromantik frönen kann, sondern auch ohne Platzangst leckeres Bier aus der eigenen Brauerei bekommt. Betrieben wird der Ort, an dem auch Kultur und Musik ihren Platz haben, von netten Menschen, die auf Wunsch auch noch leckere Snacks wie den herzhaften Braufladen zum Getränk servieren.

Gastronomisch, das wollen wir gerne zugeben, sind Marzahn und Hellersdorf noch entwicklungsfähig. Aber kennt ihr schon das gemütliche Restaurant Tim samt Biergarten in der Bruno-Baum-Straße? Das Gulasch im ungarischen Restaurant Gémeskút Csárda in Mahlsdorf? Oder die leckeren Torten, die im Café Grips in Alt-Marzahn von den Auszubildenden produziert werden?

Hier ist es fast wie auf dem Dorf

Überhaupt: Alt-Marzahn. Der kleine Dorfkern mit Anger und Kirche wirkt angesichts der nahen Plattenbauten wie ein Freilichtmuseum. Aber dieser Kontrast hat durchaus Charme. Das Zentrum des alten märkischen Dorfes Marzahn ist gut erhalten und steht fast komplett unter Denkmalschutz. In der Mitte steht unübersehbar die Kirche, die aus dem 19. Jahrhundert stammt. Ihre mittelalterliche Vorgängerin wurde nach dem Bau des neuen Gotteshauses abgerissen. In Alt-Marzahn befinden sich außerdem die zwei Häuser des kürzlich erweiterten Bezirksmuseums und am Rand die 1994 errichtete Marzahner Bockwindmühle, die heute tatsächlich auch der Brotherstellung dient. An ihrem Fuß grasen im Sommer Ziegen.

Wer gemächlich durch den alten Dorfkern schlendert und die Entschleunigung auf sich wirken lässt, kann übrigens nicht nur beim schon erwähnten Café Grips einkehren, sondern auch beim nahen Fleischer günstig essen. Und ein paar Meter weiter wartet schon das rustikale Landhaus Marzahner Krug.

Grüner wird’s nicht

Berlin gilt gemeinhin als eine der grünsten Hauptstädte und hat im Zentrum den Großen Tiergarten, aber näher an der Natur ist man trotzdem in Marzahn-Hellersdorf. Diesseits und jenseits der Stadtgrenze bieten sich die Barnimer Feldmark und die schöne Hönower Weiherkette für ausgedehnte Spaziergänge und Radtouren in der nahen Umgebung an. Komplett auf dem Territorium des Bezirks liegen die Gärten der Welt, die in zwei Jahren zum Mittelpunkt der Internationalen Gartenausstellung werden, und der nahe Kienberg, der bis 2017 noch aufgehübscht wird. Nicht zu vergessen: Der Wuhletal-Wanderweg, der vom S-Bahnhof Ahrensfelde in Marzahn-Nord bis nach Köpenick führt, oder die Kaulsdorfer Seen, die besonders bei Nacktbadern beliebt sind.

Doch es ist nicht nur das Grün an sich, das eine erholsame Wirkung ausübt. Selbst in den Platten- und Neubaugegenden ist das Gefühl von Ruhe und Weite größer als in den Innenstadtvierteln. Wer auf deren Rummel gerne verzichtet, findet in Marzahn-Hellersdorf eine Alternative zum Wegzug in den Speckgürtel.

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