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ADAC-Test

Berliner Parkhäuser mit Mängeln

Berliner Parkhäuser mit Mängeln
Ein wichtiges Kriterium beim deutschlandweiten Test der vom ADAC zertifizierten Parkhäuser ist die Anzahl der Behinderten-Stellplätze.
Der ADAC hat sieben als benutzerfreundlich ausgezeichnete Parkhäuser in Berlin erneut unter die Lupe genommen. Keines von ihnen konnte beim Test vollends überzeugen, am schlechtesten schnitt das Parkhaus Meinekestraße ab.

Seit 1987 vergibt der ADAC in ganz Deutschland nach eingehender Überprüfung das Zertifikat „Benutzerfreundliches Parkhaus“. In Berlin wurden bisher sieben Parkhäuser und Tiefgaragen ausgezeichnet. Aufgrund der sich verändernden Technik hat der Automobil-Club nun seine Bewertungskriterien angepasst und die zertifizierten Abstellplätze einem erneuten Test unterzogen. Erhöht haben sich beispielsweise die Anforderungen an Stellplatzbreite und Einfahrtshöhe – schließlich gibt es heute auch im Stadtverkehr mehr Geländewagen oder SUVs, die ihren Platz brauchen.

Die Nachprüfung unter verschärften Bedingungen bestand keines der Berliner Parkhäuser. Dazu wäre das Erreichen einer 85 Prozent-Wertung – 113 von 132 möglichen Punkten – nötig gewesen. Alle Parkhäuser scheiterten an der neuen Forderung, dass 85 Prozent der Stellplätze eine Breite von mindestens 2,50 Metern aufweisen müssen. Am besten schnitt die Tiefgarage des Sony Centers ab, die 71,2 Prozent erzielte. Neben der Stellplatzbreite bemängelten die Tester hier die nicht ausreichende Videoüberwachung und das ungenügende Fußgänger-Leitsystem – Kriterien, an denen auch fast alle anderen Kandidaten scheiterten.

Mehrzahl der Parkhäuser hat zu wenig Stellplätze für Behinderte

Auf den weiteren Plätzen folgen in der Rangliste die Tiefgarage Neues Kranzler Eck (65,9 Prozent), das Parkhaus Potsdamer Platz Arkaden (65,2 Prozent), die Tiefgarage Friedrichstadt-Passagen (62,9 Prozent), das Parkhaus Neukölln Arkaden (59,8 Prozent), das Parkhaus Gleisdreieck (59,1 Prozent) und das Parkhaus Meinekestraße (53,0 Prozent). Während der ADAC-Bericht wegen des Aufwands Verständnis für die noch nicht erfolgte Verbreiterung der Stellplätze und Fußgänger-Leitwege äußert, kritisiert er das Fehlen einer ausreichenden Anzahl von Stellplätzen für Eltern mit Kind und Behinderte. Gefordert waren jeweils 3 Prozent der Gesamtzahl. Dieses Kriterium schafften nur die Tiefgaragen im Sony Center und in den Friedrichstadt-Passagen.

Der ADAC hat die Gültigkeit des Zertifikats „Benutzerfreundliches Parkhaus“ mit Einführung der neuen Anforderungen auf fünf Jahre beschränkt. Während nach Auffassung des Clubs sechs der sieben getesteten Berliner Parkhäuser und Tiefgaragen so umgerüstet werden könnten, dass sie ihre Auszeichnung auch nach 2013 behalten dürften, bestehen daran beim Parkhaus in der Meinekestraße große Zweifel. Dieses erfüllt die gewünschte Mindesteinfahrtshöhe von zwei Metern nicht.

Weitere Informationen zum Parkhaustest gibt es beim ADAC Berlin-Brandenburg.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Berliner Parkhäusern gemacht? Schreiben Sie uns!

 

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