• Dienstag, 21. November 2017
  • von Yuki Schubert

Top-Liste

Top 10: Lost Places in Berlin und Umgebung

  • Ruine mit Gibeldach und Zaun
    Die Beelitz-Heilstätten sind beliebtes Foto-Motiv, Ort für Spukgeschichten, Filmkulisse und einer DER Lost Places rund um Berlin. Foto: QIEZ - ©QIEZ

Sie tragen meist viel Geschichte in sich, wecken dein Entdecker-Gen und sind natürlich tolle Ausflugs-Ziele wie Foto-Motive: Die Lost Places in und um Berlin. Wir verraten dir unsere Top 10.

Spreepark Plänterwald (Treptow)

Er ist der Klassiker unter den Lost Places in Berlin. Der Spreepark im Plänterwald wurde 1969 eröffnet und zog seinerzeit rund 1,5 Millionen Besucher pro Jahr an. In den 90ern wurde der Rummelplatz privatisiert, jedoch folgte 2001 die Insolvenz der Betreiberfamilie und seitdem ist der Spreepark geschlossen. Das Riesenrad ragt mit seinen 220 Tonnen aber immer noch über die Baumwipfel und du kannst es gut von der Rummelsburger Bucht aus erkennen. 2014 hat sich das Land Berlin das Grundstück zurückgekauft und der ehemalige Vergnügungspark der DDR soll auch wieder eröffnen. Laut Plan soll ein Kunst- und Kulturpark entstehen, allerdings muss dafür der Bezirk Treptow-Köpenick noch einen Bauplan genehmigen. So bleibt das konkrete Wiederöffnungs-Datum noch unklar. Wer sich aber mit dem Spreepark schon jetzt auseinandersetzen möchte, dem sei die Dokumentation Achterbahn ans Herz gelegt.

Wo: Kiehnwerderallee 1-3, 12437 Berlin


Beelitz Heilstätten (Beelitz)

Die Heilstätten in Beelitz zählen zu den berühmtesten verlassenen Orten der Region. Nicht nur wegen ihrer faszinierenden Vergangenheit als Lazarett und Lungenheilanstalt, sondern vor allem wegen der Spukgeschichten . Besucher berichten, dass in den Gängen Stimmen zu hören sind und Türen plötzlich von alleine aufgehen. Kein Wunder also, das die Heilstätten immer wieder als Filmkulisse dienen. Zuletzt in dem Horrorfilm A cure for wellness. Hinzu kommen die Morde, die mit den Heilstätten in Zusammenhang gebracht werden. So hat der Serienmörder Wolfgang Schmidt (Rosa Riese) zwischen 1989 und 1991 in der Nähe der Heilstätten gewütet. Unter seinen Opfern auch die Ehefrau und das Kind des Chefarztes, der im Lazarett tätig war. Mittlerweile gibt es neben den Führungen durch die Beelitzer Heilstätten auch einen Baumwipfelpfad sowie einen Barfußpfad. Auch Eigentumswohnungen sollen auf dem 200 Hektar großen Gelände entstehen.

Wo:
Dr.-Herrmann-Straße, 14547 Beelitz


Heilstätte Grabowsee (Oranienburg)

Unweit vom S-Bahnhof Oranienburg liegt eine weitere Heilstätte, wo du ebenso Foto- und historische Führungen machen kannst. Hinter dem ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen gelegen, erreichst du den verlassenen Ort am besten mit dem Fahrrad . Ebenso vielseitig wie die Motive, die von einem verstaubten Flügel bis zu einem alten Sofa reichen, ist auch die Geschichte der Heilstätte. Bereits im 19. Jahrhundert für die Behandlung von Lungentuberkolose erbaut, diente der Komplex des Roten Kreuzes in der Nachkriegszeit als Militärlazarett. Heute ist das verlassene Areal gerne auch Drehort für Filmarbeiten wie zum Beispiel Monuments Men mit George Clooney und Matt Damon in den Hauptrollen .

Wo:
Grabowseestraße 1, 16515 Oranienburg


Ehemaliges Institut für Anatomie der FU Berlin (Dahlem)

Kühlräume für Leichen und Seziertische im Kellergeschoss: ein weiteres Gebäude mit Gruselfaktor findest du in Dahlem. Das Gebäude wurde bereits 1929 errichtet, doch das Institut für Anatomie der Freien Universität Berlin öffnete erst während der Nachkriegszeit seine Türen. Uni-interne Umstrukturierungen besiegelten schließlich das Ende als Bildungsort in den frühen 2000er Jahren. Danach sicherte sich der Discounter Aldi das knapp 5000 Quadratmeter große Gebäude, um dort ein Einkaufszentrum zu errichten. Der Bezirk verhinderte aber diese Pläne und selbst ein Gang vors Gericht half Aldi nicht. Bisher bleibt der Komplex sich selbst überlassen.

Wo:
Königin-Luise-Straße 15, 14195 Berlin


Der S-Bahnhof Wernerwerk (Spandau)

Wer öfter mal Instagram befragt, der weiß, schon normale Bahnhöfe in Berlin sind beliebtes Foto-Motiv. Wie sieht es dann erst mit einem Geisterbahnhof wie dem Wernerwerk aus? Er ist einer von vier Bahnhöfen an der 4,5 Kilometer langen Strecke der ehemaligen Siemensbahn, die im Dezember 1929 in Betrieb ging. Genutzt wurde sie insbesondere von Mitarbeitern des Betriebes. Nach dem Zweiten Weltkrieg war eine Instandsetzung notwendig. Aufgrund des Umzugs von Teilen des Konzerns nach München sanken jedoch die Fahrgastzahlen. Nach dem Anschluss von Siemensstadt an das Netz der U7 entschloss man sich 1980 zur Stilllegung. Da ein Teil der Strecke unter Denkmalschutz steht, ist der Bahnhof glücklicherweise bis heute erhalten geblieben.

Wo:
Siemensdamm 43, 13629 Berlin

 

Ehemalige Abhörstation auf dem Teufelsberg (Grunewald)

Immer einen Ausflug wert ist der 120 Meter hohe Teufelsberg, der nach dem nahe gelegenen Teufelssee benannt wurde. Während des Nationalsozialismus stand an der Stelle des künstlich errichteten Bergs noch der Rohbau der Wehrtechnischen Fakultät. Nach dem Krieg wurde das Gebäude gesprengt und das Areal zu einer Schutt-Deponie. Während des kalten Krieges errichteten in den 70er Jahren dort die Amerikaner eine Abhörstation zur Luftraumüberwachung. Die Field Station diente vor allem der Spionage, um herauszufinden, was der Feind im Osten plante. Bis heute sind die fünf Radarkuppeln erhalten geblieben, die du mitunter auch besichtigen kannst. Neben dem packenden Ausblick kannst du dort auch tolle Street Art bewundern, historische Führungen oder auch eine Fackelwanderung erleben.

Wo: Teufelsseechaussee 10, 14193 Berlin

 

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VEB Berliner Metallhütten und Halbzeugwerke (Schöneweide)

Die Ruinen des ehemaligen Unternehmens VEB Berliner Metallhütten und Halbwerkzeuge findest du in der Nähe der Schnellerstraße am Bahnhof Schöneweide. Nachdem das Unternehmen in der DDR zwischenzeitlich mehr als 2000 Mitarbeiter beschäftigt hatte, wurde der Betrieb unter anderem aufgrund hoher Umweltbelastung nach der Wiedervereinigung eingestellt. Obwohl das Verwaltungsgebäude 2012 abgerissen wurde, ist ein Großteil des Geländes bis heute ungenutzt.

Wo:
Fließstraße, Schöneweide, 12439 Berlin


Säuglings- und Kinderkrankenhaus (Weißensee)

Kaum zu glauben, aber das verlassene Weißenseer Krankenhauses war 1911 noch ein glanzvolles Gebäude mit seinen sehr schönen, kleinen Türmen.  Lange hörte man in dem Krankenhaus Kinder und Ärzte in den Gängen. Seit 1996 kann man nur noch das Zwitschern der Vögel und das Rascheln der Bäume vernehmen. Die letzten Besitzer des Grundstücks wollten in dem Gebäudekomplex 2011 ein Krebszentrum errichten. Doch statt in das denkmalgeschützte Gebäude zu investieren, liegt es nun schon seit einiger Zeit brach.

Wo:
Hansastraße 180, 13088 Berlin


Gentzrode (Neuruppin)

An einem einsamen, sandigen Pfad zwischen Neuruppin und dem Tornowsee liegt ein verlassenes Herrenhaus mit wunderschönem Rundturm und feinen Wandverzierungen. Wer einen Blick darauf werfen möchte, sollte etwas Zeit mitbringen und sich vorher ortskundig machen, da der Weg schwer zu finden ist und man sich hier sehr leicht verlaufen kann. Früher lebte hier die Familie Gentz, die neben dem Herrenhaus noch einen Kornspeicher errichten ließ. Weitere Bauvorhaben führten aber zum Ruin der Familie. Bis 1990 wurde dieses Gelände als Schießplatz und Munitionslager genutzt. Die abgelegene Anlage samt der schönen Architektur verwahrlost leider seit den letzten Jahren.

Wo:
parallel zur Wittstocker Allee, 16816 Neuruppin

 

 

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13. Mär 2017 um 8:44 Uhr

 


Stadtbad Lichtenberg (Lichtenberg)

Im Februar 1928 eröffnete das Stadtbad Lichtenberg, das auch unter dem Namen Hubertusbad bekannt ist. Damals gehörte es zu den modernsten der Stadt. Interessanter Fakt: In dem Bad waren Badewannen aufgestellt, damit man seine tägliche Körperpflege verrichten konnte. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Bad nur als Schwimmbad genutzt. Das Stadtbad wurde im expressionistischen Stil erbaut und gilt als ein bauliches Juwel. Allerdings wurde es nicht saniert und schloss 1991 endgültig die Pforten. Seitdem ist es nicht zu begehen. Im September dieses Jahres wurde das Bad erstmals wieder für Besucher eröffnet. Mit riesigem Andrang.

Wo: Atzpodienstraße 5, 10365 Lichtenberg

Ein weiterer jahrelanger Lost Place, nämlich das Olympische Dorf 1936 in der Wustermark wird laut Morgenpost schon 2019 als Stätte für neue Wohnungen genutzt.

Atzpodienstraße 6, Lichtenberg. – Quelle: https://www.berliner-kurier.de/25688986 ©2017
Atzpodienstraße 6, Lichtenberg. – Quelle: https://www.berliner-kurier.de/25688986 ©2017
Quelle: QIEZ
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