Bauarbeiten bei der Stadtbahn

Drei Monate volle Bahn voraus

Drei Monate volle Bahn voraus
In der S-Bahn wirds jetzt noch voller. Zumindest auf der Stadtbahn. In die müssen jetzt nämlich auch noch die Pendler passen, die sonst mit dem Regio fahren. Zur Foto-Galerie
Stadtbahn - Vom 28. August bis voraussichtlich 23. November wird es in der S-Bahn wieder kuschelig. Wegen Bauarbeiten fahren nämlich zwischen Alexanderplatz und Zoologischen Garten keine Fern- und Regionalzüge. Wir verraten, warum das so ist und wie du in den nächsten Wochen trotzdem durch die Stadt kommst. Wie wäre es etwa mit einem kostenlosen Leih-Fahrrad?

Die gute Nachricht zuerst: Die S-Bahn ist von den Bauarbeiten in der Stadt nicht betroffen! Trotzdem werden auch die S-Bahn-Fahrer die Auswirkungen der bevorstehenden Bauarbeiten zwischen Mitte und Charlottenburg zu spüren bekommen. Immerhin müssen die Regionalzug-Pendler auf andere Verkehrsmittel ausweichen. Und wer schon einmal im Berufsverkehr mit dem Regio unterwegs war, weiß, dass wir bald die S-Bahn gestrichen voll haben.

Ausbau in drei Phasen

Umfangreiche Bauarbeiten sind der Grund für die Sperrungen des Streckenabschnitts in der Innenstadt. Schließlich nutzen sich Schienen, Weichen und Trassen durch die hohe tägliche Belastung stark ab. Auch Instandhaltungsarbeiten an Bahnbrücken und Fassaden gehören zum Bauplan, etwa am Hauptbahnhof, der Friedrichstraße und am Zoo.

Wieder aufpoliert werden sie für 11,5 Millionen Euro und in drei Bauabschnitten: Vom 29. August bis zum 8. September sind die Strecken Spandau – Charlottenburg und Zoologischer Garten – Alexanderplatz gesperrt. Die zweite Streckensperrung dauert voraussichtlich vom 9. September bis zum 6. Oktober und betrifft die Gleise zwischen Charlottenburg und dem Alexanderplatz. Dann entfällt also auch der Halt am Zoologischen Garten. Dafür kann der RB14 wieder zwischen Spandau und Charlottenburg verkehren. Von der dritten Bauphase ist nur noch die Strecke zwischen dem Zoologischen Garten und dem Alexanderplatz betroffen. Sie soll vom 7. Oktober bis zum 1. November dauern. Aber auch dann ist es noch nicht ausgestanden. Die Bahn rechnet zusätzlich bis 22. November mit Einschränkungen auf der Stadtbahn, dann um den Bahnhof Friedrichstraße.

Fernzüge werden in der Folge von der regulären Streckenführung abweichen und auch neue Fahrzeiten bekommen. Nur der Berlin-Warschau-Express soll ab November wieder fahren, alle anderen Fernzüge dürfen erst ab 12. Dezember wieder durch die Stadt rauschen. Bis dahin werden sie nur im Tiefgeschoss des Hauptbahnhofs halten. Auch der RE2 wird bis zum 12. Dezember 2015 umgeleitet und hält ab jetzt in Jungfernheide, Gesundbrunnen und Lichtenberg. Die Regionalzüge der Linien RE1, RE7, RB14 und RB21/22 werden während der angekündigten Bauarbeiten an den jeweils letzten befahrbaren Bahnhöfen enden bzw. einsetzen. Auf der dazwischenliegenden Strecke bleibt nur das Ausweichen auf andere Verkehrsmittel.

Entlastung durch mehr Bahnen und kostenlose Räder

Dafür fahren zu den Hauptverkehrszeiten stündlich zwei Züge mehr. Das heißt, durchschnittlich alle drei Minuten werden die Berliner in eine S-Bahn steigen können. Die Zusatz-Bahnen sind so getaktet, dass man am Ostbahnhof oder Alexanderplatz bequem in den RE1 umsteigen kann. Trotzdem bittet die Deutsche Bahn die Fahrgäste auf einem Infoflyer explizit, auch auf die BVG auszuweichen. Begründung: Die zusätzlichen S-Bahnen würden nicht ausreichen, um alle Fahrgäste aus den Regionallinien sofort aufnehmen und befordern zu können. Anschließend werden immerhin auch diverse Umfahrungsmöglichkeiten vorgestellt.

Für alle Sportlichen unter uns hat die Bahn sich auch etwas ausgedacht. Die Call-a-Bike-Räder des Unternehmens fährt man während der Bauarbeiten in den ersten 30 Minuten umsonst. Dazu muss man sich einfach im Basis-Tarif anmelden. Sobald die Bauarbeiten allerdings beendet sind, gelten wieder die regulären Preise.


Auf der Stadtbahn werden vom Abend des 28. August bis zum Morgen des 02. November keine Fern- und Regionalzüge fahren. Telefonisch kann man sich unter der Nummer 0331 / 2356881 über die Baumaßnahmen erkundigen. Alle Infos sind auch auf dieser Infoseite der Bahn zu finden.

Foto Galerie

Berlin-Hauptbahnhof, Europaplatz 1, 10557 Berlin

Berlin-Hauptbahnhof

Der Hauptbahnhof wurde mit einer Milliarde Euro deutlich teurer als geplant und nur mit verkürztem Dach realisiert.

Weitere Artikel zum Thema

Wohnen + Leben
Berlin hat voll den Plan
Man nehme einen Bahn-Fahrplan, stelle lustige Dinge mit den Namen der Stationen an und fertig […]
Familie | Kultur + Events
Sicher im Straßenverkehr
Bald ist es soweit: Für etwa 30.000 Berliner Kinder beginnt der Start in einen neuen […]
Freizeit + Wellness | Wohnen + Leben
Der perfekte Sonntag in Kreuzberg 36
Der schönste Tag der Woche verdient selbstverständlich nur das beste und schönste Freizeitprogramm – inklusive […]