Berliner Clubs

About Blank: Was du über den Berliner Club wissen solltest

Das Gebäude des Techno-Clubs ://about blank im Gewerbegebiet von außen
Die Tür vom Berliner Club ://about blank schließt sich nach einer Party erst wieder, wenn die Sonne längst scheint.
Im Friedrichshainer Club About Blank feiern Berliner und Berlinerinnen schon seit fast einem Jahrzehnt zu feiner Elektro und House-Musik. Was du vor dem Club-Besuch wissen solltest, erfährst du hier.

Direkt am Ostkreuz gelegen, in einem von außen baufälligen Gebäude, befindet sich das About Blank (geschrieben ://about blank). Der früher illegal betriebene Club ist seit acht Jahren Treffpunkt für feierfreudige Nachtmenschen mit linker Haltung. Denn die Location wird nicht auf übliche Weise von einzelnen Clubbesitzern geleitet, sondern von einem Kollektiv, das sich 2010 aus der autonomen Hausbesetzerszene entwickelt hat.

Wenig Laufkundschaft im About Blank

Das Club-Kollektiv betont immer wieder seine feministische Ausrichtung, die sich auch in der Arbeitsteilung abzeichnet: Die für Frauen vermeintlich unüblichen technischen Jobs sind mindestens zur Hälfte weiblich besetzt. Hinzu kommt eine restriktive Türpolitik, die es – genau wie in vielen anderen Clubs der Stadt – vor allem größeren Männergruppen schwer macht, am Türsteher vorbeizukommen. Die Türsteher*innen werden übrigens von der Antifa gestellt und sorgen dafür, dass der Club alternativ bleibt.

Das About Blank zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass hier keine große touristische Laufkundschaft wie beispielsweise auf der Partymeile des RAW-Geländes vorbeizieht. Der Club am Markgrafendamm zieht vielmehr ein loyales Stammpublikum an, wobei sich am Wochenende auch gut und gerne mal der ein oder andere Touri in der Warteschlange tummelt. Dein Party-Outfit kannst du selbstverständlich zuhause lassen: Hier wird casual gefeiert, Dresscode: schwarzer Hoodie mit Kapuze.

Feiern mit politischer Haltung

Freitags und samstags kann die Schlange vor dem Blank allerdings auch mal länger werden, also solltest du ein wenig Zeit mitbringen. Denn auf den beiden Dance-Floors im Innenbereich des Clubs finden keineswegs Riesen-Raves statt. Hier tanzt du gut gelaunt zu mittlerweile etablierten Partyreihen wie Staub, an der niemand vorbeikommt, der gerne auch tagsüber zu House- und Techno-Beats abfeiert. Das Besondere an der Veranstaltungsreihe? Das Line-Up, bestehend aus etablierten Künstlern und weniger bekannten Newcomern, wird vorab nicht angekündigt. Der Eintrittspreis schwankt meist um die zehn Euro. Aber auch die schwule Party Homopatik, die Queere-Party Buttons und die antinationale Partyreihe Love Techno – Hate Germany, deren Einnahmen an Opfer staatlicher Repression gehen, sind definitiv ein Besuch wert.

Das About Blank ist aber auch ein hervorragender Ort für einen schönen Rave unter freiem Himmel: Wenn die Indoor-Party bereits zu stickig wird, ist der verwunschene Garten die perfekte Open-Air-Tanzfläche für laue Sommernächte. Hier finden nicht nur kleine Konzerte und das Open Air-Nomadenkino statt, auch das wunderbare Down by the River Festival hat hier Einzug gehalten. Dieses Festival bietet Berliner Newcomern und weiteren spannenden Künstlern eine Plattform und besteht schon seit mehr als zehn Jahren.

Just to know: Dieser Artikel war einer der meistgelesenen auf QIEZ.de im Jahr 2019.

:// about blank, Markgrafendamm 24c, 10245 Berlin

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