• Montag, 23. Mai 2016
  • von Jarek Voss

Top-Liste

Top 10: Lost Places in Berlin und Umgebung

  • Die Beelitzer Heilstätten bei Berlin sind als Location für morbide Stimmungen bekannt.
    Die Beelitzer Heilstätten sind für ihre Schauergeschichten bekannt. Ob es in diesem verlassenen Raum wirklich spukt? Foto: dpa - ©picture alliance / dpa
1Kommentar
Super Tipps!
Vielen Dank, sehr schöne Tipps, Marie. Einige der Orte sind allerdings … mehr

Unsere Region hat keine geheimnisvollen Orte mehr zu bieten? Von wegen! Wir präsentieren dir die Top 10 der Lost & Abandoned Places für Urban Explorer und Fotografen.

Spreepark Plänterwald (Treptow)

Neue Ideen für den Spreepark in Berlin

Was dreht sich denn da im Plänterwald?

Treptow
Er ist der Klassiker unter den Lost Places in Berlin. Der Spreepark im Plänterwald wurde 1969 eröffnet und zog seinerzeit über 1,5 Millionen Besucher pro Jahr an. Heute verirrt sich kaum noch jemand in den ehemaligen Vergnügungspark der DDR, der seit der Insolvenz im Jahr 2001 verwahrlost. Auch wenn es aktuell wieder neue Pläne für das Gelände gibt - passiert ist noch nichts. Wer sich vor seinem Besuch am Bildschirm einstimmen möchte, kann sich zum Beispiel die Dokumentation Achterbahn ansehen
Wo: Kiehnwerderallee 1-3, 12437 Berlin


Beelitz Heilstätten (Beelitz)

Die Heilstätten in Beelitz zählen zu den berühmtesten verlassenen Orten der Region. Nicht nur wegen ihrer faszinierenden Vergangenheit als Lazarett, sondern vor allem wegen der Spukgeschichten. Besucher berichten, dass in den Gängen Stimmen zu hören sind und Türen plötzlich von alleine aufgehen. Hinzu kommen die Morde, die mit den Heilstätten in Zusammenhang gebracht werden. Ein Mann soll zum Beispiel zwischen 1989 und 1991 einen Säugling und fünf Frauen getötet haben, die Leichen wurden alle in der Nähe der Heilstätten gefunden. Schon viele Geisterforscher haben sich nach Beelitz begeben, um herauszufinden, was oder wer dort sein Unwesen treibt. Wer es einsam möchte, muss sich beeilen, hier soll ein Kreativquartier entstehen.
Wo:
Dr.-Herrmann-Straße, 14547 Beelitz


Heilstätte Grabowsee (Oranienburg)

Unweit vom S-Bahnhof Oranienburg liegt eine weitere Heilstätte, die sich für einen Foto-Ausflug anbietet. Hinter dem ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen gelegen, erreichst du den verlassenen Ort am besten mit dem Fahrrad. Ebenso vielseitig wie die Motive, die von einem verstaubten Flügel bis zu einem alten Sofa reichen, ist auch die Geschichte der Heilstätte. Bereits im 19. Jahrhundert für die Behandlung von Lungentuberkolose erbaut, diente der Komplex in der Nachkriegszeit als Militärlazarett. Heute ist das verlassene Areal ab und zu Drehort für Filmarbeiten wie zum Beispiel Monuments Men.
Wo: Grabowseestraße 1, 16515 Oranienburg

Marie-Joëlle Gallinge


Ehemaliges Institut für Anatomie der FU Berlin (Dahlem)

Ein weiteres Gebäude mit Gruselfaktor findest du in Dahlem. Errichtet wurde der Komplex in der Königin-Luise-Straße bereits im Jahre 1929. Das ehemalige Institut für Anatomie der Freien Universität Berlin öffnete allerdings erst während der Nachkriegszeit seine Türen. Uni-interne Umstrukturierungen besiegelten schließlich das Ende als Bildungsort. Eigentlich hat Aldi das knapp 5000 Quadratmeter große Gelände erworben. Doch der Bau des geplanten Einkaufszentrums wird bis jetzt durch den Bezirk verhindert, das ehemalige Institut bleibt vorerst sich selbst überlassen. Sowohl die Kühlkammern und Sezier-Tische im Kellergeschoss als auch die Hörsäle im oberen Stockwerk sind daher ein beliebtes Motiv von Lost-Places-Fans.
Wo: Königin-Luise-Straße 15, 14195 Berlin

 

Ein von Phil (@phil2804) gepostetes Foto am

Marie-Joëlle Gallinge


Der S-Bahnhof Wernerwerk (Spandau)

Wer auf Instagram abhängt, weiß, dass schon normale Bahnhöfe oft gepostet werden. Wie sieht es dann erst mit einem Geisterbahnhof wie dem Wernerwerk aus? Er ist einer von vier Bahnhöfen an der 4,5 Kilometer langen Strecke der ehemaligen Siemensbahn, die im Dezember 1929 in Betrieb ging. Genutzt wurde sie insbesondere von Mitarbeitern des Betriebes. Nach dem Zweiten Weltkrieg war eine Instandsetzung notwendig. Aufgrund des Umzugs von Teilen des Konzerns nach München sanken jedoch die Fahrgastzahlen. Nach dem Anschluss von Siemensstadt an das Netz der U7 entschloss man sich 1980 zur Stilllegung. Da ein Teil der Strecke unter Denkmalschutz steht, ist der Bahnhof glücklicherweise bis heute erhalten geblieben.
Wo: Siemensdamm 43, 13629 Berlin
 

VEB Berliner Metallhütten und Halbzeugwerke (Schöneweide)

Die Ruinen des ehemaligen Unternehmens VEB Berliner Metallhütten und Halbwerkzeuge findest du in der Nähe der Schnellerstraße am Bahnhof Schöneweide. Nachdem das Unternehmen in der DDR zwischenzeitlich über 2000 Mitarbeiter beschäftigt hatte, wurde der Betrieb u.a. aufgrund hoher Umweltbelastung nach der Wiedervereinigung eingestellt. Obwohl das Verwaltungsgebäude 2012 abgerissen wurde, ist ein Großteil des Geländes bis heute ungenutzt und ungesichert. Ein idealer Ort also für ein Lost Places Shooting.
Wo: Fließstraße, Schöneweide, 12439 Berlin


Säuglings- und Kinderkrankenhaus (Weißensee)

Seit 1911 steht in der Hansastraße in Weißensee ein großes Haus mit zwei sehr schönen, kleinen Türmen. Lange hörte man in dem Krankenhaus Kinder und Ärzte in den Gängen. Seit 1996 kann man nur noch das Zwitschern der Vögel und das Rascheln der Bäume vernehmen. Die letzten Besitzer des Grundstücks wollten in dem Gebäudekomplex 2011 ein Krebszentrum errichten. Bis heute ist noch nichts geschehen und die Natur greift beherzt zu.
Wo:
Hansastraße 180, 13088 Berlin


Berliner Luft- und Badeparadies (Neukölln)

Wer kennt das Blub nicht? Baden kann man im 1985 eröffneten Badeparadies zwar nicht mehr, zu entdecken gibt es auf dem Areal aber immer noch einiges. Seitdem das Bad Anfang der Nuller Jahre massive Probleme mit dem Gesundheitsamt bekam und 2005 schließlich endgültig schließen musste, entwickelte es sich zu einem bekannten Lost Places in Berlin. Nach dem Verkauf an einen Münchener Investor sollen nun Wohnungen entstehen. Der Abriss war eigentlich schon 2015 geplant. Aber noch immer kannst du hier im Schwimmbecken ein Erinnerungsfoto schießen.
Wo:
Buschkrugallee 64, Neukölln, 12359 Berlin

 

Ein von Marcinek! (@makeapic__) gepostetes Foto am

Marie-Joëlle Gallinge


Gentzrode (Neuruppin)

An einem einsamen, sandigen Pfad - zwischen Neuruppin und dem Tornowsee - liegt ein verlassenes Herrenhaus. Wer einen Blick darauf werfen möchte, sollte etwas Zeit mitbringen und sich vorher ortskundig machen, da der Weg schwer zu finden ist und man sich hier sehr leicht verlaufen kann. Früher lebte hier die Familie Gentz, die neben dem Herrenhaus noch einen Kornspeicher errichten ließ. Weitere Bauvorhaben führten zum Ruin der Familie. Bis 1990 wurde dieses Gelände als Schießplatz und Munitionslager genutzt. Jetzt verwahrlost das gesamte Areal und die schöne Architektur verfällt.
Wo:
parallel zur Wittstocker Allee, 16816 Neuruppin


Olympisches Dorf 1936 (Wustermark)

Das eigens für die Olympischen Sommerspiele im Jahr 1936 konzipierte und innerhalb von zwei Jahren erbaute Dorf des Friedens liegt ca. 15 Kilometer westlich des Olympiastadions bei Döberitz. Während der Spiele diente das Areal als Wohn- und Rückzugsort der Athleten. Später wurde etwa das Haus der Nationen zum Militärlazarett umfunktioniert. Nach Kriegsende bis kurz nach der Wiedervereinigung nutzten russische Truppen das Areal. Inzwischen ist das verlassene Dorf im Besitz der DKB-Stiftung für gesellschaftliches Engagement, die sich um die Pflege und Sicherung kümmert. Wer die Ruinen erkunden möchte, kann zwischen April und Oktober an Führungen teilnehmen.
Wo: Rosa-Luxemburg-Allee 70, 14641 Wustermark
Mehr Infos zu Öffnungszeiten und Führungen


Lies mehr:

QIEZ-Blogger: Blog@inBerlin

Lost Place: Die alte Siemensbahn

Spandau



Du willst noch mehr verlorene Plätze besuchen? Dann schau mal bei Abandoned Berlin vorbei.

Quelle: QIEZ
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1 Beitrag zu diesem Artikel
Tommy Tommy 11.09.2014 19:51:57
Super Tipps!
Vielen Dank, sehr schöne Tipps, Marie. Einige der Orte sind allerdings nicht mehr zugänglich. Das Furnierwerk ist komplett umzäunt und da war kein rein kommen mehr. Letztens hatte ich auf einem Blog auch das Anatomie Institut als Lost Place entdeckt http://ig-fotografie.de/foto-locations/lost-places-das-ehemalige-institut-fuer-anatomie-der-freien-universitaet-berlin - das war auch sehr gruselig, aber spannend. Auch viele andere Fotografen da. Spreepark ist ja leider auch vorbei. Aber dein Beelitz-Tipp war auch gut!
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