Achtung Berlin

Dieses Festival zeigt Filme aus Berlin und Brandenburg

Dieses Festival zeigt Filme aus Berlin und Brandenburg
Die Pilotin Kim erfüllt sich nach ihrer Beförderung ihren Traum und bekommt einen Penis.
Das Filmfestival „Achtung Berlin“ geht in die 15. Runde: Vom 10. bis zum 17. April werden mehr als 70 Filme und Dokumentationen abseits des Mainstreams präsentiert. Das Besondere: Sie stammen alle aus der Region. Hier kommen fünf Highlights des Festivals.

Bereits zum 15. Mal stellt das Filmfestival Achtung Berlin neue Filme von in Berlin lebenden Regisseur*innen in den Fokus. Die Hauptstadt ist dabei nicht nur Filmschauplatz, sondern auch identitätsstiftendes Element, sich auszuprobieren, zu verlieren und sich wieder zu finden. Denn egal, ob Kurz- oder Langfilm, Doku oder Fiktion, Mainstream oder Independent – 30 Jahre nach Mauerfall boomt Berlin als Filmstandort. In diesem Jahr expandiert das Festival sogar über die Grenzen der Stadt bis ins brandenburgischen Beeskow, wo ein Teil der Filme zu sehen sein wird.

Komödie Kim hat einen Penis

Eröffnen wird das Festival die Beziehungskomödie Kim hat einen Penis von Philipp Eichholtz. Es geht um die Pilotin Kim, die in ihrem Leben mehr will: und zwar einen Penis. Sie erfüllt sich ihren Traum in einer Schweizer Klinik. Und ihr Freund Andreas? Der ist überrascht und nicht direkt begeistert. Eine herzerwärmende Komödie über verborgene Sehnsüchte im Beziehungsalltag. Der Film läuft am 10. April 2019 um 19 Uhr im Kino International.

Retrospektive Berlin Acht Neu(n) Null

In diesem Jahr wird es außerdem eine wilde und nostalgische Retrospektive mit dem Namen Berlin Acht Neu(n) Null geben. Anlässlich des 30. Jubiläums des Mauerfalls lassen 14 Spielfilme das Lebensgefühl in der geteilten und wiedervereinigten Stadt der 80er und 90er Jahre aufleben: Welche Geschichte wurden in Ostberlin und welche in Westberlin erzählt? Und wie hat sich die wiedervereinte Stadt angefühlt? Die Retrospektive, kuratiert von Regina Kräh, ist im Bundesplatz-Kino, im Brotfabrik Kino und im Lichtblick-Kino zu sehen.

 

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Ein Beitrag geteilt von achtung berlin (@achtungberlin) am Mär 22, 2019 um 6:54 PDT

Berlin-Premiere (M)other

Ein weiteres Highlight des Festivals ist die Dokumentation (M)other, die auf der DOK Leipzig uraufgeführt wurde und nun seine Berlin-Premiere feiert. Darin fragt sich die Regisseurin Antonia Hungerland, Absolventin der Filmuniversität Babelsberg, was einen Menschen zur Mutter macht. Sie begibt sich auf eine Entdeckungsreise, die bewusst das vermeintlich natürliche Mutterbild hinterfragt und lässt dabei verschiedene Eltern zu Wort kommen: Alleinerziehende, Leihmütter, Homosexuelle in einer Dreierbeziehung. Antonia Hungerland zeigt, dass das vermeintlich Private auch immer hochgradig politisch ist. Die Doku ist unter anderem am 14. April 2019 um 15.30 Uhr im Babylon zu sehen.

Dokumentation Berlin 4 Lovers

In den Sektionen Berlin Independent und Berlin Documents werden ungewöhnliche Filmprojekte gezeigt, die sich deutlich vom Mainstream abheben und damit neue Perspektiven eröffnen. Zu sehen ist hier zum Beispiel die Dokumentation Berlin 4 Lovers von Leonie Lortta Scholl, die den Wünschen und Realitäten der heutigen Generation Tinder begegnet. Denn Berlin und Tinder, das sind zwei Sehnsuchtsorte des 21. Jahrhunderts. Berlin 4 Lovers läuft am 15. April 2019 um 21.30 Uhr im Babylon und am 16. April 2019 um 20:30 Uhr im Tilsiter.

Diskussion Frauen* of Color und das deutsche Kino

Neben Screenings finden auf dem Achtung Berlin-Festival auch Workshops, Vorträge und Diskussionen statt.  Am 11. April, von 16 bis 18 Uhr, sprechen Filmemacher*innen aus Berlin im Oval des Babylon über Diversität, Inklusion und Repräsentation: Frauen* of Color und das deutsche Kino nennt sich die Paneldiskussion und wird moderiert von der Filmwissenschaftlerin und Dokumentarfilmerin Canan Turan. Gemeinsam mit Regisseur*innen und Schauspieler*innen der 2. und 3. Migrantengeneration spricht sie über die Hindernisse von Filmemacher*innen of Color, Repräsentation von Frauen* of Color in deutschen Filmen und Gegenstrategien der Selbstrepräsentation.

Hier findest du das komplette Programm des Filmfestivals Achtung Berlin.

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