• Freitag, 04. März 2016
  • von Susanna Gotsch

Neueröffnungen

Die unermüdlichen Gastronomen

  • Louis Pretty
    Nicht nur auf gutes Essen wird im Louis Pretty Wert gelegt, sondern auch auf Farbe. Foto: externe Quelle - ©Steve Herud

Wer in Berlin einmal erfolgreich in der Gastroszene Fuß gefasst hat und neben gutem Essen auch mit tollen Konzepten überzeugen kann, wagt es oft ein zweites oder gar drittes Mal. In dieser Woche erfreuen uns gleich drei alte Hasen mit neuen Restaurants, in den man vor allem die Fleischeslust zelebrieren kann. 

greenHouse (Glienicke)

Volkmar Thieme ist ein Tausendsassa unter den Berliner Gastronomen. Nun hat er den Schritt vor die Tore der Hauptstadt gewagt und das greenHouse in Glienicke eröffnet. Sein fünftes Restaurant (er betreibt außerdem das Wasserwerk, Two Buddhas, Alter Fritz sowie das Landhaus Villago) ist eine gläserne Sensation. Denn hier sitzen die Gäste förmlich unter freiem Himmel umgeben von exotischen Pflanzen und lassen sich kalifornische (Grill-)Spezialitäten (Burger, Steaks, Tacos und Burritos) schmecken. So etwas gab es in Berlin bisher noch nicht. Jedenfalls nicht in dieser Dimension. Thieme hat für etwa 1,7 Millionen Euro ein gigantisches Gewächshaus errichten lassen, dieses mit zwei Schiffscontainern aus China, schönen Holzmöbeln aus Teakholz und fast 200 Palmen, Kakteen und Bambussträuchern ausgestattet. Freitags und samstags wird ein DJ abends für Lounge-Atmosphäre sorgen und im Sommer eröffnet die großzügige Dachterrasse, die noch einmal 150 Plätze zusätzlich bietet. 
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Louis Pretty (Kreuzberg)

Auch Oskar Melzer (Mogg & Melzer) hat eine neue Wirkungsstätte gefunden. In Kreuzberg bringt er uns im Louis Pretty hausgemachte Spezialitäten der jüdisch-amerikanischen Küche näher. Im Mittelpunkt steht gepökelte Ochsenbrust, auch bekannt als Pastrami. Gleich mehrere Varianten sind davon im Angebot. Der Klassiker wird auf Roggenbrot mit Coleslaw, Salzgurke und Senf serviert. Neben den Delikatessen im Sandwich gibt es auch Matzeball-Suppe, Salat mit geröstetem Blumenkohl, Kichererbsen mit scharfem Dressing aber auch Süßes wie Cheesecake mit Blaubeeren. Geöffnet hat das Deli ab 11 Uhr, ideal für Spätfrühstücker. Oder zum Lunch. Von 12 bis 15 Uhr gibt es ein Special, beispielsweise Sandwich plus Getränk für 9 Euro oder ein Süppchen für 4,50 Euro. Optisch ist der Laden auch ein echter Hingucker: Vor orangefarbenen Wänden stehen pinkfarben bezogene Sitzbänke und Tische mit Swimmingpoolaufdruck. Wenn das mal kein Bekenntnis zur Farbe ist!
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Burger de Ville (Charlottenburg)

Zwar keine zweite Filiale, dafür eine beständige haben nun die Macher von Burger de Ville am Kranzlereck gefunden. Fans ihrer Fleisch- und Chickenburger müssen sich nun nicht mehr die Finger abfrieren, wenn sie ins Maisbrötchen beißen. Zur Auswahl in dem puristisch eingerichtetem Eck-Imbiss stehen sechs Fleischvarianten (5,20 bis 9,30 Euro), fünf mit Hühnchen (6,70 bis 8,30 Euro) sowie eine vegane mit Halloumi. Pommes und Salate runden das Streetfood-Angebot ab. 
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Ein von @luizasimor gepostetes Foto am

Susanna Gotsch


Filetstück Pigalle (Neukölln)

Matthias Martens hat sein Filetstück-Imperium erweitert. Zu den Filialen in Charlottenburg, dem Gourmetstück und dem Filetstück Urgestein in Prenzlauer Berg gesellt sich nun Nummer drei in Neukölln. In Erinnerung an die Pigalle Bar, die als "Tanzlokal mit Anbahnung" und als Freudenhaus zu den Hotspots der Alliierten in den 60ern gehörte, trägt das Restaurant den Beinamen Pigalle. Martens freut sich sehr, dass an diesem geschichtsträchtigen Ort wieder "Fleischeslust zelebriert werden kann". Um das leibliche Wohl von bis zu 60 Gästen kümmern sich Küchenchef Martin Harder (einst e.t.a Hoffmann und Markus Semmler) und ein zehnköpfiges Team. Wer im Pigalle einkehrt, darf sich auf die klassischen Filetstück-Cuts aber auch auf dry aged Qualitäts-Fleisch aus Eigenreifung und diverse Kiezspecials freuen. Ansonsten sind Karte und Qualität identisch zum Mutterschiff.
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Mister Spex (Mitte)

Mit Essen und Fleisch hat Mister Spex rein gar nichts am Hut bzw. der Brille. Wohl aber erkannt, dass sich neben dem Online- auch das Offlinegeschäft lohnt. Die Leute wollen eben wieder mehr anfassen und ein echtes Kauferlebnis haben. Gerade, wer sich eine neue Brille anschafft, legt Wert darauf, das Produkt auf Passform, Farbe und Material zu prüfen. Und davon gibt es im neuen Mister Spex Store im Alexa jede Menge: Aus über 1400 Brillen und Sonnenbrillen kann ausgewählt und anprobiert werden. Ausbildete Optiker stehen beratend zur Seite, führen auf Wunsch auch einen Sehtest durch und wenn ein Modell nicht vorrätig ist, wird's eben online bestellt und kann am nächsten Tag begutachtet werden.
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Susanna Gotsch

Louis Pretty (GESCHLOSSEN)

Ritterstraße 2
10969 Berlin

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Quelle: QIEZ
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