• Freitag, 29. Juli 2016
  • von Helen von der Höden

Top-Liste

Top 5: Kimono-Shops in Berlin

  • Kimono Shopping Mann Shop in Berlin
    Glücklicherweise musst du nicht nach Japan reisen, um so schöne Kimonos zu finden. Die gibt es auch in Berlin. Wir verraten dir wo. Foto: Unsplash - ©Priscilla Westra

Seit Jessa aus der Serie Girls umwerfend lässig in ihrem Kimono durch New York spazierte, sieht man sie auch in Berlin häufiger. Klar machen sich die edlen Stücke wunderbar als Hausmantel, aber eigentlich sind sie dafür zu schade. Wo du in Berlin die schönsten Kimonos findest, verraten wir dir mit dieser Liste.

Aura (Neukölln)

Unweit des Landwehrkanals in einer kleinen Neuköllner Seitenstraße findest du seit 2009 das Aura: einen Vintage-Kimono-Laden, in dem zwei Räume prall gefüllt mit rund 1.000 Kimonos warten. Das Spektrum reicht vom prachtvoll bestickten Hochzeitskimono bis zum metallisch glänzenden 80er Jahre Exemplar aus Kunstfaser. Die Besitzerin Amundra Gantömör findet ihre Schätze durch Kimono-Hunter in Japan. Die durchstöbern Kleinanzeigen in Zeitungen, Flohmärkte oder Vintage-Läden. Alle drei Monate kommen die Schätze per Schiff nach Berlin. Amundra bestimmt durch eine Brennprobe das Material, kategorisiert und reinigt die Kimonos.

Selbst, wenn du noch gar nicht sicher bist, ob du einen Kimono kaufen möchtest, lohnt sich der Besuch. Von den goldenen Zwanziger Jahren bis zu zeitgemäßen Entwürfen, kannst du sehen, wie sich der Zeitgeist in den Mustern der Stoffe wiederfindet. Hier gibt es Modelle für Männer und Frauen, die kürzeren Haori sowie allerlei Zubehör wie die breiten Gürtel – Obis genannt. Außerdem bietet das Aura als besondere Dienstleistung die Reinigung der Kimonos an: Ein traditioneller Kimono besteht aus 12 bis 14 Metern Stoff, ist oft handbemalt, aus Seide und muss für die Reinigung aufgetrennt und jede Lage einzeln gesäubert werden. Um die Reinigung zu vermeiden, sollte man immer etwas drunter tragen – in Japan gibt es Unter-Kimonos zum Schutz des Obermantels. In Berlin empfiehlt sich eher Pulli und Hose. Preislich starten die Kimonos ab 50 Euro. Auf der Webseite erhältst du, wenn du den Newsletter abonnierst, einen Willkommensgutschein mit zehn Prozent Rabatt.
mehr Infos zum Aura Berlin

 

Ein von AURABERLIN (@auraberlin) gepostetes Foto am

Straubju

 

Yukata Kimono (Kreuzberg)

Anette Maschmann fertigt und verkauft seit 1995 Kimonos. Einen eigenen Laden mit festen Öffnungszeiten hat sie nicht, aber auf ihrer Webseite kannst du dir ihr ganzes Sortiment ansehen. Wenn dir etwas gefällt, mach einen Termin und schau direkt in ihrer Werkstatt vorbei. Die meisten der Stücke sind handgefertigt und werden durch eine kleine Anzahl kostbarer Einzelstücke aus Japan ergänzt. Wenn du mal ausprobieren möchtest, wie du dich im Kimono fühlst, gibt es einen Leihservice. In Bühnenproduktionen, auf Messeveranstaltungen und selbst in Fernsehserien wie dem Traumschiff waren ihre Kimonos bereits zu sehen. Modelle für Männer und Frauen unterscheiden sich hauptsächlich in der Farbgebung, nicht aber im Schnitt. Gedeckte, dunklere Farben wie blau, schwarz und braun herrschen in der männlichen Garderobe vor, während es bei Frauen deutlich bunter zugeht. Die Kimonos starten ab 270 Euro, die Yukatas aus Baumwolle bei 78 Euro. 
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Garments (Mitte)

Im breiten Sortiment des Vintage-Stores Garments ist alles mit einem scharfen Auge für Style und schöne Dinge ausgesucht. Mittlerweile findest du dort auch eine kleine, feine Auswahl von Kimonos. Die schönen Stücke kosten zwischen 120 und 160 Euro. Der Ausflug in einen der beiden Shops nach Mitte oder Prenzlauer Berg wird sich bestimmt lohnen, denn neben Kimonos gibt es auch extravagante bis schlichte Teile von Stella McCartney, Burberry oder Vivienne Westwood.

Die beiden Ladeninhaberinnen Sandra Keil und Astrid Lafos haben als Kostümbildnerin beim Film gearbeitet, weshalb einige Stücke sogar eine kleine Filmkarriere hinter sich haben. Sie stammen aus dem Fundus von aktuellen Fernseh- und Kinoproduktionen oder wurden von dem einen oder anderen Promi über den Laufsteg getragen. Neben Kleidung gibt es bei Garments auch Accessoires wie Schuhe, Taschen oder Schmuck. Wer will, kann sich aus dem reichhaltigen Fundus in den hinteren Ladenräumen außerdem eine temporäre Garderobe zusammenstellen: Für 30 Prozent des Kaufpreises verleiht Garments die Outfits.
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Kimonomomo (Neukölln)

Satoko Tanakas hat 2013 das Label Kimonomono gegründet. Der 35-jährige Japaner ist in Kyoto geboren. Als Storemanager bei einer großen Modekette hatte er irgendwann genug von den schnell wechselnden Modetrends. Der Kimono symbolisiert für ihn genau das Gegenteil: Ein hochwertig und liebevoll gestaltetes Kleidungsstück, das noch mit der Hand genäht wird und zeitlos elegant ist. Er fliegt regelmäßig nach Japan und bringt von den Kimonomärkten in Kyoto wunderschöne Exemplare mit. Mittlerweile hat er eine Sammlung von 200 Kimonos, bestehend vor allem aus der Kurzjacke Haori. Preislich liegen diese zwischen 50 und 200 Euro. Bestellen kannst du sie online in seinem Etsyshop.

Wenn du die Kimonos aber erstmal probieren möchtest, kannst du das seit April 2015 im Un Autre Voodoo in Neukölln tun. Das französische Paar Raphael und Oryanne Dufour verkauft dort fein kuratierte Designerstücke. Ähnlich wie der von Oryanne veranstaltete Voodoo Market ist das Geschäftskonzept des Ladens in Neukölln aufgebaut: Designer bekommen gegen eine monatliche Gebühr einen kleinen Ausstellungsplatz, der aussieht wie ein Holzhäuschen. Kimonomono hat dort einen festen Platz. 
mehr Infos zum Un Autre Voodoo

Straubju

 

Mo-a (Pankow)

Im Mode-Atelier von Monika Alschweig kurz Mo-a wirst du zeitgenössische Kimonos Made in Berlin finden. Sie erinnern nur entfernt an ihre japanischen Vorbilder. Nach ihrem Modedesign-Studium waren Kimonos für Monika erst einmal nur ein Hobby. Sie nähte hauptsächlich für sich selbst und ihre Freundinnen. Als die Nachfrage stieg, debütierte sie 2003 erfolgreich auf dem Japanfestival in Berlin mit ihrer eigenen Kimono-Kollektion. Fast jedes Stück ist ein Unikat und schafft es, den klassischen Kimono mit der Moderne zu versöhnen. Mittlerweile stattet sie Joko Winterscheidt, Collien Fernandes oder Hannelore Elsner mit ihren Entwürfen aus.

Alle Modelle sind liebevoll gestaltet und oft reich verziert: mit Applikationen, bedruckt mit wilden Muster, in Handarbeit bestickt, mit Leder oder Perlen verziert. Im Sortiment hat sie 20 bis 30 Entwürfe. Darf es ein einfacher Baumwoll-Kimono, ein kürzerer Haori, ein hauchzarter, divenhafter Seiden-Kimono oder ein grobes Exemplar aus Leinen sein? Wenn du ein etwas anderes Hochzeitskleid suchst, solltest du unbedingt einen ihrer traumhaften weißen Hochzeits-Kimonos anprobieren. Preislich starten die guten Stücke bei 140 Euro, können aber bei Sonderanfertigungen bis auf 3.000 Euro steigen – je nach Material und Aufwand. Schau dich am besten auf ihrer Webseite um, mach einen Termin im Atelier und lass dir dann von Monika mehr über ihre Schätze erzählen. 
mehr Infos zum Mo-a

Quelle: QIEZ
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