• Freitag, 08. Juli 2016
  • von Isabel Ehrlich

Top-Liste

Top 10: Urige Kneipen in Berlin

  • Eine Bar mit rustikalem Tresen mit Barhockern davor sowie mit leeren Bierflaschen als Deko.
    Urige Eckkneipen überzeugen häufig mit rustikalem Charme. Foto: StockSnap.io - ©Maia Eli

Ein gepflegtes Bier trinken – der Spruch ist fast in Vergessenheit geraten. Nicht so in Berlins urigen Traditionskneipen: Hier sitzt man am alten Holztresen und hört zu Frischgezapftem der Jukebox oder einer Fußball-Diskussion zu. Und manchmal gibt es sogar Schnitzel ...

Bienenkorb (Neukölln)

Eine Eckkneipe, wie sie im Buche steht: Viel Holz, ein paar launige Sprüche und Erinnerungsfotos an der Wand. Eine Dartscheibe, ein paar Spielautomaten und charmante Damen hinterm Tresen und 0,4 Liter Schultheiss für 2,10 Euro: Der Bienenkorb ist eine Instanz an der Hermannstraße in Neukölln . Und richtet sich ganz nach Gast und Anlass: Manchmal ist schon um Mitternacht Feierabend, wenn Fußball läuft oder die Gäste ordentlich feiern brummt der Laden bis in die frühen Morgenstunden. Die Preise sind sehr moderat, das Bier kalt und das Personal äußerst liebenswert. Auch, wenn mal nur drei ältere Herren am Tresen Zeitung lesen.
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Sandmann (Neukölln)

Hier kommt zusammen, was in anderen Läden vielleicht nicht zusammen gehört: Jung und Alt, Hipster und Cordhosenträger, Feiermaus und Musikliebhaber: Auf den Sandmann können sich irgendwie sehr viele Menschen einigen. Das liegt einerseits an der nett unprätentiösen Einrichtung und dem lockeren Umgangston, aber auch an der Mischung aus Café , klassischer Eck- und alternativer Musikkneipe. Denn hier gibt es immer auch Live-Musik.
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Willi Mangler (Schöneberg)

Unter der Decke hängen Schiffe und alte Gemälde, die Gäste stehen an zu Tischen umfunktionierten Bierfässern oder spielen Karten an den Tischen, und auch hier verrät der urige Tresen: Das Willy Mangler hat schon einige Jährchen auf dem Buckel. Ist aber, und deswegen ist die Kneipe weit über Schöneberg hinaus auch so beliebt, alles andere als klebrig-rauchig, sondern einfach gemütlich und nett. Was auch an dem ebensolchen Publikum liegt, das sich lieber freundlich unterhält statt laut zu gröhlen. Und natürlich an den fröhlichen Damen und Herren hinterm Tresen, die auch bei Stress die Stimmung hochhalten.
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Ein von Sebastian, 27 (@sebi_ber) gepostetes Foto am


Resonanz (Schöneberg)

In die Resonanz stolpert man praktisch hinein, wenn man den S-Bahnhof Schöneberg verlässt. Gesessen und getrunken wird bei schönem Wetter draußen auf den Bänken, ansonsten im schummerigen Innenraum. Zu gutem Wein und Bier kann man Baguettes, Salate und andere Kleinigkeiten bestellen. Die Kneipe zieht viele Kiezbewohner an, die fernab von dröhnender Musik und betrunkenem Partyvolk einen netten Abend mit Freunden verbringen wollen. Kartenspiele sind hier DIE Beschäftigung. In der Resonanz kann man aber auch einfach mal in Ruhe die Zeitung lesen.
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Zur Quelle (Mitte)

Zugegeben, so richtig einladend die die Kneipe mit ihrer in die Jahre gekommenen rot-gelb-Fassade nicht gerade aus. Trotzdem ist die Quelle gerade am Wochenende oft gerammelt voll. Die nervenstarken, herb-freundlichen Wirtinnen geben den Ton an und zapfen ein Bier nach dem anderen. Aus der Jukebox dudelt, je später, je lauter, Tanzbares zum Mitsingen und das Publikum ist mittlerweile kaum noch einzugrenzen, so bunt gemischt ist es. Hier fühlt sich jeder wohl, der lockere Stimmung und ein, sagen wir, feucht-fröhlich-bodenständiges Umfeld mag. Trinkkultur abseits von Craft Beer und Basil Smash.
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Dicke Wirtin (Charlottenburg)

Die Dicke Wirtin ist mittlerweile so bekannt, dass sich auch immer mehr Touristen hier hin verirren. Wen das nicht stört, der ist hier nach wie vor gut aufgehoben: Das Kneipen-Restaurant am Savignyplatz gehört zur Westberliner Kneipenkultur einfach dazu – und sorgt mit all seinem Erinnerungsnippes an den Wänden und der praktisch unverfälschten Holzeinrichtung in allen erdenklichen Brauntönen für ein wohliges Traditionsgefühl. Für 0,4 Liter Berliner Kindl zahlt man 3,20 Euro, dazu schmecken die riesigen Portionen Berliner Hausmannskost .
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Ein von Tadhg Peavoy (@peavoy21) gepostetes Foto am


Metzer Eck (Prenzlauer Berg)

"Die älteste Kneipe mit Familientradition im Prenzlauer Berg" – das ist mal eine Ansage. Die Spuren der Vergangenheit werden im Metzer Eck sehr charmant präsentiert: Viele Bilder mit Fotos von Gästen, Feiern und der Lokalität selber zeugen von einer bewegten Geschichte. Ältere Herren verspeisen Buletten und Schnitzel an ihrem Stammtisch, ein Treppchen höher trinken kleine Grüppchen aus Kollegen oder Familien Bier und Fanta an den alten Holztischen. Die Stimmung ist immer freundlich und entspannt. Und das ganz ohne Zigarettenrauch, denn die Tabakfreunde müssen sich nach hinten verziehen.
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Stadtklause (Kreuzberg)

Achtung, Kopf einziehen! Es vergeht eigentlich kein bierseliger Abend ohne ein lautes "Autsch!" – dann hat sich mal wieder ein armer Tropf den Kopf an der niedrigen Decke im Obergeschoss angehauen. Aber das hält niemanden davon ab, immer wieder in die Stadtklause mit ihren schmalen Räumen zu kommen. Das Interieur ist, wie in so vielen Kneipen dieser Art, sehr holzig, sticht aber durch seinen "Das ist selbstgemacht"-Look hervor. Ein weiterer Pluspunkt ist, neben den kühlen Getränken, das Essen: Berliner Spezialitäten, die eine ideale Grundlage für Schnaps, Bier und Co schaffen.
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Gaststätte Krüger (Friedrichshain)

Diese Kneipe im Travekiez hat fast 100 Jahre auf dem Buckel und steckt voller Geschichte und Geschichten. Sie ist seit 1925 familiengeführt und die Einrichtung stammt vorwiegend aus dieser Zeit. Das Ambiente des Krügers ist so charmant, dass sogar eine Szene aus dem Film "Das Leben der Anderen" darin gedreht wurde. Das interessiert die Stammkunden aber wenig. Denen gefällt eher, dass das Bier schmeckt und, genauso wie die Bratwurst mit Kartoffelsalat, preiswert ist. Dart spielen und rauchen kann man drinnen auch.
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Tiergartenquelle (Tiergarten)

Diese typische Berliner Kneipe findest du im Bahnbogen 482 nahe dem S-Bahnhof Tiergarten. An den Wänden hängen alte Fotos und außerdem eine Menge vollgeschriebene Bierdeckel mit Grüßen von Gästen. Die sind teilweise aus aller Welt angereist und in das Lokal gestolpert. Kein Wunder, immerhin gibt es neben Zwickel-Bier von Lemke (0,3 Liter für 3 Euro) auch warme Küche. Die ist zwar mit Leberkäs oder Bandnudeln mit Schweinegeschnetzeltem nicht unbedingt typisch für Berlin, dafür aber zünftig und lecker. Gut zu wissen: Es gibt einen Biergarten und eine behindertengerechte Toilette.
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Quelle: QIEZ
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