Gastro-Tipp

Neu in Mitte: moderne japanische Küche im Sahoi

Sahoi
Sushi und Sashimi treffen auf Asia-Fusion und kreative Cocktails: Das Sahoi in der Linienstraße ist ein Gewinn für Mitte. Hier, direkt gegenüber vom Fotografiska, kannst du es dir in loungiger Atmosphäre richtig gutgehen lassen.

Die Gegend rund um das Stadtquartier Am Tacheles füllt sich langsam mit Leben. Als das schwedische Fotografiemuseum Fotografiska letzten Herbst in die Oranienburger Straße zog, gab es anfangs noch Kritik, mittlerweile überwiegt jedoch die Freude. Endlich haben auch wieder Berliner*innen einen guten Grund, die Gegend rund um das ehemalige Kunsthaus Tacheles zu erkunden. Vor allem in Sachen Kulinarik lohnt sich der Trip: Nach dem Veronika, dem Dry Gin & Beef Club und der Bar Clara gibt es nun das Sahoi, das den Kiez mit japanischer Fusionsküche bereichert.

Das moderne Restaurant ist Izakaya, Sushi-Restaurant und stilvolle Bar in einem. Wer durch die Glastür mit bodentiefen Fenstern geht, findet zu seiner Rechten einen schwarz-weiß gestreiften Bartresen mit innovativem Lichtkonzept und einer großen Auswahl an japanischen Spirituosen, für die der junge New Yorker Barchef John Lee zuständig ist. Der Gastraum ist in dunklen Tönen gehalten. Wände mit Neonschriftzügen setzen coole Akzente und weiche Sitzbänke sorgen für Gemütlichkeit. Dank der offenen Küche kannst du dem Küchenteam dabei über die Schulter schauen, wie feinstes Sashimi und kreative Rollen zubereitet werden.

 

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Die loungige Bar-Atmosphäre schafft Lust auf Drinks. Auf John Lees Empfehlung bestellen wir einmal den Watcha, einen klassischen Milkpunch, der hier aber mit einer JWB Scotch, Kokosmilch, Matcha, Yuzu und Vanille wunderbare asiatische Aromen im Glas hat, und den Rokuzy Cocktail: ein angenehmer Cocktail mit feinem Roku-Gin, Yuzu, Umeshu, Honig und Bitter – leicht süß, aber mit sauren und bitteren Noten.

Sashimi-Meister Badii Bohdan stellt uns als Tasting eine Auswahl an besten Cuts zusammen, die in kleinen Schalen auf einer großen, mit Eis gefüllten Platte serviert wird, um die hohe Qualität der Fische am Tisch zu bewahren. Unser Highlight ist der rohe Thunfisch, der mit einer säuerlich-würzigen Sauce aus Trüffel und Ponzu sowie einem Kaviar-Topping vom chinesischen Stör serviert wird. Der frische Wolfsbarsch kommt als Ceviche daher und erhält dank Avocado und Orangen einen leicht cremigen und gleichzeitig erfrischenden Touch. Welche Fisch-Auswahl auf deinem Teller landet, ist abhängig von der tagesaktuellen Lieferung, aber auf den guten Geschmack kannst du dich immer verlassen.

Ob Tempura und Grill, Nigiris, Rollen oder kleine Snacks: Die Speisen sind ausgezeichnet.

Weiter geht es mit der Lachs-Duo-Roll (16 Euro), die uns mit einer Kombination aus Lachskaviar, cremiger Avocado und knusprigen Gurkenscheiben verwöhnt, während die Ebi Tempura Roll dank frittierten Garnelen, Thunfisch und einer würzigen Teriyaki-Sauce ein echtes Geschmackserlebnis bietet. Die Nigiri vom butterweichen Hamachi aus Dänemark macht den Sushi-Klassikern zu einem Hit. Die japanisch-koreanische Sushi-Meisterin Shaeyeon Park beweist uns mit liebevoll zusammengestellten Sushi-Rolls und wirklich hochwertigen Zutaten, dass sie ihr Handwerk bestens versteht. Bemerkenswert im Sahoi ist die ausgezeichnete Produktqualität der Fische und Meeresfrüchte, dabei bleiben die Preise fair, was das Restaurant für viele Sushi-Fans zugänglich macht.

Als nächstes stehen herzhafte und warme Gerichte auf unserem Programm. Das Tofu-Steak mit Shimeji-Pilzen und Sesam-Teriyaki-Sauce (12 Euro) ist eine tolle vegane Option, während das Beef Tataki mit Trüffel-Mayo und Wafu-Sauce (16 Euro) bei Fleischliebhabern für Begeisterung sorgt. Nach der Jakobsmuschel mit süß-säuerlicher Yuzu-Miso-Glasur und einem köstlichen Brokkoli-Püree (15 Euro)  sind wir dann endgültig satt. Doch wie heißt es so schön: Für Dessert gibt es immer Platz. Also teilen wir uns noch ein mild-fruchtiges Mochi-Dessert mit Himbeer-Geschmack (6 Euro). Es stehen aber auch Matcha oder Mango-Maracuja zur Auswahl. Und wer danach noch Lust auf Kunst hat: Die Fotografiska ist bis 23 Uhr geöffnet.

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