• Montag, 17. Oktober 2016
  • von Nikolaus Triantafillou

Top-Liste

Top 10: Griechische Restaurants in Berlin

  • Schafskäse mit Sesam und Traubensirup beim Griechen Thalassa Berlin
    Was für ein gelungener Auftakt beim Griechen! In diesem Fall: Schafskäse mit Sesam und Traubensirup im Restaurant Thalassa in Kreuzberg. Foto: QIEZ - ©Maria Kufeld

In der Gastronomie funktioniert die deutsch-griechische Freundschaft noch prima. Fast überall gibt es empfehlenswerte Orte, an denen man hellenisch-mediterran essen kann. Einige der besten griechischen Restaurants der Stadt findest du hier.

Kreuzberger Weltlaterne (Kreuzberg)

Schon beim Hereinkommen in die Weltlaterne fällt auf: verdammt gemütlich hier bei Kostas und Christina. Die Einrichtung mit viel Holz ist nicht spektakulär, aber stimmig. Hier wird auf zwei Ebenen gegessen und getrunken. Und zwar sowohl traditionelle griechische Vorspeisen und Hauptgerichte als auch moderne hellenische Küche mit internationalen Einflüssen. Als Alternative zu einem Hauptgericht kann man in der Weltlaterne durchaus einige der leckeren "Mezedes" bestellen – darunter sind auch kleine warme Gerichte, die sich gut kombinieren und teilen lassen. Wer einen Tipp braucht, fragt einfach.
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Pratirio (Charlottenburg)

Eine ehemalige Tankstelle als Location – von der allerdings innen nicht mehr viel zu sehen ist. Und weit und breit kein weißes Marmor-Imitat. Schon durch die Räumlichkeiten unterscheidet sich das Restaurant Pratirio vom 'klassischen Griechen'. Kulinarisch gibt es eine gelungene Mischung: Traditionelle griechische Gerichte auf der Abendkarte, moderne griechische und mediterrane Küche auf der Mittags- und Wochenkarte. Moussaka und Bifteki treffen so auf Jakobsmuscheln und Pfifferlingsrisotto. Noch vielfältiger geht es nur, wenn du dir deine persönlichen Meze-Favoriten von der Vorspeisenkarte zusammenstellst.
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Thalassa (Kreuzberg)

Gebackener Schafskäse mit Traubensirup, in Zitronensauce geschmortes Lamm und die besten frittierten Calamari Berlins stehen im Thalassa auf der Karte. Bei Anna und ihrer Mama Voula bekommt man feine griechische Küche. Frisch, bodenständig und doch immer eine Spur raffinierter als gewöhnlich. Gyros und Bifteki mit Pommes suchst du hier deshalb vergeblich. Das würde auch einfach nicht zu den herzlichen Gastgeberinnen und ihrem hübsch eingerichteten hellblau-weißem Restaurant passen. Besonders gut schmeckt übrigens auch das Olivenöl. Das importiert die Familie vom eigenen Hain aus Griechenland.

Nikolaus Triantafillou


Estiatorion Jevssis (Steglitz)

Die Estiatorion Jevssis liegt nicht gerade zentral, aber hey, was machen wir nicht alles für gutes Essen. Die Anfahrt nach Steglitz lohnt sich allemal. In den gemütlichen Räumlichkeiten in der Lepsiusstraße, die eher an einen Italiener erinnern, wirkt schon der Empfang sehr angenehm. Kulinarisch hat man die Wahl: Natürlich werden in der Estiatorion Jevssis die griechischen Klassiker vom Grill oder aus dem Backofen angeboten – in einer Qualität, die den Durchschnittsgriechen alt aussehen lassen. Und unbedingt auch die Wochenkarte beachten. Immer eine gute Wahl sind die zahlreichen Vorspeisen und – natürlich – Fisch. Das Jevssis hat hier seinen selbst erklärten Schwerpunkt. Von Fischsuppe über Langustenschwanz bis zur Fischpfanne mit Schwertfisch und Garnelen bringt Wirt Stavros fast alles aus dem Meer auf den Tisch.
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Berkis (Prenzlauer Berg, Schöneberg)

Am Anfang stand ein Imbiss. Inzwischen haben die Wirte das Berkis in der Winterfeldtstraße zu einem Restaurant erweitert und es gibt außerdem eine Filiale in Prenzlauer Berg am Kollwitzplatz. Das Essen zu moderaten Preisen steht in der Tradition der kretischen Kost: keine Unmengen an Fleisch, dafür viel Fisch und Olivenöl. Das Fleisch stammt komplett aus ökologischer Tierhaltung. Die Qualität der Speisen hat zusammen mit der freundlichen Atmosphäre dafür gesorgt, dass das Berkis ein echter Publikumsmagnet geworden ist. Wer mit mehreren Leuten einkehren will, sollte daher vorsichtshalber reservieren.
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Nikolaus Triantafillou


Der Kretaner (Zehlendorf)

Urlaubsstimmung in Zehlendorf: Der Kretaner ist mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Im Sommer kann man sich auf der großzügigen Terrasse schon fast nach Kreta träumen. Erst recht dank des authentischen kretischen und griechischen Essens. Inhaber und Chefkoch Dimitris Psallidakis, ein echter Kreter, setzt nicht nur auf die gängigen Gerichte, sondern auch auf seltene, ältere Rezepte genauso wie moderne Kreationen. Tipp: Smirneika, Hackfleischröllchen aus der Pfanne, laut Karte ein Gericht aus den 20er Jahren. Die Soße aus Tomaten, Zwiebeln, Paprika und Kräutern macht den Unterschied. Ebenfalls probieren: Arni Carpaccio, ein fein gewürztes Lammfleisch-Carpaccio, das mit leckerem, kretischem Hartkäse serviert wird.
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Taverna Ousia (Schöneberg)

Aus Ousies wurde 2014 Ousia, man ist innerhalb Schönebergs vom Akazienkiez ins Bayerische Viertel umgezogen, doch an der Qualität hat sich nichts geändert. In dieser Taverne ist vieles ein wenig anders. Fleischberge gibt’s kaum, dafür werden hauptsächlich Mezedes serviert. Gebratene Auberginen, Muscheln mit Schafskäse und Tomaten oder dicke Bohnen stellen nur einen kleinen Auszug aus der Karte dar. Wer möchte, kann auch auf Hauptgerichte setzen wie etwa den Spieß mit zartem Lammrücken oder den Klassiker Mousakas. Der rustikal-gemütliche Eindruck vom Ousia mit Fensterläden und einem kleinen Balkon ließ unsere Kollegen vom Tagesspiegel übrigens an einen griechischen Dorfplatz denken. Da die Taverne sehr gut besucht ist, besser reservieren.
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Cassambalis (Charlottenburg)

Der Lieblings-Grieche der Kanzlerin! Für sie hat Constantin Cassambalis, den die meisten einfach nur Costas nennen, immer einen Platz frei. Ihr bevorzugter Stammplatz ist gleich links am Fenster. Dahinter hängt ein Porträt von ihr im Warhol-Stil. Überhaupt gleicht das Restaurant im mediterranen Bistro-Stil einer Galerie. Etliche, wenn nicht gar hunderte moderne Kunstwerke lassen kaum ein Fleckchen Wand frei. Die Gastro-Kritiker sind sich einig: Auch kulinarisch ist das Cassambalis definitiv einen Besuch wert. Da wären zunächst die berühmten Vorspeisen vom opulenten Vorspeisen-Buffet wie Tamara (Fischrogenmousse), Tzatziki oder Oktopus-Carpaccio. Dann etliche Edelfische und Meeresfrüchte á la carte – gegrillt, gebraten oder als Suppe. Aber auch italienische Pasta und Risottos stehen auf der Karte. Die Kanzlerin bestellt übrigens am liebsten Keftedes, die griechischen Bouletten aus Rind- und Lammfleisch.
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Ein von Vanessa (@vanoms) gepostetes Foto am

Nikolaus Triantafillou


Restaurant Z (Kreuzberg)

Das Restaurant Z im südlichen Kreuzberg hat nicht nur diesen cinephilen Namen (der an den gleichnamigen Film von Constantin Costa-Gavras erinnert), sondern steht auch für eine moderne, zeitgemäße griechische Küche. Dazu gehören selbstverständlich Fleisch und Fisch – die kommen jedoch in einem ausgewogenen Verhältnis mit Gemüse und Salat auf den Teller. Das Fleisch – und hier sind besonders die sehr empfehlenswerten Lammgerichte hervorzuheben – stammt aus artgerechter Tierhaltung. An Vegetarier wird im Restaurant Z ebenfalls gedacht. Griechische Bio- und Qualitätsweine und wechselnde mediterran beeinflusste Tagesgerichte komplettieren das Angebot dieses gemütlichen, farbenfrohen Restaurants. Humor hat Wirt Georgios Chrissidis übrigens auch: Auf dem Höhepunkt der griechischen Finanzkrise tischte er unter anderem den Varoufakis- und den Schäublexit-Teller auf.
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Athos (Potsdam)

Einen der besten Griechen im Großraum Berlin findest du in Potsdam. Und das seit über 20 Jahren! Die erste Überraschung erlebst du schon beim Betreten des Athos: außen ein Glaspalast, erwarten dich drinnen viel Holz und gemütliche Nischen. Die Speisekarte bleibt klassisch: Gyros, Grillteller, Lamm als Filet oder Keule aus dem Backofen. Auch kalte und warme Vorspeisen stehen zur Wahl. Im Athos überrascht damit weniger das Angebot als der Geschmack – einfach besser als anderswo. Besonders empfiehlt sich auch ein Besuch zur Mittagszeit: Dann gibt es ausgewählte Gerichte zum kleinen Preis.
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Quelle: QIEZ
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