Gastro-Tipp

Neu in Friedrichshain: japanisch inspirierte Gerichte zum Teilen in der Brasserie Dandelion

Brasserie Dandelion
Das auf der trubeligen Warschauer Straße gelegene Restaurant lockt mit luftig-cleanem Ambiente und aufregender Kulinarik Foodies in den Friedrichshainer Ausgehkiez. Seit Februar 2024 genießt du in der Brasserie Dandelion Katsu Sando, TanTan Ramen, Carbonara mit Udon-Nudeln und vieles mehr …

Japanisch, jamaikanisch, italienisch oder doch Fusion? Die Frage, welche Länderküche in der neuen Brasserie Dandelion serviert wird, lässt sich nicht so leicht beantworten. Die Hauptsache ist ja, dass es verdammt gut schmeckt. Aber erst mal von Anfang: Inhaberin Qingqing Hu ist eigentlich keine Gastronomin, sondern Architektin und als solche für die Inneneinrichtung von Restaurants verantwortlich. Als sie beauftragt wurde, die Räumlichkeiten in der Warschauer Straße zu gestalten, ahnte die geborene Chinesin nicht, dass sie selbst bald dieses Lokal betreiben würde. Die Hausverwaltung fand nämlich kein passendes Konzept und so entschied sich Qingqing, es selbst zu versuchen. Tatsächlich konnte sie mit ihrer Idee überzeugen.

In dem Jamaikaner Troy Lopez, der jahrelang erfolgreich das Rosa Caleta in Kreuzberg führte, fand sie einen Küchenchef, der ihre Vision teilt: einen Ort zu schaffen, der den Gästen mehr als nur exzellentes Essen bietet. Für die beiden bedeutet Essen nämlich nicht nur Genuss, Essen kann Kindheitserinnerungen wachrufen, es ist Kultur, Heimat, eine Form des Ausdrucks und der Kommunikation. So mussten Qingqing und Troy feststellen, dass sie sehr unterschiedliche Vorstellung davon hatten, was ein gutes frittiertes Hühnchen ausmacht.

Ein wenig Jamaika, ein wenig Japan: Das Katsu Sando in der Brasserie Dandelion.

„Für sie war das Fleisch nicht saftig genug, während es mir noch nicht gar vorkam, dann war es entweder zu trocken oder nicht richtig knusprig“, sagt der Küchenchef, der vor allem für seine Expertise in jamaikanisch-europäischer Fusion-Küche bekannt ist. „Es hat lange gedauert, doch irgendwann sind wir uns einig geworden“, schmunzelt Qingqing. Das Ergebnis kannst du nun in der Brasserie genießen. Auf nur eine Länderküche wollten sich die beiden nicht festlegen. Die Basis ist zwar immer japanisch, doch sie lassen sich beständig von zahlreichen internationalen Einflüssen inspirieren. Auch die beiden unterschiedlichen Biografien finden sich in der Küche wieder: Troy hat in New York und Paris gelebt, während Qingqing nach ihrem Umzug aus China den größten Teil ihres Lebens in Berlin verbracht hat. Qingqings chinesischer Vater war leidenschaftlicher Hobbykoch und hat, wann immer er konnte, Festliches für Familie und Freunde aufgetischt – von ihm hat sie viel gelernt.

Der minimalistische und lichtdurchflutete Gastraum der Brasserie Dandelion mit hellgrünen Holzstühlen, einem schicken Terrazzo-Boden und vielen Pflanzen beeindruckt durch Leichtigkeit, Energie und Leben. Die Gerichte sind zum Teilen gedacht und so starten wir mit einer bunten Auswahl an Vorspeisen in den Abend. Der Salat aus Babyspinat und Wakame (6,80 Euro) mit dünn geschnittenen roten Zwiebeln, eingelegten Schalotten und Sesam-Dressing ist frisch und süßlich im Geschmack. Die knusprigen, japanischen Enoki-Pilze (6,80 Euro) im leichten Tempura-Teig mit Chili und Frühlingszwiebeln erhalten dank Tsuyu, eine auf Dashi basierenden Sojasoße, den perfekten Umami-Kick. Das Karaage-Hühnchen (7,80 Euro) ist perfekt gegart: außen knusprig und innen wunderbar saftig. Wenn du es in die hausgemachte Dandelion-Knoblauch-Chili-Mayonnaise dippst, wird das Erlebnis perfekt.

 

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Als Hauptspeise nehmen wir die Tantan-Ramen (15,80 Euro), die dank der cremig-reichhaltigen Brühe mit Sojasprossen, Süßmais, Pak Choi und Ajitsuke Tamago, einem marinierten, weichgekochten Ei, von innen wärmen und für ein anhaltendes Wohlgefühl sorgen. Ein weiteres Highlight ist das Katsu-Sando (11,80 Euro), ein beliebtes japanisches Sandwich mit angenehm süßem Brioche-Toast, Limetten, knackigem Krautsalat und eingelegten Dandelion-Pickles. Küchenchef Troy besteht darauf, dass wir noch seinen hausgemachten Schokokuchen (4,80 Euro) probieren. Durch die dunkle Schokolade bekommt er eine kräftig-herbe Note und erhält dabei zugleich durch die Schokocreme eine angenehme Süße.

Da die Brasserie noch über keine Ausschankgenehmigung verfügt, musst du zunächst auf Alkohol verzichten, dafür überzeugen die hausgemachten Getränke aus Roter Beete oder Ingwer aber um so mehr. Gut zu wissen: In der Brasserie Dandelion finden regelmäßig Pop-ups, Kooperationen mit lokalen Künstler*innen oder Special Events mit Musik und soziokulturellem Anspruch statt. Natürlich geht es dabei auch immer um Kulinarik: Allein für die Reihe „Sunday Dinner“ oder auch für das „All You Can Eat Sandos“ lohnt sich der Weg nach Friedrichshain.

Brasserie Dandelion, Warschauer Straße 36, 10243 Berlin

Mobil 01573 4550027


Dienstag bis Samstag von 12:00 bis 22:00 Uhr

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