Direkt am Ostkreuz gelegen, in einem von außen baufälligen Gebäude, befindet sich das About Blank (geschrieben ://about blank). Der früher illegal betriebene Club ist seit gut vierzehn Jahren Treffpunkt für feierfreudige Nachtmenschen mit linker Haltung. Denn die Location wird nicht auf übliche Weise von einzelnen Clubbesitzer*innen geleitet, sondern von einem Kollektiv, das sich 2010 aus der autonomen Hausbesetzer*innen-Szene entwickelt hat. Trotzdem ist der Club ein Technoclub und keine Politgruppe, wie die Macher*innen betonen. Es ist ein Ort für vielfältige Menschen.
Qiez zu Google hinzufügenWenig Laufkundschaft im About Blank
Das Club-Kollektiv, das derzeit aus sieben Frauen und sieben Männern besteht, betont auch immer wieder seine feministische Ausrichtung, die sich zum Beispiel in der Arbeitsteilung abzeichnet: Die für Frauen vermeintlich unüblichen technischen Jobs sind mindestens zur Hälfte weiblich besetzt. Hinzu kommt eine restriktive Türpolitik, die es – genau wie in vielen anderen Clubs der Stadt – vor allem größeren Männergruppen schwer macht, an der Tür vorbeizukommen. Die Türsteher*innen werden übrigens von der Antifa gestellt und sorgen dafür, dass der Club alternativ bleibt.
Das About Blank zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass hier keine große touristische Laufkundschaft wie beispielsweise auf der Partymeile des RAW-Geländes vorbeizieht. Der Club am Markgrafendamm zieht vielmehr ein loyales Stammpublikum an, wobei sich am Wochenende auch gut und gerne mal der ein oder andere Touri in der Warteschlange tummelt. Dein Party-Outfit kannst du selbstverständlich zuhause lassen: Hier wird casual gefeiert, Dresscode: schwarzer Hoodie mit Kapuze.
Feiern mit politischer Haltung
Freitags und samstags kann die Schlange vor dem Blank allerdings auch mal länger werden, also solltest du ein wenig Zeit mitbringen. Denn auf den beiden Dance-Floors im Innenbereich des Clubs finden keineswegs Riesen-Raves statt. Hier tanzt du gut gelaunt auf Soli-Partys, zu FLINTA*-Line-ups oder bei anderen Events, die gerne auch tagsüber House- und Techno-Beats liefern. Oft stehen an den Desks etablierte Künstler*innen, aber auch weniger bekannten Newcomer*innen bekommen ihre Chancen. Der Eintrittspreis liegt meist um die zwölf Euro. Auch wenn die berühmte queere Party-Reihe der Buttons-Crew wegen politischer Differenzen nicht mehr stattfindet, gibt es immer noch viele tanzbare Events und Soli-Abende, deren Einnahmen an ausgewählte Organisationen gehen.
Das About Blank ist ebenso ein hervorragender Ort für einen schönen Rave unter freiem Himmel: Wenn die Indoor-Party bereits zu stickig wird, ist der verwunschene Garten die perfekte Open-Air-Tanzfläche für laue Sommernächte. Hier finden auch kleine Konzerte und die Sektgarten-Abende statt.






