QIEZ-Experte Prof. Dr. Sinis

Brustoperationen - was Sie wissen sollten

Brustoperationen - was Sie wissen sollten
Dr. Sinis erklärt die Vor- und Nachteile von Silikonimplantaten. Zur Foto-Galerie
Schmargendorf - Seit über zehn Jahren gehört unser Medizin-Experte Prof. Dr. med. Nektarios Sinis zu den führenden Spezialisten für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Berlin. Er betreibt eine Privatpraxis in Schmargendorf und informiert unsere Leser ab sofort über neueste Entwicklungen und Erkenntnisse in seinem Fachbereich. Diesmal: Alles Wissenswerte zum Thema Brustoperationen.

Vor zwei Jahren waren sie ein großes Thema: Minderwertige Silikonimplantate eines französischen Herstellers, die jahrelang Hunderttausenden von Frauen in die Brust implantiert wurden. Statt hochwertiger Silikone wurden billige Industrie-Silikone eingesetzt – mit teilweise fatalen Folgen. Die Implantate rissen und führten zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Augenzeuge wurde ich vor zwei Jahren, als eine Patientin, bei der das minderwertige Silikon eingesetzt wurde, zu mir in die Praxis kam. Der „Silikon-Skandal“ führte zu einer strikteren Prüfung der eingesetzten Silikone und sensibilisierte Frauen, sich bei geplanten Brust-OPs eingehender zu informieren. Nichtsdestotrotz hat sich kein Material als sicherer und biologisch unbedenklicher für Brustoperationen herausgestellt als das Silikon in Implantaten.

Billig kann teuer werden

Brustvergrößerungen zählen in der Ästhetischen Chirurgie zu den häufigsten Eingriffen. Das anvisierte Ziel ist meist eine kleine Brust aufzubauen, sie zu vergrößern oder die Form und Spannung des Gewebes positiv zu verändern. Zahlreiche Experten empfehlen sich und locken mit verhältnismäßig günstigen Brust-OPs. Natürlich scheint es erst einmal verführerisch, für eine Brust-OP nur 3.000 Euro zu bezahlen. Aber Vorsicht, es gibt Faktoren, auf die zu achten ist. Sollte man sich für eine Operation mit Brustimplantaten entscheiden, lassen Sie sich im Vorfeld von dem Chirurgen Ihres Vertrauens genau ins Bild setzen, wie die Operation geplant ist!

Eine nicht unerhebliche Entscheidung: Wo wird das zukünftige Implantat platziert? Aus medizinischer Sicht ist es sinnvoll, das Implantat unter den Brustmuskel zu platzieren – und nicht wie so oft praktiziert gleich an die Brustdrüse. Die Dauer der Operation verlängert sich, wenn das Silikon unter dem Muskel positioniert wird, gewährleistet aber bei diesem Verfahren, dass der Muskel eine gute Durchblutungssituation vorfindet und das Implantat geschützter liegt. Dadurch verringert sich die Gefahr, dass das Implantat als Fremdkörper identifiziert wird und sich sogenannten Kapselfibrosen bilden. Außerdem ist es von außen nicht direkt zu ertasten.

Für die Brustvergrößerungen stehen verschiedene operative Zugänge zur Verfügung, ebenso wie die Implantate nach Form, Gel, Höhe und Oberfläche unterschieden werden. Bei Silikonimplantaten ist der Silikonkern mit einem Gel gefüllt und von einer äußeren Silikonhülle ummantelt. Dadurch ergibt sich eine geschmeidige, gleitende Oberfläche, die eine natürliche Beschaffenheit aufweist.

Nachteile von Kochsalzimplantaten

Eine weitere Methode zur Brustvergrößerung stellen Kochsalzimplantate dar. Lange Zeit wurde diese Methode in den USA bevorzugt, da man befürchtete, dass sich bei Silikonimplantanten Silikone im Körper der Anwenderinnen ablagern könnten. Langzeitstudien und klinische Ergebnisse haben diese Behauptung widerlegt und auch bewiesen, dass Frauen mit Silikonimplantanten weder erhöhte Silikonwerte im Blut, Urin oder gar der Muttermilch aufweisen.

Die Implantate müssen sich gut anfühlen ...
Das Verfahren mit Kochsalzimplantaten hat jedoch einige Nachteile, wobei der schwierigste Faktor darin besteht, dass die Implantate erst am Operationstisch mit Kochsalz gefüllt werden. Dies birgt die Gefahr, dass immer ein kleines bisschen Restvolumen an Luft in den Implantathüllen verbleiben kann – dies muss nicht, kann aber zu einem Gluckern führen oder, im schlimmsten Fall, zu einem sogenannten Rippling Effekt. Dieser äußerst sich so, dass die Oberfläche des Implantates nachgibt und sich leichte Wellenformen oder Unregelmäßigkeiten auf der Hautoberfläche spiegeln können. Das Phänomen des Ripplings gab es zu früheren Zeiten bei den Silikonimplantaten auch, da die Silikongele in ihrer Konsistenz wesentlicher flüssiger waren. Heutzutage hat man die Gele so perfektioniert, dass sie eine dickflüssigere Beschaffenheit haben, die dann im Tasterlebnis an eine „echte“ Brust denken lassen.

Für welche Methode Sie sich letztlich entscheiden – informieren Sie sich eingehend, investieren Sie Zeit und wenn nötig auch etwas Geld in ein Beratungsgespräch, es ist gut angelegt. In dem Gespräch können Sie alle Fragen und Bedenken besprechen und erhalten auch ein Gefühl, ob Sie in guten Händen sind.

Dieser Text wurde uns zur Verfügung gestellt von Prof. Dr. med. Sinis, Leiter der Privatklinik Sinis Aesthetics in Berlin-Schmargendorf.

Foto Galerie


Quelle: externe Quelle

Sinis Aesthetics - Privatpraxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Rheinbabenallee 18, 14199 Berlin
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