Kiez-Serie

Darum ist es im Komponistenviertel am schönsten

Darum ist es im Komponistenviertel am schönsten
Eine schöne Häuserecke aus der Gründerzeit.
Klar, unsere "hood" ist die schönste! Warum uns ausgerechnet das durchaus etwas abseits gelegene Komponistenviertel in Weißensee so gut gefällt? Das liest du hier! 

1. … weil es einige Meter hinter der Berliner Allee, die wie die schmuddelige Hermannstraße in Neukölln anmutet, wie im gutbürgerlichen Wilmersdorf aussieht. Man mag es kaum glauben. Wunderschöne Häuser aus der Gründerzeit. Man muss das Ganze erst auf sich wirken lassen. Ein paar Schritte in die Seitenstraße und plötzlich ist man in einer grünen ganz bezaubernden Wohngegend.

2. … weil man hier unweit vom Großstadttrouble wunderbar seine Kinder großziehen kann. Überall sehen wir Spielplätze, Mamas mit  Kinderwagen und sogar einen Späti ! Damit der Papa sich abends auch mal ein Bier kaufen kann.

3. …weil es hier ein kulinarisches Highlight für den vegetarischen Gaumen gibt. Das Biocafé und -Restaurant Mandelbaum ist im Komponistenviertel eine Institution und allemal einen Abstecher wert.

4. …weil hier für Currywurst-Liebhaber ein original Konnopke Imbiss steht, sozusagen die Berliner Currywurst-Institution. Aber wie kommt das? Es gibt doch nur den einen in der Schönhauser … Gibt es nicht! Lasst uns kurz ausholen… Vater Konnopke hatte mit seiner Frau zwei Kinder: Günther und Waltraud. Die Konnopkes betrieben zwei Imbisse. Einen an der Schönhauser Allee und einen in der Mahlerstraße im Komponistenviertel. Günther übernahm später den Imbiss in der Mahlerstraße. Waltraud hatte geheiratet und betrieb als nun als Waltraud Ziervogel den Imbiss in der Schönhauser Allee. Auch weiterhin unter dem Namen Konnopke. Got it?

5. …weil die Straßen hier wirklich alle nach bekannten Komponisten benannt sind. Bizet, Chopin, Gounod. Man fühlt sich gleich sehr gebildet, wenn man das Viertel wieder verlässt.

6. … weil sich hier der flächenmäßig größte erhaltene jüdische Friedhof Europas befindet. Er steht seit den 1970er Jahren unter Denkmalschutz. Bekannte Persönlichkeiten wie Samuel Fischer (Gründer des Fischer-Verlages), Berthold Kempinski (Namensgeber der Hotelkette) und die Eltern von Kurt Tucholsky (tatsächliche Ruhestätten unbekannt) haben im Jüdischen Friedhof ihre Grabsteine. Sehenswert!

7. …weil man wunderbar in einem der kleinen Parks entspannen kann, wenn man mal Pause vom Großstadtstress braucht.

8. …weil Weißensee eine Dorfkirche aus dem 14. Jahrhundert hat. Das ist mehr als 600 Jahre her!

9. …weil der Weißenseer Stadtpark gleich um die Ecke ist, mit dem Weißen See und dem Strandbad Weißensee, in welchem alljährlich das By the Lake-Festival stattfindet. Wenn man im Sommer schwimmen, chillen oder tanzen mag, oder im Winter mal ein wenig an die frische Luft will – ideal.

Jüdischer Friedhof Weißensee, Herbert-Baum-Str. 45, 13088 Berlin

Telefon 030 9253330

Webseite öffnen


April bis September: Montag bis Donnerstag von 07:30 bis 17:00 Uhr, Freitag von 07:30 bis 14:30 Uhr, Sonntag von 08:00 bis 17:00 Uhr
Oktober bis März: Montag bis Donnerstag von 07:30 bis 16:00 Uhr, Freitag von 07:30 bis 14:30 Uhr, Sonntag von 08:00 bis 16:00 Uhr
Achtung: Hunde sind nicht erlaubt!

Jüdischer Friedhof Weißensee

Weitere Artikel zum Thema Wohnen + Leben

Freizeit + Wellness | Wohnen + Leben

Ist Berlin bald eine Stadt ohne Werbung?

Werbung soll aus dem Stadtbild verschwinden. Das fordert die Initiative "Berlin Werbefrei" per Volksentscheid und […]