Gastro-Tipp

Neu in Charlottenburg: Moderne indische Küche im House of Tandoor

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Mit den Indern, die hier in Berlin oft liebloses Fast Food als geschmacksvolle Küche servieren, hat das House of Tandoor nichts gemein. Hier ist vom Interior bis zu den köstlichen Speisen alles stilvoll und ein Genuss für die Seele: Family-Style-Dining mit Niveau.

Wie es aussieht, wenn Nordindien auf Berliner Style trifft, kannst du ab sofort in Charlottenburg entdecken. So viel vorweg: Es ist großartig. Im House of Tandoor wird klar, dass die typischen Art-déco-Elemente des Westens und die 1920er-Jahre-Opulenz der Paläste und Hotels in Bombay und Kalkutta wie füreinander geschaffen sind. Die klare Ästhetik wirkt in dem lichtdurchfluteten Raum des Restaurants extrem gemütlich – perfekt für Family-Style-Dining. Die Farbgebung aus warmen Brauntönen, dunklem Rot und Senfgelb verstärkt die Wohlfühlatmosphäre.

Der namensgebende Tandoor-Ofen ist das Herzstück des Restaurants. Hier werden vor den Augen der Gäste auf offener Flamme die Spezialitäten zubereitet. Wie das Interior bietet auch die Küche moderne Interpretationen indischer Klassiker. So kannst du dir sicher sein, dass du von vielfältigen Aromen und mit duftenden Gewürzen verwöhnt wirst, egal, was du bestellst. Frei nach dem Motto, am Naan erkennst du die Qualität des Ofens, starten wir mit dem knusprigen Fladenbrot, das an der Ofenwand gebacken wird. Lecker.

Die Tandoor-Öfen sind zugleich eindrucksvolle Elemente der offenen Showküche.

Und weil wir unsere Arbeit gründlich machen, bestellen wir zum Naan Kichererbsen-Chaat mit Granatapfel und grünem Chili für 7 Euro, pikanten Mango-Salat für 10 Euro und grünes Erbsen-Samosa mit Minze für 6 Euro. Dazu lassen wir uns aus dem Teahouse, der angrenzenden Kaffee- und Cocktailbar, einen Rare Tulsi – das heilige Kraut löst Verspannungen – und einen Nepalese Himalayan Spring Green bringen. Beide Tees sind wohlschmeckend und erfrischend. Neben den edlen Teemischungen gibt es im Teahouse auch Tee basierte Cocktails, die wir später noch testen…

Zurück zu den Speisen: Bei den Hauptspeisen wollen wir natürlich wissen, was der Tandoori hier kann. Wir bestellen also Amitsari Crispy Lamb Chops (24 Euro) – die Lammkoteletts überzeugen uns mit ihrer Zartheit und dem leicht rauchigen Aroma zu Sesam und Koriander vollends. Dazu nehmen wir Chicken Biriyani (22 Euro) – zum Teilen fast zu schade, weil man davon dank der perfekten Kombination aus Safranreis-Schichten mit Tomaten, Zwiebeln, Kräutern und natürlich Hühnchen nicht genug kriegen kann. Außerdem gönnen wir uns für je 1 Euro noch Lime Pickle Yoghurt und Mango Chutney zum Dippen und bereuen nichts.

Perfekt gewürzt und auf den Punkt gegart: Lammkoteletts im "House of Tandoor".

Wir lassen uns ein wenig tiefer in die bequemen Polster sinken und entscheiden, statt eines Desserts die Drinks zu probieren. Weil wir gern wissen möchten, wie sich der sanft-cremige Rare Tulsi als Cocktail macht, wählen wir einen Gin Tulsi Smash und sind begeistert. Der Tee passt sich dem Gin viel besser an als ein Tonic es tun würde und so kommt der Cocktail als frische Einheit daher. Beim Cream Tea Milk Punch mit Masala Chai muss man aufpassen. Er schmeckt so köstlich wie ein Nachtisch, ist aber dank Bacardi Ocho und Calvados nicht zu unterschätzen.

Am liebsten würden wir nun im schicken Hotel The Hoxton, das das House of Tandoor beheimatet, übernachten. Schon die Lobby mit dem Mix aus Mid-Century-Möbeln, Bauhaus-Elementen und maßgefertigten Teppichen ist so stilvoll, dass man sich gut vorstellen kann, wie wunderschön die Zimmer sein müssen. Beeindruckend sind hier auch die Leuchter aus Murano-Glas und die Werke hiesiger Künstler an den Wänden. Wenn du also mal Gäste unterbringen möchtest, solltest du sie in jedem Fall hierherbringen. Zum Übernachten und zum Essen.

House of Tandoor, Meinekestraße 18-19, 10719 Berlin

Telefon 030 2332 18481

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Täglich von 17:30 bis 22:00 Uhr

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