Beachvolleyball-Hype

Baggern erlaubt

Baggern erlaubt
Auch auf der stadtweit größten Beachvolleyball-Anlage, dem BeachMitte am Nordbahnhof, wird fleißig trainiert.
Beachvolleyball zählt zu den Lieblingssportarten im Sommer. Sandareale sind in der ganzen Stadt verteilt, das größte steht am Nordbahnhof. Besonderes Highlight: Bis Sonntag liefern sich die weltweit besten Teams, darunter auch acht Berliner, einen Wettkampf in der Waldbühne.

Dumpf klatscht es auf allen Seiten. Bälle prallen auf Unterarmen ab, werden von Handflächen geschlagen. 8000 Tonnen Sand, mitten in der Stadt. Beachvolleyball gehört zu den angesagtesten Sportarten des Sommers. Die Anlage am Nordbahnhof auf der Freifläche hinter der einstigen Grenzmauer ist mit 49 Feldern die größte der Stadt. Anfänger, Freizeitvolleyballer und auch Profis sausen durch den 16 mal acht Meter-Sandkasten. In der Waldbühne in Westend und auf eigens aufgebauten Beachvolleyballfeldern rundum kämpfen unterdessen bis Sonntag die weltbesten Profis um den Sieg. Auch acht Berliner sind dabei.

Ein Weißenseer beim Grand Slam

Kay Matysik aus Weißensee ist einer von ihnen. Der 32-Jährige freut sich aufs Heimspiel. „Die Waldbühne kannte ich bisher nur von Konzerten“, meint er. „Das ist eine Riesenmöglichkeit, mit der Sportart was Großes auf die Beine zu stellen in Berlin.“ Gerade erst hat Matysik mit seinem Partner Jonathan Erdmann die Teilnahme an den Olympischen Spielen in London perfekt gemacht.

Am Samstagabend beim Männerfinale wollen die Veranstalter einen Weltrekord knacken: Erstmals sollen mehr als 18.000 Zuschauer bei einem Beachvolleyballspiel zugucken. Mit über 22.000 Plätzen ist im Stadion sogar für noch mehr Fans Platz. Vor dem Finale stehen die Berliner Reggaepopper Culcha Candela auf der Bühne, auch ein Modelcasting findet statt.

Ausgebuchte Plätze, nicht nur in Mitte

Längst ist Beachvolleyball massentauglich und eine Art Lifestyle geworden: Sand, Sonne, Körperkult und Strandbars gehören zu den meisten Plätzen. In ganz Berlin sind massig Areale verstreut, draußen, drinnen, mit Flutlicht, mit Lehrern für Trainerstunden, mit Turnieren. Im Sommer hat man oft Probleme, spontan einen freien Platz zu finden.

So ist BeachMitte am Nordbahnhof unter der Woche sogar häufig schon um 18 Uhr ausgebucht. „Dann kommen langsam die Leute aus den Büros“, sagt Mitarbeiter Martin Czerwinski. Für Pausen stehen Liegestühle bereit und es lockt die neue Bar im weißen Zelt, das früher am damaligen Bundespressestrand stand. Laut Profi Matysik existiert „eine sehr große Szene in Berlin“. Der Weißenseer fing 1998 mit Volleyball und Beachvolleyball an. „Das sind zwei ganz verschiedene Sportarten“, erklärt er. In der Halle müsse man Spezialist auf einer Position sein, es komme auf die Taktik an. Im Sand zählten das individuelle Können und die Athletik.

Beachvolleyball Grand Slam, Waldbühne, Westend, www.grandslamberlin.de. Am Freitag ab 8 Uhr (Eintritt ab 14 Uhr: 5 Euro). Samstag ab 11 Uhr, ab 20 Uhr Modelcontest, Konzert Culcha Candela, Männerfinale (ganztags 16 Euro). Sonntag ab 10 Uhr, Halbfinale und Endspiele Damen (5 Euro).


Quelle: Der Tagesspiegel

BeachMitte Beachvolleyballanlage, Caroline-Michaelis-Str. 8, 10115 Berlin

Telefon 0177 2806861

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