achtung berlin-Filmfestival

Frisches Kino aus der Region

Frisches Kino aus der Region
Im Eröffnungsfilm "Lichtgestalten" von Christian Moris Müller macht sich ein Paar auf die Suche nach einem neuen Lebensweg.
Berlinweit - Zum elften Mal präsentiert das Festival "achtung berlin - new berlin film award" in diesem Jahr ganze 70 Spiel-, Mittel- und Kurzfilme sowie Dokumentationen junger Filmemacher aus Berlin und Brandenburg. In den Langfilm-Wettbewerben dürfen sich die Zuschauer auf sechs Welt- und eine Deutschlandpremiere freuen.

Herzstück des siebentägigen Filmmarathons, der Kinofans in vier Berliner Kinos sowie erstmals auch in die Neuen Kammerspiele in Kleinmachnow lockt, ist der Wettbewerb „Made in Berlin-Brandenburg“, der die besten Filme aus der Region in den verschiedenen Festivalsparten auszeichnet. In diesem Jahr widmen sich viele der hier gezeigten Dokumentationen thematisch der deutschen Geschichte und ihren Zeugnissen im Herzen Berlins.

So hat etwa der Regisseur Martin Gressmann eine einzigartige Langzeitdoku über „Das Gelände“, auf dem heute das Denkmal „Topografie des Terrors“ beheimatet ist, geschaffen. 28 Jahre lang drehte er mit den sogenannten „short ends“ eines 35mm-Films (Rollenreste von 20-60 Sekunden) ein paar Minuten an diesem Ort in Kreuzberg. „Striche ziehen“ von Gerd Kroske deckt dagegen eine undichte Stelle in der Weimarer Punkszene der 80er Jahre auf, die einen der Beteiligten der regimekritischen Aktion „Strich durch die Rechnung“, die 1986 an der Westseite der Berliner Mauer durchgeführt wurde, ins Stasi-Gefängnis in Bautzen brachte.

Sorgfältige Filmauswahl

Besonderer Publikumsmagnet des achtung berlin-Festivals dürften auch in diesem Jahr die präsentierten Spielfilme sein. Thematisch ist für jeden Geschmack etwas dabei, viele Filme haben sich jedoch der großen Liebe und ungewöhnlichen Lebensentwürfen verschrieben. Tom Sommerlatte etwa präsentiert seinen bereits auf der diesjährigen Berlinale gezeigten Streifen „Im Sommer wohnt er unten“, in dem zwei ungleiche Brüder im elterlichen Ferienhaus an der französischen Atlantikküste unversehens miteinander konfrontiert werden. Die improvisierte Tragikkomödie „Das Floss“ nimmt die Zuschauer mit auf den Junggesellinnenabschied von Katha, die mit Jana ein Kind bekommen möchte und auf einer Floßfahrt dem künftigen Samenspender näher kommt, als sie eigentlich wollte.

Auch das Programm für den Mittellangen- und den Kurzfilm kuratierten die Festivaldirektoren Hajo Schäfer und Sebastian Brose wieder gewohnt sorgfältig. Durch die Kombination aus vielversprechenden Nachwuchsfilmen und geförderten Projekten, wie beispielsweise einem „Leuchtstoff“-Projekt des rbb schafft der diesjährige Wettbewerb dabei besondere Reibungsflächen. Eröffnet wird das Ganze übrigens mit dem Langspielfilm „Lichtgestalten“, in dem Theresa Scholze und Max Riemelt ein Paar verkörpert, das mit Mitte 30 noch einmal ganz neu anfangen möchte.

Für alle, die den Kinosaal zwischendurch auch mal verlassen wollen, stellen die Macher von „achtung berlin“ wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Workshops, Partys und Filmgesprächen auf die Beine. Und wer die Filmemacher genauer kennenlernen möchte, der kann beim Festival-TV von ALEX einschalten.

Das Festival „achtung berlin – new berlin film award“ findet vom 15. bis zum 22. April im Babylon, im Filmtheater am Friedrichshain, in den Tilsiter Lichtspielen, im Passage Kino und dem Neuen Kammerspielen in Kleinmachnow statt. Tickets für die Filmvorführungen kosten 8,50, ermäßigt 7 Euro. Alle weiteren Infos findest du hier.

Babylon, Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin

Telefon 030 2425969
Fax 24727800

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Kasse täglich ab 17:00 Uhr und ab 30 Minuten vor der ersten Vorstellung

Babylon

Das Babylon in Mitte: Hier gibt's die Filme abseits des Mainstreams.

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