Bauprojekt 52° Nord

Neues Uferquartier für Grünau

Neues Uferquartier für Grünau
So idyllisch soll es bald auf dem Areal am Grünauer Dahmeufer aussehen, das jahrelang brach lag.
Grünau – Im Mai hat der Bezirk Treptow-Köpenick den Baubeginn für das neue Wohnquartier am Dahmeufer endlich abgesegnet. Auf der bisherigen Brache an der Regattastraße sollen bis zu 800 neue Wohnungen entstehen. Außerdem sind eine Kita, ein Ufer-Radweg, eine künstliche Wasseranlage und Grünflächen geplant.

Schon seit 20 Jahren liegt das Grundstück an der Regattastraße 11 bis 35 brach. Früher stand dort eine Chemiefabrik, nach der Sanierung von Boden, Grundwasser und der Uferwand ist die Fläche nun wieder bewohnbar. Das Pförtnerhäuschen der früheren Fabrik ist zum Beratungsbüro der BUWOG Gruppe geworden, die die Zukunft am Grünauer Dahmeufer plant. Über 1.500 neue Bewohner will sie in bis zu 800 neue Wohneinheiten locken. Wie viele es am Ende wirklich werden, das entscheiden jetzt die Käufer der einzelnen Wohnungen, ihre Bauwünsche und die noch ausstehenden Genehmigungen für die kommenden Baustufen.

Penthouses, Maisonette-Wohnungen und eine künstliche Wasseranlage

Klar ist: Das Quartier mit dem Namen „52° Nord“ wird in Abschnitten gestaltet. Herzstück wird das so genannte „Seefeld“ sein, eine künstliche Wasseranlage auf dem zentralen Quartierplatz, umgeben von Wohnungen und Reihenhäusern. All ihren Bewohnern werden Blick aufs Wasser, Balkon oder Terrasse und eine Tiefgarage versprochen. Durch die umliegenden Spielstraßen gelangt man zu den restlichen Wohnungen und Stadthäusern, zu den Spielplätzen auf dem Gelände, zum quartiereigenen Kindergarten oder zum Bäcker, der als einzige Gewerbeeinheit auf dem 10 Hektar großen Areal geplant ist. Und natürlich ist auch der Weg ans Ufer der Dahme kurz, das einen neuen, öffentlichen Rad- und Wanderweg bekommen soll.

Doch auch außerhalb der Quartiersgrenzen erwartet die künftigen Grünauer eine Menge: „Köpenick hat jetzt schon einen hohen Zuzug“, erklärt Barbara Lipka, Pressevertreterin der BUWOG Group. Der Bezirk biete nämlich mehr als schöne Natur: „Hier gibt es eine coole Infrastruktur. Zum Beispiel einen tollen Tapas-Laden in der Altstadt, viele schöne Cafés und eine große Kulturszene. Da muss man vielleicht auch mal einen zweiten Blick riskieren“, weiß sie.

Die Wärme kommt aus der Dahme

Für „52° Nord“ dient die schöne Umgebung nicht nur der Erholung, sie sorgt auch für ein nachhaltiges Energiekonzept. Der größte Teil der Wärme fürs Quartier soll CO2-frei und durch ein privates Blockheizkraftwerk produziert werden; sogar die Umweltwärme der Dahme wird genutzt. Etwas Neues ist auch die Einrichtung eines Quartierservice, der sich um kleine Wünsche der Neu-Grünauer kümmern soll – ob man einen Schlüssel hinterlegen oder seine Wäsche abgeben möchte. Flussblick am Stadtrand, ein eigener Wohnservice und moderne Technik, das klingt erst mal ganz schön teuer. Die BUWOG Gruppe hofft aber laut eigenen Angaben auf eine gemischte Bewohnerstruktur – es soll auch günstige Drei- bis Vierraumwohnungen zur Miete geben. Wie viele, wird sich mit den kommenden Bauabschnitten zeigen.

Baustadtrat Rainer Hölmer jedenfalls ist von dem Konzept überzeugt: „Die Bebauung der seit Jahren vorhandenen Brachfläche beseitigt einen städtebaulichen Missstand und wird darüber hinaus dringend benötigten Wohnraum in einer attraktiven Ortslage schaffen“, findet er. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Bagger rollen, damit im April 2017 der erste Teil des Seefeldes fertig ist. Dann sollen neun weitere Baustufen folgen. Und wenn alles klappt, ist das Quartier im Jahr 2022 endgültig fertig. Ob sich dann Grünau zum Hotspot am Stadtrand mausern wird?

Neues Uferquartier für Grünau, Regattastraße 20, 12527 Berlin
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