Ausstellung zum Ex-Sanierungsgebiet

"Teute" heute

Der Teutoburger Platz: Links das ehemalige Schutzhaus, heute Platzhaus genannt, rechts der Spielplatz, der mit rund 2000 m² fast ein Viertel der Gesamtfläche des Platzes einnimmt.
Der Teutoburger Platz: Links das ehemalige Schutzhaus, heute Platzhaus genannt, rechts der Spielplatz, der mit rund 2000 m² fast ein Viertel der Gesamtfläche des Platzes einnimmt.
Teutoburger Platz – Einst vom Senat als Sanierungsgebiet deklariert, hat sich in dem 8000 m² großen Park zwischen den Stadtteilen Prenzlauer Berg und Mitte in den letzten zwei Jahrzehnten städtebaulich so Einiges getan. So viel, dass dem Kiez das unschöne Etikett im März dieses Jahres offiziell wieder abgesprochen wurde. Die Ergebnisse und der Prozess der 18-jährigen Rundumerneuerung sind ab dem 13. September Gegenstände einer Ausstellung.

Im 19. Jahrhundert erbaut, zählte das Viertel rund um den Teutoburger Platz – im Volksmund kurz „Teute“ genannt – bereits um die Jahrhundertwende zu den am dichtesten besiedelten Stadtgebieten Berlins. Da die gründerzeitlichen Wohnbauten sich zu Beginn der 90er Jahre jedoch in einem schlechten baulichen Zustand befanden (ein Viertel der Wohnungen hatte kein Badezimmer und nahezu alle Wohnungen wurden durch Kohleeinzelöfen beheizt) und das Gebiet insgesamt technische und infrastrukturelle Defizite aufwies, war es an der Zeit für umfangreiche Rekonstruktions- und Sanierungsmaßnahmen.

Als eines von 22 Gebieten wurde der „Teute“ 1994 daher Teil des ersten Gesamt-Berliner Stadterneuerungsprogramms und erhielt umfangreiche Mittel der Städtebauförderung. Mit diesen und der Unterstützung zahlreicher Akteure wurden allmählich der Leerstand von Wohn- und Gewerbebauten beseitigt, Schulen und Kindertagesstätten saniert, Grün- und Spielflächen aufgewertet sowie der öffentliche Straßenraum ausgebessert und mit sozialen und kulturellen Einrichtungen ausgestattet.

Was lange währt, wird endlich gut

Ein Einsatz, der sich gelohnt hat: Im Laufe der Zeit hat sich das Quartier wieder zu einem attraktiven und nachgefragten Wohnort entwickelt und gilt seit dem 13. März 2013 offiziell nicht mehr als Sanierungsgebiet. Die wesentlichen Ziele sind heute erreicht und weitere wichtige Projekte vorbereitet. Zeit also, dem gemeinsamen Engagement aller Beteiligten zu danken und in einer Ausstellung das Erreichte zu präsentieren.

Diese wird am Freitag, den 13. September, um 13.30 Uhr vom Pankower Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Jens-Holger Kirchner (B‘90/Grüne), und Maria Berning, Referatsleiterin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, eröffnet. Ort des Geschehens ist die Galerie Aedes am Pfefferberg auf dem Areal der ehemaligen Brauerei Pfeffer in der Christinenstraße 18-19. Zu der Veranstaltung laden das Bezirksamt Pankow, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, die S.T.E.R.N. GmbH und Aedes Berlin herzlich ein.

Die Ausstellung kann bis zum 17. Oktober kostenfrei besucht werden. Geöffnet ist Dienstag bis Freitag von 11.00 – 18.30 Uhr, Samstag und Sonntag von 13.00 – 17.00 Uhr.

Aedes am Pfefferberg, Christinenstraße 18, 10119 Berlin

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