Kulinarisches Kino

Gabeln und Filmrollen im Speisekino Moabit

Gabeln und Filmrollen im Speisekino Moabit
Multisensual: Im Speisekino Moabit trifft Augen- auf Gaumenschmaus. Zur Foto-Galerie
Westhafen - Popcorn, Nachos, Eis: Das ist für gewöhnlich das kulinarische Standardrepertoire des "Otto Normalkinobesuchers". Anders im Speisekino Moabit, denn hier ist der Name wortwörtlich Programm. Fernab von Popcorn-Kino gibt es an diesem besonderen Ort erst Leckeres gegen den Hunger, anschließend was fürs Hirn – und da darf es ruhig auch mal etwas schwerere Kost sein.

Im ehemaligen Güterbahnhof Moabit, der das Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZKU) beheimatet, ist das wohl kulinarischste Kino Berlins zu finden. Bevor die Filmrolle eingelegt wird, gibt es im Speisekino Moabit erst einmal eine Runde Essen. Der Clou dabei: Die anschließenden Filme des „allfreitäglichen“ Events drehen sich alle ums Essen, genauer noch: um ebenjene Speisen, die vorher noch auf dem Teller lagen. Die Betreiber haben ihr Konzept in der Formel „Filme zum Essen und Essen zum Film“ zusammengefasst.

Aktuell hat das Kino die Sommersaison eingeläutet, will heißen: zwischen Juni und September werden die Filme im großen, angeschlossenen Stadtgarten – mit 15.000 qm kann definitiv kein Vorgarten mithalten – gezeigt. Bei Regenwetter wird auf die überdachte Terrasse ausgewichen. Auch die kann sich sehen lassen.

Passend zur Fußball-WM findet in den kommenden Wochen dreimal die Veranstaltung „Foodball – Kochen nach Flaggen“ statt. Neben den tagesaktuellen WM-Spielen gibt es zusätzlich ein abgeschmecktes Kurzfilmprogramm. Außerdem laufen unter anderem Bettina Blümners „Prinzessinnen Bad“ – wie hier wohl die kulinarische Umsetzung aussehen wird? – und das Honigkino. Hier warten dann entsprechend Bienenfilme und Honigspeisen. Außerdem Appetitanreger (um die Wortspiele endgültig auszureizen): Der Eintritt kostet nichts. Nur wer Hunger mitbringt, darf und kann für schlappe fünf Euro das Menü zum Film bestellen.

Der offizielle Startschuss für die Freilichtsaison fällt heute Abend: Es stehen Filme und Speisen auf dem Programm, die die vielschichtigen Zusammenhänge zwischen Kultur und Esskultur beleuchten. Schon um 18 Uhr wird eine begleitende Ausstellung eröffnet, die Filme laufen ab 21:30 Uhr. Weitere Infos und alle Veranstaltungen des Sommerprogramms findet ihr hier.

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Foto Galerie

ZK/U, Siemensstraße 27, 10551 Berlin
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