• Mittwoch, 04. März 2015
  • von Nikolaus Triantafillou

Veranstaltung in der Investitionsbank

Berlin erklärt seine Wirtschaftsförderung

  • Berliner Wirtschaftsfördertag
    Beim Berliner Wirtschaftsfördertag berichtete Christian Boros, ganz links auf dem Podium, wie er zum Nutznießer von Wirtschaftsförderung wurde und im denkmalgeschützten Lapidarium am Landwehrkanal seine Kommunikationsagentur eröffnete. Foto: QIEZ - ©Triantafillou

Bundesallee - Zum ersten Mal luden die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung sowie die Investitionsbank Berlin zum Wirtschaftsfördertag, um Unternehmerinnen und Unternehmern von Angesicht zu Angesicht die Möglichkeiten finanzieller und inhaltlicher Unterstützung bei deren Vorhaben zu erläutern.

Mit gutem Willen kann man es als positives Vorzeichen für die Berliner Wirtschaft sehen, dass sich am Mittwochmorgen um 9 Uhr eine lange Menschenschlange durch das Foyer der Investitionsbank Berlin (IBB) wand. Der Einlass zum ersten Berliner Wirtschaftsfördertag gestaltete sich schleppend; die Veranstalter schienen vom großen Andrang leicht überrascht zu sein. Das folgende Programm bot jedoch einen informativen Überblick dazu, wie man über die IBB Fördergelder, Finanzierungsquellen und Projektpartner für das eigene Unternehmen finden kann.

Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) gehörte zu den Initiatoren der neuen Veranstaltung und verwies zu deren Beginn auf die guten Wachstumsprognosen für Berlin. "Die Aufholjagd hat begonnen", ermunterte sie die anwesenden potenziellen Arbeitgeber und nannte General Electric und Cisco als Beispiele für große Unternehmen, die sich zuletzt für die Hauptstadt begeistern konnten. Außerdem habe es im letzten Jahr 40.000 Firmengründungen in Berlin gegeben.

Entscheidend für eine gelungene Wirtschaftsförderung ist Yzers Worten zufolge auch die Einfachheit der Verfahren: "Uns ist es wichtig, dass es kein Hürdenlauf wird", so die Senatorin. Beim 'Venture Capital' - also Risikokapital -, das unter anderem zur Förderung von Start-ups aufgebracht wurde, habe Berlin zuletzt auf Platz 2 in Europa hinter London gelegen. Aus EU-Mitteln gingen 2014 635 Millionen Euro über die Investitionsbank Berlin an einheimische Unternehmen; aus der regionalen Wirtschaftsförderung waren es weitere 62 Millionen, die direkt Firmen in der Stadt zugute kamen.

Nach Berlin gelockt

In einer Frage-und-Antwortrunde erzählte im Anschluss Medienunternehmer und Kunstsammler Christian Boros, wie die öffentlich-privaten Wirtschaftsförderer von Berlin Partner ihm den Umzug von Köln nach Berlin schmackhaft machten. Boros zog mit seiner Agentur in das Lapidarium im ehemaligen Pumpwerk am Halleschen Ufer und zeigt außerdem im früheren Bunker in der Reinhardtstraße Kunst. Weitere Teilnehmer des Podiums waren Dr. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Erich Unterwurzacher aus der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung der EU-Kommission, Dr. Stefan Franzke von Berlin Partner sowie Senatorin Yzer.

EU-Vertreter Unterwurzacher erklärte, was aus Brüssel in Berlin gefördert werde: keine Infrastrukturmaßnahmen, sondern Forschung und deren Schnittstellen zur Wirtschaft, kleine und mittlere Unternehmen, Projekte zur nachhaltigen Stadtentwicklung und zur CO²-Reduktion. Yzer konkretisierte die Förderschwerpunkte, unter ihnen der Gesundheitssektor, Energie- und Umwelttechnik sowie Technologien für die 'Smart City'.

Nach einer Pause ging es ganz praktisch weiter: Vertreter der Investitionsbank und von Berlin Partner erläuterten Fördermöglichkeiten wie die "Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) oder die Unterstützung von Umweltinvestitionen. Ebenfalls erklärt wurden die Serviceleistungen der IBB, von der Suche nach geeigneten Projektpartnern über die Bewertung einer Investitionsidee bis hin zur neuen elektronischen Antragstellung. Zeit für den persönlichen Austausch mit Referenten, anderen Mitarbeitern der IBB sowie den übrigen Teilnehmern des Wirtschaftsfördertags blieb nach der Mittagspause.

Weitere Informationen zur Wirtschaftsförderung gibt es auf der Webseite der IBB.

Investitionsbank Berlin

Bundesallee 210
10719 Berlin

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Quelle: QIEZ
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