Umgestaltung der Ostseite geplant

Zukunftsagentur für Helene-Weigel-Platz

Zukunftsagentur für Helene-Weigel-Platz
Der zentral im Siebzigerjahre-Wohnquartier Marzahn I gelegene Helene-Weigel-Platz ist infrastrukturell gut ausgestattet. Bei der architektonischen Gestaltung und der Sicherheit der Fußgänger sieht es jedoch weniger überzeugend aus. Eine dem Bezirksamt angegliederte "Zukunftsagentur" soll der Entwicklung des Platzes neue Impulse verleihen.

Im Oktober 2012 nahm die Zukunftsagentur Helene-Weigel-Platz ihre Arbeit auf. Das vom Bezirksamt initiierte Standortmanagement für das Marzahner Ortsteilzentrum soll dessen Weiterentwicklung in städtebaulicher und verkehrsplanerischer Hinsicht vorantreiben. Finanziert wird die Zukunftsagentur mit EU-Fördergeldern und aus dem Bund-Länder-Programm „Aktionsraum Plus“.

Schon als das Hochhaus-Wohnquartier Marzahn I Ende der Siebzigerjahre erbaut wurde, war der Helene-Weigel-Platz als städtisches Zentrum mit Rathaus vorgesehen. Gelegen ist er an der Nordostecke der Kreuzung Allee der Kosmonauten / Märkische Allee. Infrastrukturell steht er selbst im berlinweiten Vergleich wieder gut da: Es gibt in der direkten Umgebung eine Schwimmhalle, eine Poliklinik, den S-Bahnhof Springpfuhl, eine Postfiliale, den „Center am Helene-Weigel-Platz“ mit Zahnärzten, Super- und Drogeriemarkt sowie weiteren Einzelhändlern. Zur Vitalisierung trug auch die Wiederherrichtung des Bereichs um den Brunnen der Generationen und des angrenzenden Springpfuhlparks bei.

Westen schöner als Osten

Während auf der Westseite des Platzes einiges geschehen ist, fällt der Ostteil dagegen noch ab. Anlieger kritisieren vor allem den Zustand der öffentlichen Verkehrsflächen und ein ungenügendes Wegenetz. Der Parkplatz neben dem Ärztezentrum birgt daher Gefahren für Fußgänger, wie auch Oleg Peters, Leiter der Zukunftsagentur, einräumt. Um die Lage in diesem Bereich zu verbessern, wurde vom Bezirksamt ein städtebauliches und verkehrsplanerisches Nutzungskonzept in Auftrag gegeben, das am Ende des ersten Quartals 2013 vorliegen soll. Die Finanzierung möglicher Baumaßnahmen ist allerdings noch offen. Zur Begleitung der Neugestaltung tagt regelmäßig eine Steuerungsrunde mit Vertretern des Bezirksamts und der Zukunftsagentur, Planern, Eigentümern, und Gewerbetreibenden.

Ein Knackpunkt bei den Planungen könnte nach Ansicht von Oleg Peters auch das ehemalige Rathaus am Platz sein. Mit dem Umzug des Bürgeramts und anderer Fachabteilungen hat sich der Publikumsverkehr dort stark reduziert. Daher ist fraglich, ob die Finanzmittel für die dringend notwendige Sanierung des nicht unmodern wirkenden Klinker-Plattenbaus aufzutreiben sind.

Die Zukunftsagentur Helene-Weigel-Platz möchte selbstverständlich auch den ‚einfachen Bürger‘ miteinbeziehen. Wenn das Nutzungskonzept für die Ostseite vorliegt, soll es eine Informationsveranstaltung geben. Und für den 15. Juni ist ein großes Fest geplant, mit dem auch das 35-jährige Jubiläum des Platzes zelebriert wird.

Weitere Infos zur Zukunftsagentur Helene-Weigel-Platz gibt es unter www.helene-weigel-platz.com

Foto Galerie

Zukunftsagentur für Helene-Weigel-Platz, Helene-Weigel-Platz, 12681 Berlin

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