Zum Tag des Glücks

Voll happy

Voll happy
Eine aktuelle hat es bestätigt: Wir sind arm, sexy und glücklich. Warum eigentlich genau? Darüber haben wir kurz nachgedacht.
Berliner gehören zu den glücklichsten Deutschen! Wenn das kein Grund zur Freude ist. Laut einer aktuellen Forsa-Studie sind wir überdurchschnittlich happy. Vor allem unsere Hobbys, Freunde und Familien machen uns das Leben schöner. Wir aus der QIEZ-Redaktion verraten, warum uns Berlin glücklich macht.

Jeder zweite Hauptstädter sagt über sich selbst, er sei sehr lebensfroh. Das ist das Umfrage-Ergebnis des Happiness Instituts (kein Witz). Damit liegt Berlin nicht nur im nationalen Vergleich vorne, sondern auch im internationalen Gute-Laune-Ranking. Arm, aber sexy und glücklich also. Warum? Weil…

… die Stadt so viele Gesichter hat!

Food-Redakteurin Maria: „Als waschechter Wossi habe ich in Berlin schon in den verschiedensten Ecken gewohnt und mag sie alle. Jeder Kiez hat seinen Reiz. Ob es das beschauliche Kaulsdorf ist, aus dem ich komme, das alte Westberlin in Schöneberg und Wilmersdorf, in dem ich aufgewachsen bin. Oder das hippe Mitte und Kreuzberg, in das es mich schließlich verschlagen hat. Berlin ist längst nicht gleich Berlin. Hier sagt keiner: ‚Wir treffen uns in der Stadt.‘ Das historisch bedingt Zerpflückte, was Zugezogene manchmal nervt bis überfordert, ist das, was ich an meiner Heimatstadt liebe. Genauso wie meinen Späti, in dem ich an sieben Tagen in der Woche kaltes Bier und Butter bekomme, den Landwehrkanal für‘s fast-wie-am-Meer-Gefühl, wenn die Sonne untergeht und die vielen großartigen Restaurants im Graefekiez, die nicht die Welt kosten, mich aber satt und unglaublich glücklich machen.“

… die Stadt so schön grün ist!

Hunde-Expertin Evi: „Ich wohne nur fünf Minuten Fußweg vom Kudamm entfernt und liebe meine gelegentlichen Ausflüge in die City West zum Shoppen, Ausgehen, lecker Essen. Aber was mich an Berlin ganz besonders verzaubert, das sind die vielen grünen Erholungsorte, die mich als ehemaliges Landei stets magisch anziehen. Mit Redaktionshund Dando bin ich jeden Tag im Grunewald unterwegs, dem Waldgebiet des Jahres 2015, in dem man die Stadt schon nach wenigen Metern komplett ausblenden kann. Hier wandert man ohne Probleme stundenlang ohne Menschenkontakt umher, sichtet Pilze, Rehe und schattige Lieblingsplätze. Doch nicht nur in den Berliner Forsten fühle ich mich wohl. Auch versteckte Idyllen wie der Lehnepark mit der urigen Dorfkirche Tempelhof und der Stadtpark Steglitz oder bekanntere Grünflächen wie der Große Tiergarten, der Flughafen Tempelhof oder der Britzer Garten sorgen dafür, dass Berlin auch naturverbundene Menschen rundum glücklich macht.“

… hier so viel los ist!

Kultur-Redakteurin Sophie: „In Berlin wird es nie langweilig. Ob ein Konzert in der Philharmonie, ein Besuch im Freiluftkino, die Vernissage einer neuen Kunstausstellung oder eine Lesung in einem von Berlins zahlreichen Theatern – in kaum einer anderen deutschen Stadt wird so viel musiziert, vorgeführt, kuratiert und geschauspielert. Und das muss nicht einmal viel kosten! Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Im Sommer bietet das Jüdische Museum ganz umsonst Jazzkonzerte im Museumsgarten an. In der American Academy am Wannsee kann man in gehobenen Villenambiente ganzjährig interessanten Fachvorträgen aus allen Wissenschaftsrichtungen lauschen und das alljährlich stattfindende All Nations Festival gibt Einblick in die Botschaften und Kulturinstitute anderer Länder. Da weiß ich manchmal gar nicht, welches Event ich am Wochenende auslassen soll. Aber bevor das Ganze in Freizeitstress ausartet, gibt es glücklicherweise ja auch noch genug Wellness-Oasen in und um die Hauptstadt herum.“

… es eine Autobahn nach Potsdam gibt!

Wohnen und Leben-Redakteur Nikolaus: „Natürlich mag auch ich unser Berlin – besonders seine vielen noch weniger bekannten Ecken, sei es die Alte Börse in Marzahn oder das Haus am Waldsee in Zehlendorf. Doch es muss auch ein Leben jenseits der Großstadt geben und da hat Brandenburg tatsächlich viel zu bieten. Die ‚Nachbarhauptstadt‘ Potsdam ist für manche ein großes Museum; sie ist aber auch ein sehr lebenswerter Ort – was sich nicht nur an den Immobilienpreisen zeigt. Im Rest von Brandenburg gibt es glücklicherweise noch Platz für jeden und vor allem zum Entspannen und die Natur genießen. Ich denke da an die herrlichen, sauberen Badeseen oder Gegenden wie das Weltnaturerbe Buchenwald Grumsin in der Uckermark.“

… es eine der kinderfreundlichsten Städte ist!
Susanna, Redakteurin und Mama: „Und das meine ich ganz ehrlich. Auch wenn so mancher Cafébesitzer mit Kinderwagen-Verbotsschildern bzw. Pollern für Empörung unter der Elternschaft gesorgt hat. Das Angebot für Familien mit Kindern ist enorm. Nirgends ist die Spielplatz-, Puppentheater- oder Kinderkino-Dichte größer als in Berlin. Klar, nicht alle Spielplätze sind so toll, wie der Drachenspielplatz oder der Krausnickpark. Die Qual der Wahl zu haben, ist trotzdem toll. Glücklich macht mich vor allem, dass es viele Angebote gibt, die man kostenlos oder für kleines Geld in Anspruch nehmen kann. Mein Tipp: Besorgt euch den Familienpass, darin findet ihr nicht nur allerlei Coupons zum Sparen, sondern auch viele Anregungen für Ausflüge oder Regentage. Die können mitunter ziemlich nervenaufreibend sein. Wir steuern dann einfach ein Eltern-Kind-Café an und sind wieder happy.“
 
… man die Dinge hier lockerer sieht!
 
Julia stürzt sich für Qiez ins Stadtleben: „Die große Freiheit, die so viele Künstler und Exoten in meine Heimat zieht, genieße ich natürlich auch. Wenn ich am Abend mit meiner angeschmuddelten Schlumpi-Hose auf dem Balkon sitze und spontan in eine Bar oder zum Boxi bestellt werde, kann ich so wie ich bin vor die Tür. Vom Freibad in den Club? Auch kein Problem. Und wenn ich mal wieder am Sonntag Nachmittag bei meinem Stamm-Bäcker stehe und dabei die Augen noch nicht aufkriege, kassiere ich eher einen kessen Spruch und eine Mitleids-Schrippe gratis statt verächtliche Blicke. Außerdem: Wenn es irgendwo mal wieder anstrengend wird, fügt man sich hier mit dem nötigen ironisch-distanzierten Abstand seinem Schicksal. Weil man sich eben selbst nicht zu ernst nimmt, freundlich aber ehrlich ist, erspart sich der Berliner unnötiges Ärgern und Grübeln über Blödsinn und hat mehr Zeit zum Happy-Sein.“
 
… Berlin arm, aber sexy ist!

Qiez-Praktikantin Lisa: „Das Zitat von Assiel Mahmoud: ‚Man ist nicht arm, wenn man kein Geld hat. Arm ist man, wenn man denkt es sei davon abhängig‘, trifft ganz genau auf die Denkweise der Berliner zu. In unserer bunten Hauptstadt gibt es viele Möglichkeiten auch mit einem geringen Budget Kultur zu erleben. Ständig gibt es neue Aktionen, viele Kinos sind günstig und immer mal wieder kostenlos. Auch einige Clubs und Museen verlangen keinen Eintritt. Günstig und gut shoppen lässt es sich in den vielen Second Hand Läden und Flohmärkten. Zu zweit essen gehen und dabei nur 10 Euro ausgeben? Auch kein Problem. Kaum recherchiert man ein wenig, schon lassen sich auch gratis Yoga und Eiscreme finden. Für Pfennigfuchser wie mich ist diese Stadt perfekt. Berlin ist weniger kommerziell – dafür umso kreativer… und glücklicher.“

Philharmonie und Kammermusiksaal, Matthäikirchpl. 8, 10785 Berlin

Telefon 030 254880
Fax 030 25488390

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