Kantine Kohlmann

Junge deutsche Küche im Wrangelkiez

Junge deutsche Küche im Wrangelkiez
Holz, Fliesen, Leder: Im Gastraum lässt es sich gut aushalten.
Die Kantine Kohlmann bereichert seit letztem Jahr das östliche Kreuzberg mit moderner Hausmannskost und deutschen Tapas. In jedem Fall fügt der Neuzugang dem gastronomisch gut versorgten Stadtteil eine weitere kulinarische Facette hinzu – wir haben uns überzeugt, ob sich der Besuch lohnt.

An der Ecke Skalitzer-/Wrangelstraße haben sich schon mehrere Gastronomen versucht, doch das Konzept der 2013 eröffneten Kantine Kohlmann kommt im Vergleich zu den Vorgängern erfreulich erfrischend daher. Ein junges Team serviert „Happen“, die der Gast entweder als Vorspeise bestellen oder sich nach Tapas-Art zusammenstellen kann. Die Zutaten erinnern an zu Hause bei Muttern, sie werden aber eher unkonventionell kombiniert und dargeboten. So gibt es etwa Blutwurst mit Rahmsauerkraut und Wacholderbrot (4,50 Euro) oder hausgemachte Salzgurke mit Ziegenkäse, die uns für ebenfalls 4,50 Euro überzeugen konnte.

Der Innenraum der Kantine Kohlmann ist unaufdringlich-stilvoll: Gemütliches Licht, Holztische, verschiedene Farben und Formen der Fliesen an Wand und Boden sowie bequeme Sitzmöbel kennzeichnen ihn. Man kann die Augen ruhig eine Weile schweifen lassen, denn zumindest an diesem Freitagabend im Mai, an dem das Restaurant sich gegen halb neun schnell füllte, mussten sich die Gäste etwas in Geduld üben. Rund 75 Minuten dauerte es bis zu unserem Happen; die Wartezeit wurde allerdings mit Brot und Kräutercreme verkürzt. Auch das bestellte Glas Cuvee Blanc war durchaus ansprechend.

Und dann kam der Kabeljau …

Man sollte den gastronomischen Neuling im Wrangelkiez keinesfalls auf die ‚deutschen Tapas‘ reduzieren, denn die Kantine Kohlmann hat auch eine kleine, feine Auswahl an Hauptspeisen zu bieten – derzeit sind es drei feste und zwei monatlich wechselnde Gerichte. Und was für ein ‚Happy End‘ sie uns bescherten! Der Kabeljau mit Spargelragout, neuen Kartoffeln und Sauce Hollandaise (18,50 Euro) war bestens abgeschmeckt und zart, kurzum ein Gedicht. Und die hausgemachten Pilztaschen mit Blumenkohl, Süßkartoffel und weißer Zwiebel (10,50 Euro) kamen in einer herrlich verfeinerten Jus. Nach diesem Erlebnis ließen wir uns es nicht nehmen, noch „Kohlmanns Grütze“ mit roten Beeren, Holunder, Birne und Quarkmousse (7,50 Euro) auf einem Krokant-Bett zu probieren – und wurden erneut nicht enttäuscht.

Für einen wirklich schnellen Happen sollte man vielleicht besser zum schräg gegenüberliegenden Fast-Food-Restaurant mit Drive-In gehen – wer richtig gut essen und einen schönen Abend verbringen möchte, ist dagegen in der Kantine Kohlmann bestens aufgehoben. Dazu trägt auch der lockere, unaufdringliche Service bei – und die Möglichkeit, in der angeschlossenen Bar noch einen Drink zu sich zu nehmen.

Weitere Informationen zur Kantine Kohlmann findest du auf deren Homepage.

Kantine Kohlmann, Skalitzer Straße 64, 10997 Berlin

Telefon 030 85611133

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Montag bis Samstag 18:00-00.00 Uhr

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