• Donnerstag, 07. Dezember 2017
  • von Redaktion

Top-Liste

Top 10: Schöner Wohnen am Stadtrand

  • Idyllisch Wohnen im Haus am Stadtrand
    Ruhe genießen mit der Option, jederzeit Großstadt zu erleben: Das geht, wenn man am Berliner Stadtrand wohnt. Foto: pixabay.com - ©TheoRivierenlaan

Die neue Landflucht nennen es die einen, nachhaltiges Wohnen oder familienfreundlicher leben die anderen. Wie auch immer: Die Wohngebiete am Berliner Stadtrand sind stark im Kommen. Wo es wirklich schön ist, verraten wir dir…

Köpenick

Hier muss man nicht lange suchen, um idyllische Orte zu finden. Köpenick bietet von allem mehr als genug: schöne Häuser, schöne Straßen, schöne Parks, schöne Wasserstellen und schönste Natur. Und dennoch ist Köpenick einer der am wenigsten besiedelten Stadtteile Berlins. Und das wird sich nicht ändern, denn gut 70 Prozent sind Wald- und Wassergebiete. Bebauung ausgeschlossen. Die Mietpreise liegen dabei nicht einmal über dem hauptstädtischen Durchschnitt von 9 Euro. Im Gegenteil: mit ca. 8 Euro pro Quadratmeter ist die Nettokaltmiete meist günstiger, bei Häusern kommst du auf ca. 10 Euro. Kaufen kannst du Wohnungen für etwa 2.650 Euro pro Quadratmeter. Dank S-Bahn-Anbindung bist du im Nu wieder dort, wo mehr Menschen unterwegs sind: 20 Minuten brauchst du bis zum Alexanderplatz. Mit dem Auto ist es zu den Hauptberufsverkehrszeiten leider nicht so einfach.


Buch

So offen wie ein Buch zeigt sich der gleichnamige Ortsteil Berlins nicht. Die dörflichen Strukturen sind auf Diskretion gewachsen, schließlich war Buch vor 100 Jahren noch die größte Krankenhausstadt Europas. Nein, im Ernst: Mit gemeinsamen Festen , Tagen der offenen Tür und dem stadtbekannten Event Lange Nacht der Wissenschaft verbinden sich auf angenehme Weise Bewohner und Menschen, die in den Kliniken und Forschungseinrichtungen arbeiten. Mit etwas Glück findest du ein Häuschen direkt am Bucher Forst, umgeben von großzügigen Parks und unzähligen historischen Bauten oder gar eine alte Stadtvilla. Durch das Klinikum gibt es aber auch bezahlbare Wohnquartiere unter 8 Euro pro Quadratmeter, die in den denkmalgeschützten Krankenhausarealen entstanden sind. Und rund um die Karower Chaussee gibt es günstige Wohngebiete, die von vier verschiedenen Wohnungsbaugesellschaften verwaltet werden, darunter die HOWOGE, die emsig saniert hat.


Werder

Bekannt ist das 700 Jahre kleine Örtchen am Wasser vor allen Dingen bei Laubenpiepern, die sich rund um die Havel angesiedelt haben, und Fans des alljährlichen Baumblütenfestes . Für Hauptstädter, die im Süden arbeiten, und für Potsdamer bietet Werder beste Wohnmöglichkeiten – egal ob du Neubau bevorzugst (etwa 10 Euro pro Quadratmeter) oder von einem kleinen Häuschen träumst: Für 100 qm zahlst du ca. 300.000 Euro. Werder boomt, rundherum entstehen neue Wohngebiete, alle in bester Lage, denn sowohl der historische Stadtkern als auch die Weinbaugebiete und die Siedlungen am Wasser sind traumhaft schön. Apropos Wasser: Neben der Havel erfrischen dich hier der Schwielowsee , der Glindower See und der Große Plessower See. Mit der Regionalbahn brauchst du eine dreiviertel Stunde vom Alex bis Werder, mit dem Auto zu den Hauptverkehrszeiten deutlich länger.


Henningsdorf

Zwei Wohnseelen wohnen auch in deiner Brust? Dann bist du in Henningsdorf richtig. Hier kannst du zum einen erholsame Spaziergänge durch den Teufelsbruch unternehmen oder dich am Idyll rund um den Nieder Neuendorfer See erfreuen, aber zum anderen auch in einem hochmodernen Neubaugebiet dein persönliches Familienglück finden. Darüber hinaus ist Henningsdorf ein Industriestädtchen mit den Schwerpunkten Stahl, Verkehrstechnik und Biotechnologie, so dass du dich auch arbeitsmäßig von Berlin befreien kannst. Die Wohnungsgenossenschaft Einheit und die Henningsdorfer Wohnungsbaugesellschaft können dir helfen, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Laut Mietspiegel gibt es Altbauten für etwa 5,70 Euro netto kalt, Neubauten ab 1990 liegen bei gut 7 Euro pro Quadratmeter.


Falkensee

Schon in den legendären 1920er Jahren genossen die Berliner gern das pralle Großstadtleben, um dann am Stadtrand nach Erholung zu suchen. Falkensee galt damals als der Hot-Spot für Sommerhausbesitzer. Heute zeigt sich der Stadtteil im Nordwesten Berlins als einer der attraktivsten Kompromisse, wenn man ländliche Naturschönheiten mit Hauptstadtflair verbinden möchte. Die Anbindung ist in alle Richtungen mit Straßen- und VBB-Verbindungen gesichert. Spandau und Charlottenburg liegen quasi um die Ecke, zum Flughafen Tegel brauchst du 30 Minuten und auch Richtung Potsdam stehen dir alle Wege offen. Gerade bei Familien steht Falkensee im Aufwärtstrend, und sogar Großeltern fühlen sich hier so heimisch, dass sie nachziehen. Die Dichte an Ein-und Zweifamilienhäusern ist hier mit 80 Prozent der Bebauung entsprechend groß, aber nicht so günstig wie weiter draußen. Die einflussreichste Wohnungsgesellschaft ist die Gegefa. Ein Schnäppchen findet man in Falkensee nur mit Glück, allein die Kleinstwohnungen bis 30 qm liegen mit 13 Euro weit über dem Berliner Durchschnitt. Aber keine Sorge, je größer die Wohnung desto günstiger die Miete: Ab 200 qm gelten 7 Euro als Richtwert.


Eberswalde

Die grüne Stadt im Barnimer Land macht der Hauptstadt deutlich Konkurrenz, denn hier gibt es eigene Spezialitäten wie den Spritzkuchen und die Würstchen , einen Familiengarten und Forstbotanischen Garten, die locker das hauptstädtische IGA-Gelände ersetzen, und sogar einen eigenen Eberswalder Zoo mit gut 1.500 Tieren von fünf Kontinenten. Für Liebhaber modernen Wohnens bietet die WHG Neubauten in den Michaelisgärten schmucke Townhouses, die zentrumsnah mit cooler Architektur begeistern. Mangel an günstigen Wohnungen gibt es auch nicht, mit rund 5,50 Euro pro Quadratmeter liegt Eberswalde sogar unter dem Brandenburger Schnitt, von den Berliner Wuchermieten ganz zu schweigen. Mit einer guten Stunde Fahrtzeit musst du rechnen, wenn du mit dem Auto oder der Bahn in die Hauptstadt reisen willst. Vom Bahnhof Gesundbrunnen sind es 45 Minuten. Dafür sparst du dir Fahrtzeit am Wochenende, weil du wunderbare Ausflugsziele mit dem Rad erreichen kannst.


Kladow/ Gatow

Von der Gründerzeitvilla bis zum Fertighaus ist im Südwesten der Stadt alles zu haben. Kladow und der Nachbarortsteil Gatow präsentieren sich gern als das Wohnparadies für jedermann. Auf dem Flugfeld reihen sich moderne Häuser für Familien aneinander und bieten mit ihren verkehrsberuhigten Zonen Kindern Freiheiten. Um den See versammelt sich gutsituiertes Bürgertum, in der Finnenhaussiedlung findet man Zugezogene aus Ostblockstaaten in der zweiten Generation. Die Holzfertighäuser wurden in den 1950er Jahren von Finnland gestiftet, als (nicht ganz freiwilliger) Beitrag zum Wiederaufbau Berlins, und sind heute sehr begehrt, weil sie im Verhältnis das Wohnen im Grünen zu günstigen Preisen bieten. Auch wenn der Wohnraum hier eher teuer ist, zieht Kladow immer mehr Großstädter an. Als ehemaliger Westbezirk, der einst den Bonner Regierungsbeamten schmackhaft gemacht werden sollte, ist alles sehr gepflegt und dabei mit durchschnittlich 10 Euro pro Quadratmeter günstiger als Dahlem, Grunewald und Schmargendorf – alle um die 12 Euro.


Strausberg

So weit weg und doch so nah. Die Stadt im Märkisch-Oderland ist dank der S5 direkt mit Berlin verbunden. Das große Wald- und Seengebiet, das Strausberg umgibt, bietet neben abwechslungsreichen Wassersportmöglichkeiten und tollen Wanderrouten sogar eine Flugschule und Ausflüge mit dem Ballon. Doch ganz so friedlich war es hier nicht immer: Die Geschichte Strausbergs ist militärisch geprägt. Die ehemalige Garnisonsstadt, die schon im 18. Jahrhundert Erwähnung fand, wurde in der NS-Zeit zum Standort einer Munitionsfabrik inklusive Kasernen und Flugplatz, in der DDR fand das Ministerium für Verteidigung hier seinen Sitz. Noch heute nutzt die Bundeswehr diesen Standort. Der Vorteil dieser Historie ist, dass die Instandhaltung der Stadt seit jeher finanziert wurde. Heute sind es vor allem die Neubau-Gebiete, die junge Familien anziehen. Die sanierten Plattenbauten am Waldrand in Marienberg und Herrensee sind ein Geheimtipp. Mit gut 6 Euro pro Quadratmeter ist Wohnen hier noch günstig, allerdings ist die Tendenz steigend.


Trebbin

In Trebbin ist der Spaß zu Hause. Das Örtchen, das sich Stadt nennen darf, wurde durch Hans Clauert bekannt, dem märkischen Eulenspiegel. Heute findet man Trebbin sogar im Guinness Buch der Rekorde als Ausrichter für das größte Freiluft-Dame-Spiel der Welt. Wer noch weitere gute Gründe braucht, um nach Trebbin zu ziehen, dem seien die Naturparks Glauer Tal und Nuthe-Nieplitz ans Herz gelegt. Wohnen kannst du hier zentral zwischen alten Kirchen und idyllischen Plätzen, in modernen Siedlungen oder du baust du am Stadtrand selbst ein trautes Heim. Während die kleinen Wohnungen bis 30 qm mit 7 Euro recht teuer sind, findest du geräumigere Bleiben ab 5 Euro pro Quadratmeter. Damit liegt Trebbin unter dem Brandenburger Durchschnitt – von Berlin ganz zu schweigen. Falls du dich schon mal näher mit deiner neuen Heimat beschäftigen willst, lade dir die Trebbin App runter, dann weißt du, was hier läuft und die Menschen bewegt.


Ludwigsfelde

Die recht junge Stadt im Süden Berlins versucht mit Moderne statt Historie zu punkten. Wer hierher zieht, erhält ausreichend Platz für einen schmucken Neubau, genügend Kita-Plätze, alle Schulformen, Museen , eine Bibliothek und verschiedenste Freizeitmöglichkeiten. Damit ist klar, wer in die kleine Industriestadt ziehen soll: Familien mit Kindern, die Ludwigsfelde auch in Zukunft lebenswert machen. Dafür wird sogar von offizieller Seite Geld in die Hand genommen. Als Tor zur Natur bietet die moderne Stadt nicht nur Kiefernwälder und Seen für klassische Wanderer, Radler oder Bader, sondern in nächster Nähe auch Wakeboarding-Anlagen, ein Skater-Paradies und Hydro-Bike-Anbieter. Kaum eine andere Stadt verbindet zudem so gekonnt traditionelle Landwirtschaft und aufstrebende Raumfahrttechnik miteinander. Die Mieten liegen bei etwa 7 Euro pro Quadratmeter, die Häuserpreise steigen, allerdings sind die Anbindungen durch die A10 und die B101 exzellent. Die Bahn braucht eine halbe Stunde bis zum Berliner Hauptbahnhof.
 

Quelle: QIEZ
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