• Montag, 29. Mai 2017
  • von Gastautor

Top-Liste

Top 10: Französische Restaurants in Berlin

  • Brasserie Colette Berlin Tim Raue
    Tim Raue kann auch französisch. In seiner Brasserie Colette kommen Klassiker wie gebackener Camembert und Boeuf Bourguignon auf die Bistrottische.  Foto: externe Quelle - ©Nils Hasenau

Wenn eine weiß, wie das echte Savoir-vivre in der Hauptstadt schmeckt, dann sie. Französin und Feinkostexpertin Noémie Causse von Maître Philippe & Filles stellt ihre zehn Lieblingsfranzosen vor – vom absoluten Klassiker bis zum spannenden Neuzugang.

Brasserie Lamazère (Charlottenburg)

Régis ist ein fantastischer, leidenschaftlicher Gastgeber! Als Sohn eines Pariser Spitzenkochs wuchs er quasi in einer Brasserie auf und versteht sein Handwerk somit perfekt. Das Essen ist modern französisch interpretiert und bietet sich klassisch als 3-Gänge-Menü an. Aber auch einzelne, wechselnde Gerichte wie gebratenes Spanferkelconfit mit Pflaume oder sautierter Chicorée bringen mich ins Schwärmen. Das verspiegelte Restaurant mit seinen roten Bänken ist für mich immer wieder der perfekte Ort, um Freunde zu treffen, ein Business- Lunch zu haben oder einfach nur ein gutes Glas Wein zu genießen.
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Papilles (Neukölln)

Ein Franzose in Neukölln. Entsprechend international und locker geht es im Papilles zu. Das Personal spricht in jedem Fall Französisch und Englisch – sein Deutsch wird langsam besser. Entsprechend bunt ist auch die Speisekarte, die Gästen mündlich präsentiert wird. Da gesellen sich zu Klassikern wie im Ganzen gebackener Camembert de Normandie (Den man nie allein schafft!) und Quiche auch mal ein richtig guter Lachsburger mit schwarzem Brötchen. Das Baguette wird selbst gebacken und auch das Frühstück (von Croissant bis Eggs Benedict) macht Frankreich-Fans satt und glücklich. 
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Rosa Lisbert (Moabit)

Ja, auch Moabit hat gastronomisch was zu bieten. Das Rosa Lisbert (die Chefs Robert und Lisa sind Namensgeber) verwöhnt den Kiez mit französischen Spezialitäten aus dem Elsass wie vorzüglichem Flammkuchen. Das hat ihm schon die Auszeichung als "Szenerestaurant"eingebracht. Ich kann mich jedenfalls jedes Mal kaum entscheiden. Nehme ich die klassische Variante mit Zwiebeln und Speck oder die mit Entenbrust, Weintrauben und Feldsalat? Und bleibt dann noch Platz für die fabelhafte Tarte Tatin? Einziger Wermutstropfen: Da das Restaurant Teil der wunderschönen Arminius-Markthalle ist, bleibt hier sonntags (und montags) der Ofen aus.  
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Tina Gerstung

 

Brasserie Colette Tim Raue (Schöneberg)

Ich mag Tim Raue. Ihn lassen wir sogar ausnahmsweise hinter unsere Theke. Er kauft in unserem Feinkostgeschäft französischen Käse und Jahrgangssardinen, die im Colette mit Röstbrot und Zitrone auf der Karte stehen. Die bleibt – typisch Raue – übersichtlich und ausgewählt. Ich mag die Mischung aus Cordon Bleu, Artischocken, Ratatouille, Austern und Thunfischtatar. Mittags gibt’s ein bezahlbares 2- oder 3-Gänge-Menü – und das sogar am Wochenende.
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Entrecôte (Mitte)

Ein Franzose alter Schule und immer eine sichere Bank. Die große Halle erinnert mich an die Brasserien in Paris. Ein bisschen hektisch und schön urban. Passend dazu empfiehlt sich hier Klassisches wie Schnecken, Bouillabaisse mit Rouille oder Chateaubriand. Und last but noch least darf das Entrecôte hier natürlich nicht fehlen – wahlweise mit Kartoffelgratin oder Pommes allumettes (Streichholzkartoffeln) und Sauce Béarnaise. Das hat schon Madonna gemundet.
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Brasserie Lumières (Schöneberg)

Die Brasserie Lumières ist ein Neuzugang auf der Potsdamer Straße, dem man seinen Frischlingsstatus weder ansieht noch anmerkt. Tolles Interieur und ein sehr sympathischer Maître heißen die Gäste willkommen. Die Küche verantwortet Michael Müller, der zuvor im 3 minutes sur mer gekocht hat. Zum Lunch genießt du hier ein feines Mittagsmenü, etwa mit Blumenkohlsuppe, Kabeljaufilet und Kaffee inklusive. Oder du schaust abends vorbei und probierst Zwiebelsuppe, Choucroute und Steak Tartare mit Lauchmayonnaise und Saiblingskaviar. Immer ein Traum: die hausgemachte Limonade mit Lavendel.
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Tina Gerstung

 

Le Saint Amour (Kreuzberg)

Le Saint Amour ist eine Hommage an Lyon, "den Magen Frankreichs". Schließlich kocht der dreifach besternte Küchengott Paul Bocuse dort. Und ich freue mich in Kreuzkölln über Lyoner Spezialitäten wie Hechtklösschen mit Fischsauce. Das berühmte Coq auf Vin wird hier mit Reis serviert – auch typisch französisch, aber für viele überraschend. Geschmackssache sind sicherlich die Froschschenkel. Für mich allerdings auch ein Zeichen, dass es für ein französisches Restaurant in Berlin kaum authentischer geht. 
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Joynes Kitchen (Charlottenburg)

Etwas versteckt am Ende der Mommsenstraße bekommst du in Joynes Kitchen Käse aus unserem Geschäft. Aber ich möchte nicht mit dem Nachtisch vorgreifen. Unter Jugendstil-Lampen sitzend begeistern schon der tolle Service und das Baguette. Die Kreationen von Chefkoch (und Australier) Anthony Joynes schließen nahtlos daran an. Kein Wunder, schließlich war er vorher bei Régis in der Brasserie Lamazère. An meine butterzarte Ochsenbacke mit samtigem Kartoffelpüree, Roter Bete und Kürbiskernsplittern denke ich immer wieder. Wer nicht à la carte bestellt, entscheidet sich für das fair kalkulierte, modern interpretierte 3- oder 5-Gänge-Menü.
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L'Eustache (Neukölln)

Das kleine französische Restaurant ist mein Geheimtipp und mit der kochenden Chefin Justine Daufresne in weiblicher Hand. Entsprechend entspannt geht es hier zu. Das Essen ist bodenständig und hausgemacht, die Einrichtung süß. Absolutes Muss: die selbstgemachte Terrine. Aber auch Fisch, Ragout und Salat von der wechselnden Karte schmecken sehr gut. Ganz zu schweigen von den Tartelettes oder dem warmen Schokoküchlein zum Nachtisch …
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Tina Gerstung


Brasserie la bonne franquette (Mitte)

Wem der Sinn nach Salat mit warmem Ziegenkäse, hausgemachter Entenstopfleberterrine, Moules Frites oder Creme Brûlée steht, der sollte die Brasserie la bonne franquette (à la bonne franquette bedeutet soviel wie "locker vom Hocker") in Mitte aufsuchen. Hier wird das französische Lebensgefühl nicht nur auf dem Teller serviert; das dunkle Holz, die roten Samtbänke und Kunst an der Wand tragen ebenfalls gehörig zum Savoir-vivre bei.
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Noémie Causse weiß, wo es schmeckt. ©Marla Studio Noémie Causse weiß, wo es schmeckt. ©Marla Studio


Noémie Causse, gebürtige Berliner Halb-Französin, betreibt mit ihrem Vater Philippe und ihrer Schwester Anaïs das Feinkostgeschäft Maître Philippe & Filles, eine Berliner Institution für französische Feinkost und Weine. Wenn sie nicht gerade den Onlineshop pflegt, Sardinenseminare gibt oder auf dem Tempelhofer Feld ihre Nase in den Wind hält, schlemmt sie sich durch die Restaurants der Stadt. 

Quelle: QIEZ
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