• Sonntag, 18. Februar 2018
  • von Nikolaus Triantafillou

Top-Listen

Top 10: Tolle Buchläden in Berlin

  • Buchläden mit vielen Büchern
    Der Berliner mag es persönlich – deswegen findest du in der Hauptstadt noch viele kleine, schöne Buchhandlungen. Foto: StockSnap.io - © Jessica Ruscello

Schlaflose Nächte bereiten uns in Berlin nicht nur die zahlreichen Clubs, sondern auch die große Auswahl an Büchern. Die zauberhaftesten Buchläden für ganz persönliche Lesehighlights haben wir für dich herausgesucht.

Schleichers (Dahlem)

Hier findet nicht nur Bücherverkauf, sondern auch Literaturvermittlung statt: Für ihr Engagement in dieser Richtung wurde die Buchhandlung Schleichers bereits auf der Frankfurter Buchmesse gemeinsam mit sieben weiteren Mitgliedern der Kooperation 5plus mit dem Julius-Campe-Preis ausgezeichnet. Denn die Schleicher Buchhandlung gibt nicht nur tolle  Buchempfehlungen , sondern ist auch Mitherausgeber des Literaturmagazins 5plus. In Schleichers' Räumlichkeiten in Dahlem finden außerdem immer wieder spannende Lesungen statt, denn die Betreiber haben gute Kontakte zu Autoren und Verlegern. Ein reiner Studentenbuchladen ist Schleichers trotz Uni-Nähe schon lange nicht mehr. Es gibt ein großes, aber sorgfältig ausgewähltes Sortiment ohne "Bestsellerei". Diesen Laden verlässt kaum jemand mit leeren Händen.
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Uslar & Rai (Prenzlauer Berg)

Mut zur Lücke statt überladener Büchertische: Katharina von Uslar, Schwester des Autors Moritz von Uslar, und dessen Kollege Edgar Rai setzen auf ein etwas anderes Konzept als viele Konkurrenten. In ihrem 2012 eröffneten Laden hängen die Bücher übersichtlich an der Wand; auf den Tischen gibt es allenfalls kleine Stapel. Die beiden Betreiber sind davon überzeugt, dass ein solch subjektiv ausgewähltes Sortiment gerade in Zeiten des Online-Handels den Nerv im Kiez trifft. Natürlich können alle lieferbaren Titel bestellt werden, auch über den Webshop. Und in dem ehemaligen Bordell an der Schönhauser Allee finden obendrein Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen statt.
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Playing with Eels (Kreuzberg)

Was diesen Buchladen im  Graefekiez  so sympathisch macht, ist die Mischung. Seine Inhaberin Marina Reuscher ist vielseitig interessiert und das spiegelt sich auch im Angebot von Playing with Eels wider. Es gibt eine schöne Bücherauswahl für Erwachsene und Kinder und auf Wunsch ist fast jedes Buch für den nächsten Tag lieferbar. Darüber hinaus fungiert Playing with Eels aber auch als Galerie und  Café   Dort gibt es kleine Speisen und natürlich leckeres Gebäck – und jeden Samstag von 11 bis 15.30 Uhr sogar veganen Brunch für 13 Euro. Alle Zutaten kommen aus kontrolliert biologischem Anbau und der Kaffee wird natürlich frisch geröstet zubereitet. So muss man sich um die Zukunft der Buchläden natürlich keine Sorgen machen!
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Ein Beitrag geteilt von Johanna W. (@heartofjo) am


Kulturkaufhaus Dussmann (Mitte)

Sicher eine kontroverse Wahl, schließlich zählt das Kulturkaufhaus Dussmann mit seinen ausgedehnten Öffnungszeiten doch zu einem von den Großen, der die Kleinen plattmacht. Oder? Zu einer Kette gehört Dussmann jedenfalls nicht und ein so großes Angebot, wie es im Geschäft in der Friedrichstraße verfügbar ist, lässt uns auf jeden Fall an die Zukunft der Literatur glauben. Es ist ja nicht so, dass hier nur die Spiegel-Bestseller, Krimis und Ratgeber-Literatur verkauft werden. Dussmann ist DIE Anlaufstelle, wenn es darum geht, ein Buch zu bekommen, ohne es vorher bestellen zu müssen. Egal ob in den Bereichen Kinderbuch, Wissenschaft, fremdsprachige Literatur oder Bildband. Die Musik- und Film-Auswahl ist ebenfalls nicht zu verachten. Wenn es schnell gehen soll, ist der Besuch beim Goliath der Berliner Branche also sicher keine schlechte Idee.
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Chatwins (Schöneberg)

Diese Buchhandlung in der Goltzstraße ist nach dem bekannten Reiseschriftsteller Bruce Chatwin benannt. Im Internet beschreibt sie sich als "die andere Reisebuchhandlung". Denn man findet hier, praktisch nach Ländern und Kontinenten sortiert, tatsächlich alles, was man an Lektüre zum Verreisen braucht – und noch viel mehr. Neben Reiseführern und Karten stehen nämlich auch Romane und  Krimis , die in der jeweiligen Region spielen. Chatwins funktioniert also nicht nur als Spezialbuchhandlung, sondern versorgt gleichzeitig den Kiez mit Belletristik und Kinderbüchern. Die Leidenschaft zum Reisen teilen die Betreiber Kerstin Hofmann und Peter Neumann übrigens mit ihrem Namenspatron.
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Die Buchkönigin (Neukölln)

Der Name passt perfekt zu dem kleinen Laden mitten im  Reuterkiez : Klein und stolz präsentiert sich Die Buchkönigin, die vor allem auch eine tolle Auswahl an feministischer Literatur anbietet. Die Kunden schätzen in der Neuköllner Buchhandlung neben dem guten Sortiment mit vielen Literaturperlen vor allem auch die persönlichen Empfehlungen und die Gespräche mit den Buchhändlerinnen. Die gemütliche Einrichtung mit kuscheligen Lesesesseln sorgt für eine entspannte Atmosphäre und lädt zum Verweilen ein. Somit ist Die Buchkönigin der perfekte Ort für Lesungen und stundenlanges Stöbern! Schön finden wir, dass es im Buchladen ab und an sogar Ausstellungen zu sehen gibt und Produkte der Künstler aus dem Bezirk verkauft werden. 
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Ludwig Wilde Buchhandlung (Kreuzberg)

Alte Schule! Das schießt einem beim Betreten dieses Ladens nahe dem Südstern möglicherweise durch den Kopf. Möge es solche Buchhandlungen noch lange geben! Die Literatur stapelt sich bei Ludwig Wilde fast bis unter die Decke, denn groß ist der Verkaufsraum nun wirklich nicht. Dafür hilft das kompetente und freundliche Personal bei der Suche, berät, gibt Tipps und eigenes Wissen weiter – genauso wie man es sich bei einem Buchhändler idealerweise vorstellt. Im Angebot ist Literatur verschiedener Genres und natürlich wird bestellt, was fehlt. Sogar E-Books lassen sich bei Bedarf über den Laden ordern.
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Georg Büchner Buchladen (Prenzlauer Berg)

Der berühmte Namensgeber ist nicht der einzige Grund für den exzellenten Ruf dieses Ladens im Kollwitzkiez. Nicht nur, dass er idealtypisch den Anforderungen an eine Kiezbuchhandlung entspricht: Echte Kenner verkaufen hier ein gut ausgewähltes Sortiment und beraten auch noch gerne. Die Schwerpunkte liegen neben Literatur und Poesie auf Philosophie, Naturwissenschaften, Politik und Geschichte sowie Reiseliteratur. Ebenfalls im Angebot: ausgewählte Software und DVDs. Direkt nebenan befindet sich der Ableger für Kunstbücher und  Papierwaren . Obendrein veranstaltet der Georg Büchner Buchladen natürlich Lesungen.
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Lesen und lesen lassen (Friedrichshain)

Friedrichshain ist nicht vorrangig als Literaturort bekannt – umso mehr lohnt es sich, auf eine kleine unabhängige Buchhandlung wie Lesen und lesen lassen hinzuweisen. Der Laden in der Wühlischstraße ist klassisch-stilvoll mit Parkett und Holzregalen eingerichtet und wirkt sehr aufgeräumt. Das hilft beim Stöbern, einer Tätigkeit, der man hier nach Herzenslust frönen kann. Es bedeutet auch, dass die Auswahl gut sortiert, aber nicht riesig ist. Doch selbstverständlich können auch bei Lesen und lesen lassen alle lieferbaren Werke kurzfristig bestellt werden. Nicht zu vergessen: Eine schöne Palette an  Comics  und Literaturzeitschriften gibt es auch noch.
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Autorenbuchhandlung (Charlottenburg)

Was steckt hinter diesem Namen? Tatsächlich handelt es sich bei der Autorenbuchhandlung in der City West um einen 1976 von berühmten Schriftstellern  – darunter Böll, Grass und Loriot – gegründeten Laden, den diese in der Folge auch als Gesellschafter unterstützten. Die Idee war, dem Mainstream etwas entgegenzusetzen und nicht (nur) Leichtverkäufliches anzubieten. Auch wenn inzwischen das Gesellschaftermodell aufgegeben wurde – das Angebot in der über 40 Jahre alten Autorenbuchhandlung folgt nach wie vor dem Grundprinzip. Erweitert wurde es allerdings: Es gibt in dem schönen Laden unter einem S-Bahn-Bogen am Savignyplatz mittlerweile auch Filme und E-Books sowie ein kleines Café. Zudem wurde das ambitionierte Kundenmagazin Geistesblüten mit dem BuchMarkt Award in Silber ausgezeichnet.
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Quelle: QIEZ
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