Kultur und Geschichte

Ist Berlin die deutsche Stadt, in der am meisten Geld für Unterhaltung ausgegeben wird?

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Berlin kann international in Sachen Kultur und Unterhaltung mithalten. Doch wie viel Geld wird hier wirklich für Theater, Museen, Zoos und ähnliches ausgegeben? Statistiken verraten den wahren Stellenwert der Stadt und ihrer Angebote im Vergleich…

Die deutsche Hauptstadt gilt schon seit Jahrzehnten als Hotspot der internationalen Unterhaltungsindustrie. Diese umfasst längst nicht mehr nur Konzerte, Filme oder die Hochkultur, sondern auch unzählige Bereiche des täglichen Lebens. Dazu zählt beispielsweise auch der Sport, der durch die Kommerzialisierung zu einem wichtigen Bestandteil der Popkultur aufgestiegen ist.

Von der geteilten Stadt zur Weltmetropole

Wenn wir uns heute gut unterhalten möchten, haben wir unzählige Möglichkeiten, dies zu tun. Dies gilt auch und vor allem in Berlin, der Stadt, die einst ihre Anziehungskraft aus ihrer Lage mitten im Osten bezog. Schon in den 1970er-Jahren galt Berlin als Treffpunkt zahlloser Underground-Kulturen. Hier nahm David Bowie seine berühmtesten Alben auf. Iggy Pop und Nick Cave wohnten hier und sogen die besondere Atmosphäre der Stadt in ihrer Arbeit mit auf. Depeche Mode zogen durch die verlassenen Fabriken der Stadt und sampelten die Klänge von Vorschlaghämmern, die auf Stahlträger schlugen.

All das steht für die Geschichte einer Stadt, die nun zu den größten und faszinierendsten Metropolen der Welt zählt. Heute finden wir in Berlin alle Formen der Unterhaltung. Diese reichen von einer Vielzahl an Museen und Kultureinrichtungen über Theater, Oper und Konzerte bis zu sportlichen Großveranstaltungen, Spielbanken und Bibliotheken.

Berlin liegt bundesweit an der Spitze

Die statistischen Ämter der Bundesländer beobachten genau, welche Sparten wie gut bei den Bundesbürgern ankommen und veröffentlichen jedes Jahr eine entsprechende Kulturstatistik. Angesichts des enormen Angebots in Berlin überrascht es nicht, dass sich die Bundeshauptstadt in vielen Statistiken an der Spitze befindet.
Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass Berlin jedes Jahr von Millionen Touristen gestürmt wird. Sie sind nicht nur an der spannenden Geschichte der Stadt, sondern auch an ihrem reichhaltigen Kulturangebot interessiert. Dieses bildet die Internationalität der Stadt perfekt ab.

Das zeigt sich auch an den insgesamt vier Spielbanken in Berlin. Diese setzen nicht nur auf Einheimische, sondern auch auf internationale Gäste. Damit geben sie jenen Spielfreudigen, die beste Online-Casino Anbieter in Deutschland suchen, die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten auch einmal in einem stationären Casino zu erproben.

3.400 Euro pro Haushalt und Jahr für Unterhaltung

Doch das Angebot in Deutschlands Hauptstadt ist gewaltig. Hier müssen die besten Kulturinitiativen um Aufmerksamkeit ringen. Das macht die Preise im Vergleich erschwinglich und für ein großes Publikum attraktiv. Wie sehr, zeigt der Bericht „Die Kulturindikatoren kompakt“ der Statistischen Ämter Deutschlands.

Demnach gibt jeder deutsche Haushalt im Schnitt rund 3.400 Euro pro Jahr für Unterhaltung aus. Davon entfallen rund 230 Euro auf Zeitungen und Zeitschriften. Diese Summe beinhaltet allerdings auch E-Books. Damit haben sie sich den Löwenanteil dieses Budgets gesichert. Das lässt im Gegenzug auch die öffentlichen Gelder sprudeln.

Nicht weniger als 11,4 Milliarden Euro stellen Bund, Länder und Gemeinden im Jahr für Kulturinitiativen zur Verfügung. Deren Löwenanteil von etwas mehr als einem Drittel entfällt auf die Bereiche Theater und Musik. Dahinter folgen Museen und Ausstellungen sowie die Bibliotheken. Bei den Pro-Kopf-Ausgaben liegt Berlin ganz weit vorn, doch am Ende reichte es lediglich für Platz zwei.

In Sachsen gibt die öffentliche Hand noch mehr Geld, nämlich 213 Euro pro Kopf und Jahr, aus, um das Unterhaltungsangebot für seine Bewohner attraktiv zu gestalten. Doch dahinter folgt bereits die Landeshauptstadt mit 200 Euro pro Kopf und Jahr. Das beweist, wie wichtig Kultur und Unterhaltung für die jeweiligen Verantwortlichen geworden ist.

Kulturhauptstadt Berlin

Werfen wir einen Blick auf die Details, dann zeigt sich ein erstaunliches Bild. Denn noch immer zeigen die jährlichen Ausgaben der Deutschen, dass diese in einem Kulturland leben. An der Spitze der Ausgaben thronen die Kosten für Zeitungen und Zeitschriften. Dahinter folgen die Ausgaben für Kino, Theater, Konzerte und andere Veranstaltungen. Bücher und Unterhaltungsmedien liegen auf den Plätzen drei und vier. Die Museen, botanischen Gärten und die Zoos befinden sich am Ende dieser Hitliste.

Im Schnitt besucht jeder Deutsche pro Jahr 1,3-mal ein Museum und geht 1,4-mal ins Kino. Erstaunlich ist die hohe Zahl an Bibliotheksbesuchen; diese liegt bei 2,7-mal pro Jahr. Ein Blick auf die Bundesländerstatistik zeigt, dass Berlin in allen drei Kategorien die Spitzenposition innehat. Das ist angesichts der Vielzahl von Museen in der Bundeshauptstadt zwar nicht verwunderlich, doch der Abstand ist gerade hier riesig. Während man beim Zweitplatzierten Bremen rund 2,7-mal pro Jahr ins Museum geht, sind es in Berlin 4,7-mal.

Eine der großen Unterhaltungsmetropolen

Auch im Theater und bei öffentlichen Konzerten liegt die Stadt weit vorn. Hier schätzen die Einwohner und ihre Gäste das enorme Angebot und dessen künstlerische Bandbreite. Das führt in Folge dazu, dass die meisten Erwerbstätigen für die Bereiche bildende Kunst, Musik, Wort und darstellende Kunst in Städten wie Berlin zu finden sind.
Sie stellen das Fundament für zukünftige kulturelle Höchstleistungen dar und sorgen seit vielen Jahrzehnten dafür, dass Berlin von der Öffentlichkeit als eine der großen Unterhaltungsmetropolen dieser Welt wahrgenommen wird. Damit dies so bleibt, fördert der Staat die Kultur- und Unterhaltungslandschaft massiv, um diesen Status zu bewahren und weiter auszubauen.

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