Stadtteil kurz vorgestellt

Neukölln

Einer der bekanntesten Plätze in Berlin Neukölln: der Herrmannplatz.
Einer der bekanntesten Plätze in Berlin Neukölln: der Herrmannplatz.
Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky veröffentlichte 2012 das Buch "Neukölln ist überall". Falsch, denn Neukölln gibt es nur einmal. Im Süden von Berlin liegt der neue Trendbezirk, der nicht nur durch die Rütli-Schule bekannt wurde.

Um 1200 herum wurde die Gemeinde Richardsdorf (später Rixdorf) von Tempelrittern gegründet, die aus dem benachbarten Tempelhof kamen. Erste urkundliche Erwähnung war am 26. Juni 1360. Seit 1912 heißt Rixdorf Neukölln. Die Namensgebung erfolgte mit Zustimmung von Kaiser Wilhelm II., da Rixdorf ein Ort frivoler Unterhaltung war und es eine offizielle und behördliche Veränderung geben sollte. Bei der Berliner Verwaltungsreform 2001 war Neukölln neben Spandau und Reinickendorf der einzige Bezirk, der aufgrund seiner Größe von mehr als 200.000 Einwohnern nicht mit einem anderen Bezirk zusammengelegt wurde.

Viele Orte in Neukölln sind gut erhalten und Anziehungspunkte für Einheimische und Touristen. Zu nennen ist unter anderem das Rathaus Neukölln, das 1908 eingeweiht wurde und sich am  Baustil der deutschen Renaissance orientiert. Imposant ist der 68 Meter hohe Turm des Gebäudes, an dessen Spitze eine 2,20 Meter hohe Statue der Glücksgöttin Fortuna steht. Ein weiteres Highlight ist das Stadtbad Neukölln, das antiken Thermalanlagen nachempfunden ist. In dem neoklassizistischen Bad gibt es sieben Meter hohe Travertinsäulen, Wandelgänge und Mosaike, die an das frühe Griechenland erinnern. Auch zu empfehlen sind der Volkspark Hasenheide, die Bethlehemskirche und die Geyer-Werke.

In Rixdorf ist Musike

Kulturell hat der Bezirk einiges zu bieten. Zwischen Richardstraße und Karl-Marx-Straße liegt das „Kulturdreieck“, in dem Comenius-Garten, Heimathafen und Rixdorfer Schmiede zu finden sind. Zum Gutshof von Schloss Britz gehört das Heimatmuseum, das Einblicke in die Wohnkultur der Bürger zur Gründerzeit am Ende des 19. Jahrhunderts gibt. Bekannteste Kultureinrichtung ist wohl die Neuköllner Oper. In der kleinsten Oper der Hauptstadt bekommen vor allem lokale Künstler die Möglichkeit, ihre Werke darzustellen und damit den Charme Neuköllns zu repräsentieren.

Fast schon legendär ist das Festival „In Rixdorf ist Musike“, bei dem im Sommer an verschiedenen Orten live Musik und Theater zu erleben sind und das überregionale Bekanntheit erlangt hat. Ein weiteres sehr populäres Kulturevent sind die „48 Stunden Neukölln“.

Bezirksamt Neukölln, Karl-Marx-Str. 83, 12043 Berlin

Telefon 030 90239-0 oder 115
Fax 030 90239-3740

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