• Montag, 11. März 2013
  • von Jan-Peter Wulf

QIEZ-Blogger: nomyblog

Neue Messe für Foodies, Händler & Gastronomen

  • Next Organic Berlin
    Die neue Messe findet am 26. Mai im Flughafen Tempelhof statt. Foto: externe Quelle - ©Next Organic Berlin

Ende Mai findet zum ersten Mal die "Next Organic" im ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof statt, eine neue Messe für Food-Fans, Händler und die Gastronomie. Warum er findet, dass die deutsche Food-Landschaft eine weitere Biomesse gebrauchen kann, was die "Next Organic" anders machen will und wie Gastronomen davon profitieren: Jan-Peter Wulf von nomyblog hat mit Jiro Nitsch gesprochen, er ist zusammen mit Lena Rahn Organisator des Events.

Herr Nitsch, wie ist die Idee zu Next Organic entstanden?
J.N: "In der regionalen (Bio-)Messelandschaft fehlte uns eine junge und offene Plattform, die sich nicht nur auf den Fachhandel konzentriert, sondern auch neue Brücken schlagen will zwischen Herstellern, dem Handel und vor allem der Gastronomie. So ist das neue Messeformat entstanden."

Was unterscheidet Next Organic zum einen von “Foodie-Treffen” und zum anderen von anderen Fachmessen? 
"Wir sind ständig auf der Suche nach neuen und unbekannten Marken und Machern. Uns geht es in erster Linie darum, kleinen und feinen Anbietern eine Möglichkeit zu geben, sich in einem Fachmesse-Kontext zu präsentieren. So kam es auch zu der Idee, einen Start-Up Wettbewerb auszurufen, bei dem junge Unternehmen die Chance haben, kostenlose Standpakete zu gewinnen. Darüber hinaus unterscheidet sich die Next Organic Berlin von anderen Formaten, weil nicht nur das reine Produkt in den Mittelpunkt gestellt wird. Wir wollen die Geschichten erzählen und Gesichter zeigen, die hinter dem Produkt stehen. Darauf legen wir auch schon im Vorfeld einen Schwerpunkt unserer Arbeit (siehe www.nextorganic-berlin.de/blog, d. Red.)."

Wofür steht das “next”? Geht es nur um neue Produkte oder auch um eine neue Dimension von Bio? 
"Wir wollen relevante Trends mitgestalten, zukunftsweisende Ideen entwickeln und der 'Next Generation' eine Plattform bieten, Messeformate wie der Entdeckerraum, Förderstände für Start-Ups und Newcomer-Wettbewerbe schaffen eine experimentelle, kreative und offene Atmosphäre."

“Bio ist wichtig, aber auch nicht alles”, steht auf Ihrer Webseite. Was meinen Sie damit? 
"Den Satz sagen wir tatsächlich nicht nur so daher. Ökologisch zu arbeiten und zu produzieren, ist in unseren Augen der richtige Weg, aber wir machen es nicht abhängig von Label und Etikette. Für uns ist Transparenz und handwerkliches Arbeiten ausschlaggebend. Bio kommt dann meistens ganz von alleine."

Vor ein paar Wochen durften wir ein temporäres Restaurant besuchen, dessen Food ausschließlich regional angebaut wird, und dessen zum exklusiven Event geladenen Gäste von außerhalb teilweise per Kurzstreckenflug anreisten. Da fragt man sich dann schon: Ist Nachhaltigkeit am Ende nur ein Lifestyle-Konzept? 
"Ein Kurzstreckenflug für ein 'regionales”' Essen hat wenig mit Nachhaltigkeit zu tun. Gerade in Ihrem Beispiel ist zu sehen, dass es durch zu viel Geld auch mehr als widersprüchlich werden kann. Aber Geld spielt letztendlich keine Rolle, eher Überzeugung. Nachhaltigkeit und Bio sind nicht auf bestimmte Menschen begrenzt. Allerdings muss wohl ein Grundinteresse für die Themen Lebensmittel und Ernährung bestehen – so unsere Erfahrungen."

Sie verstehen sich auch als Plattform für die Gastronomie. Was genau bieten Sie in dieser Hinsicht?
"Grundsätzlich ist es uns wie gesagt ein Anliegen, neue Brücken zu schlagen und andere Vertriebswege zu öffnen. Auf der Next Organic Berlin kommen Menschen und Unternehmen zusammen, die sonst im Messekontext wenig bis keine Berührungspunkte haben. So sind wir mit regionalen Gastro-Vertrieben im Gespräch, die auf reinen Bio Fachhandels-Messen keine Möglichkeit hätten, sich zu präsentieren. Auf der anderen Seite sprechen wir mit Köchen und Gastronomen, um deren Bedürfnisse und Wünsche zu erfahren."

Was ist das Ziel? 
"Der Aufbau einer Plattform für Hersteller, Produzenten, innovative Foodlabels und Winzer, die Interesse an Kontakten zur Gastronomie haben. Darüber hinaus wird ein gemeinsames regionales Projekt angestrebt, das Hersteller und Produzenten sowie Gastronomie, Hotellerie und Catering zusammenbringt."

Viele Gastronomen, vor allem Systemer, beklagen, dass der Bezug von Bio-Produkten schwierig ist. Vor allem, zu konstanten Preisen konstante Mengen in konstanter Qualität zu bekommen. 
"Das Problem ist uns durchaus bewusst, und mit ein Grund, warum wir diese neue Plattform ins Leben rufen. Letztendlich raten wir: Redet miteinander, schaut euch nach alternativen Vertriebswegen um und kommt zur Next Organic Berlin."

Dieser Artikel wurde uns zur Verfügung gestellt von nomyblog

 

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Quelle: nomyblog
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