• Dienstag, 30. April 2013
  • von N. Triantafillou, P. Paul

QIEZ-Lieblinge

Die besten Ausstellungen im Mai

  • Kunsthalle Deutsche Bank Aisha Khalid und Imran Quereshi
    Die neue Kunsthalle der Deutschen Bank Unter den Linden eröffnet mit einer Ausstellung von Imran Quereshi. Im Bild ist der Künstler mit Kollegin Aisha Khalid zu sehen. Foto: André C. Hercher - ©André C. Hercher

Berlin gilt als die Kulturhauptstadt der Republik. Jeden Monat buhlen zahllose Ausstellungen um Besucher - im großen Museum ebenso wie in Kleinstgalerien. QIEZ macht Ihnen die Auswahl etwas leichter und präsentiert die Highlights im Mai. Neben einem alten Pharao in einer detailgetreu nachgebauten Grabkammer gibt es unter anderem urbane Fotografie und die Wohnung der Zukunft zu sehen.

Aus Ernst wird Spaß ... das Ironische in der Kunst (Mitte)

Die Ironie hat den Menschen schon immer geholfen, Unbequemes auszusprechen oder auszudrücken, ohne Repressalien fürchten zu müssen. Auch in die Kunst hat sie immer wieder Eingang gefunden. Der Deutsche Künstlerbund zeigt nun in seinem Projektraum eine Ausstellung, die zeigt, in welch unterschiedlichen Facetten dies geschehen kann. Die Kunstwerke - Bilder, Objekte, Fotos und Videos - fordern den Beobachter heraus. Dieser muss für sich selber entscheiden, wo die Ironie beginnt. Beteiligt sind über 120 Künstlerinnen und Künstler. Konzipiert wurde die Ausstellung von Jochem Ahmann aus Bochum und Ulrich Langenbach, Siegen.

Wann: bis 14. Juni 2013, Dienstag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr
Weitere Infos: www.kuenstlerbund.de

Tutanchamun (Alt-Treptow)

Auf rund 4000 Quadratmetern Ausstellungsfläche in der Arena Treptow wurde das Grabmal des ägyptischen Pharaos Tutanchamun detailgetreu nachgebaut. In der Kammer sind Särge, vergoldete Schreine und die Goldmaske des Pharaos zu sehen. Die Besucher sollen ein authentisches Gefühl dafür bekommen, was der Archäologe Howard Carter im Jahr 1922 empfunden hat, als er das Original-Grab zum ersten Mal betreten hat. Neben den Objekten gibt es viele Grafiken und Filme, die über die Geschichte Ägyptens und das Leben des Pharaos aufklären. Die Ausstellung war unter anderem schon in Paris, Madrid und Seoul zu sehen und zog bereits über vier Millionen Besucher an. Lesen Sie hier mehr dazu.

Wann: bis 1.September 2013, täglich von 10 bis 18 Uhr
Wie viel: ab 9 Euro  
Weitere Infos: www.tut-ausstellung.com
 

Fotoausstellung "Berlin, Berlin - Ein Atlas der Analogien" (Neukölln)

Urban und nicht inszeniert sind die Fotografien von Jan Bölsche und Harriet Wolff. Ihre Bilder sind Berliner Momentaufnahmen und besitzen doch globale Gültigkeit. In ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung in der Galerie R31 sind sowohl analoge Bilder als auch digitale Prints zu sehen. Die beiden Künstler spürten dafür Ähnlichkeiten in ihrer Bildsprache nach und stellen gefühlte Analogien her.

Wann: ab 3. Mai 2013, 19 Uhr, bis 16. Juni. Öffnungszeiten Donnerstag bis Samstag von 15 bis 19 Uhr. Sonntag, 16. Juni, 15 bis 19 Uhr.
Wie viel: kostenlos
Weitere Infos: www.r31.suchtkunst.de

Michel Comte (Charlottenburg)

Über 100 Arbeiten des Schweizer Mode-, Porträt-, Reportagen und Societyfotografen Michel Comte sind zurzeit in einer Fotoausstellung in der Galerie Camera Work zu sehen. Ob Gisele Bündchen, Tatjana Patitz oder Nadja Auermann, Comte zählt zu den bekanntesten Fotografen der Welt.  Zwei Bilder stechen jedoch heraus, zum einen die als Pin-up-Girl posierende Cindy Crawford und zum anderen der berühmte Akt von Carla Bruni, Ehegattin des ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Comte prägte durch seine individuelle Bildästhetik die 1990er Jahre und beeinflusste die Fashion-Fotografie nachhaltig.

Wann: bis 1. Juni 2013, Dienstag bis Samstag 11 bis 18 Uhr
Wie viel: Eintritt frei
Weitere Infos: www.camerawork.de

Starfotografien von Michel Comte


 

Imran Qureshi (Mitte)

Mit einer groß angelegten 24-stündigen Ausstellung - Kunst von allen für alle - wurde die neue Kunsthalle der Deutschen Bank im Frühjahr 2013 erfolgreich eröffnet. Die ersten langfristig gezeigten Werke sind die des von der Bank zum "Künstler des Jahres" gekürten Pakistanis Imran Qureshi. Er gilt als einer der herausragenden Vertreter der Kunstszene in seinem Heimatland. In seine Arbeit fließen Beobachtungen zur Realität in seinem Land und im Rest der Welt ein. Qureshi verbindet aktuelle, abstrakte Malerei mit islamischer Miniaturmalerei.

Wann: bis 4. August 2013, täglich von 10 bis 20 Uhr
Wie viel: 4 (ermäßigt 3) Euro
Weitere Infos: www.deutsche-bank-kunsthalle.de

Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts (Kreuzberg) 

Anlässlich seines 150-jährigen Firmenjubiläums präsentiert der Bayer-Konzern die betriebseigene Kunstsammlung der breiten Öffentlichkeit. Die Kunstausstellung im Martin-Gropius-Bau zeigt dabei 240 Arbeiten von 89 Künstlerinnen und Künstlern - das "Who is Who" der Kunstszene im 20. und 21. Jahrhunderts. Neben Arbeiten der Expressionisten Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner und Max Pechstein befinden sich unter den Exponaten auch Grafiken und Gemälde von Pablo Picasso, Sam Francis, Joan Miró, Gerhard Richter, Andy Warhol und Andreas Gursky. Die Auswahl ist qualitativ sehr hochwertig, da die älteste Firmensammlung Deutschlands rund 2000 Werke umfasst.

Wann: bis 9. Juni 2013, Mittwoch bis Montag 10 bis 19 Uhr
Wie viel: 9, ermäßigt 6 Euro
Weitere Infos:  www.gropiusbau.de

Zerstörte Vielfalt (Mitte)

2013 gibt es über 500 Ausstellungen und Veranstaltungen zum Thema "Zerstörte Vielfalt – Berlin 1933 bis 1938", das an die nationalsozialistische Politik vor dem Zweiten Weltkrieg erinnert. Das Deutsche Historische Museum präsentiert dabei eine zentrale Ausstellung, die unter anderem 40 am Themenjahr beteiligte Organisationen vorstellt. Weiterhin werden verschiedene Orte mit Bildern und Texten gezeigt, die wichtig für die Nationalsozialisten bei der Etablierung der politischen Macht waren. 

Wann: bis 10. November 2013, täglich 10 bis 18 Uhr
Wie viel: Eintritt frei
Weitere Infos: www.dhm.de/ausstellungen/zerstoerte-vielfalt/

"Was Sie schon immer über Juden wissen wollten!" (Kreuzberg)

Mit Witz und Gelassenheit werden bei der Sonderausstellung "Die ganze Wahrheit" im Jüdischen Museum Fragen über Juden gestellt und beantwortet. "Wie wird man Jude?", "Was bin ich, wenn meine Mutter Christin ist und mein Vater Jude?" oder  "Was machen Juden an Weihnachten?" sind dabei Anregungen, die den Besuchern dabei helfen sollen, das Judentum zu verstehen. Bei den Antworten werden literarische Stimmen zitiert, Filmausschnitte gezeigt, Bilder dargestellt und Interviewauszüge abgebildet. Die Ausstellung hat das Ziel die Besucher zu informieren, sie zu unterhalten und sie dabei auch für stereotype Bilder und Denkmuster zu sensibilisieren.

Wann: bis 1. September 2013, Dienstag bis Sonntag 10 bis 20 Uhr
Wie viel: 7, ermäßigt 3,50 Euro
Weitere Infos: www.jmberlin.de

Werner Aisslinger - Home of the Future (Zehlendorf)

Wie sieht die Welt von morgen aus - ganz praktisch? Damit beschäftigt sich diese Ausstellung im Haus am Waldsee, die einen Überblick über das Werk des Produktdesigners Wolfgang Aisslinger gibt, der auch das Designfestival DMY ins Leben gerufen hat. Anhand von Objekten und Möbeln zeigt Aisslinger, wie in Zukunft gearbeitet, gewohnt oder beispielsweise gekocht werden könnte. Dabei verwandelt der Designer das Haus am Waldsee in ein "Home of the future". Und im Außenbereich ist Aisslingers 2007 gestalteter "Loft Cube" zu sehen, ein mobiles Ein-Raum-Appartement, das bestens für die großen Metropolen dieser Welt geeignet zu sein scheint.

Wann: bis 9. Juni 2013, Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr
Wie viel: 7 (ermäßigt 5) Euro
Weitere Infos: www.hausamwaldsee.de


Martin Kippenberger (Moabit)

1997 starb Martin Kippenberger. Anlässlich seines 60. Geburtstages stellt der Hamburger Bahnhof im April die bedeutendsten Werke des Malers in einer Kunstausstellung aus. Zwei Bilder stechen dabei heraus. Zum einen das Bild "Paris Bar", welches das Interior eines Cafés  in der französischen Hauptstadt zeigt und in Acryl gemalt wurde. Zum anderen das Selbstporträt "Einer von Euch", das Kippenbergers Gesicht zeigt.  Der verstorbene Dortmunder war mehr als nur ein Maler. Er war Schauspieler, Schriftsteller, Musiker, Trinker, Tänzer und ein Reisender – kurz gesagt, einer der einflussreichsten Künstler seiner Generation. Die Ausstellung "Martin Kippenberger: sehr gut  | very good" soll neben dem Künstler auch den Menschen und das Leben Kippenbergers darstellen.

Wann: bis 18. August 2013, Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
Wie viel:
14, ermäßigt 7 Euro
Weitere Infos: www.hamburgerbahnhof.de/

Adresse

Unter den Linden 13
10117 Berlin

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Quelle: QIEZ
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