• Mittwoch, 23. Mai 2012

Tischtennis: TTC Berlin Eastside

Nach dem Sieg ist vor dem Spiel

  • Tischtennis
    Nach ihrem Sieg mussten die siegreichen Tischtennis-Damen rasch den Ball aus der Hand geben und sich der Presse stellen. Foto: istockphoto.com - ©TomasSereda

Geschafft! Die Tischtennisspielerinnen des TTC Eastside haben den Sieg in der Champions League errungen. Ein Preisgeld gab es zwar nicht, dafür aber viel Grund zur Freude.

Auf die Frage, wer die Siegertrophäe als Erstes in die Höhe stemmt, waren sie nicht vorbereitet. Zunächst traute sich keine der erfolgreichen Spielerinnen des TTC Berlin Eastside, den Pokal zu berühren. Bis schließlich Managerin Tanja Krömer die Initiative ergriff, ihre Mannschaft einen Halbkreis bilden ließ und der Pokal sich plötzlich in mehreren Armen gleichzeitig wiederfand.

Dass er so zögerlich ergriffen wurde, könnte auch daran liegen, dass die Trophäe für den Sieg der Tischtennis-Champions-League außerordentlich unansehnlich ist. Sogar der Sekt dürfte in ihm rasch schal werden.

Teamstärke und Zusammenhalt

Zumindest bewies die Siegerehrung erneut, warum die Damen vom TTC zu den erfolgreichsten Tischtennisspielerinnen Europas aufgestiegen sind. Keine Sportlerin beansprucht die volle Aufmerksamkeit für sich. Jede von ihnen errang im Hin- oder Rückspiel mindestens einen Einzelsieg.

Beim österreichischen Finalgegner SV Schwechat versuchte man es auf einem anderen Weg. Hier war Fan Ying die alle überstrahlende Einzelspielerin - doch allein konnte sie ihre Mannschaft nicht zum Sieg führen.

Das Hinspiel in Marzahn gewannen die Spielerinnen vom TTC mit 3:2 und auch das Rückspiel konnten sie durch Erfolge im letzen Einzel für sich entscheiden. Nationalspielerin Irene Ivancan besiegte im ersten und zweiten Satz ihre Gegnerin Li Qianbing. Das reichte für den Gesamtsieg, denn die Berlinerinnen entschieden damit das Satzverhältnis mit 19:17 für sich.

Sparsame Feier

Der öffentliche Siegestaumel in Schwechat fiel dennoch eher bescheiden aus. Man umarmte sich, schoss einige Siegerfotos - und schon verschwand die Mannschaft. "Wir haben uns noch an einer Tankstelle mit Getränken eingedeckt und die dann vor und in unserem Hotel ausgetrunken", erzählt Vereinspräsident Alexander Teichmann. Von den 1000 Euro Siegprämie, die die Vereinsführung den Spielerinnen spendiert hatte, wurden schließlich die 20 mitgereisten Clubfans zum Essen eingeladen.

Der TTC ist die erste Frauenmannschaft, die den Champions-League-Titel im Tischtennis gewinnt. Ein Preisgeld ist nicht ausgeschrieben und selbst für den Kostenaufwand der Teilnahme muss der Verein allein aufkommen. 10.000 Euro fehlen damit in der kommenden Saison in der Kasse. Nicht zuletzt deshalb hat Managerin Krämer Änderungswünsche bei den Organisatoren eingereicht. Mit einem erhöhten Startgeld sollen etwa künftige Champions-League-Finalisten unterstützt werden. Damit könnten auch neue Klubs zur Teilnahme angeregt werden.

Hoffnung auf Sponsoren

Als "einen schönen Erfolg für die Annalen und fürs Herz" bezeichnete Teichmann den Sieg. Eventuell folgen ja auch ganz praktische Konsequenzen. Sponsoren und Fördermittel könnte der TTC gut gebrauchen. Und auch auf eine erhöhte Motivation in der Vereinsarbeit hofft Präsident Teichmann nach der erfolgreichen Finalteilnahme. Schließlich würde der Auf- und Abbau der Tischtennisplatten nun für einen Champions-League-Sieger erfolgen.

Mit unveränderter Mannschaft will der TTC Eastside in die kommende Saison starten. Und wer weiß, vielleicht kann der hässliche aber prestigeträchtige Pokal ja erneut in die Hauptstadt geholt werden.

Prenzlauer Berg

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Quelle: Der Tagesspiegel
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