• Dienstag, 24. Januar 2017
  • von Yuki Schubert

Top-Liste

Top 10: Upcycling-Mode-Läden in Berlin

  • Frauen tragen Jacken, die durch Upcycling entstanden sind.
    Elise Rolot kommt aus Belgien und arbeitet im Neuköllner Studio Hertzberg. Für ihre Mode nutzt sie Secondhand-Stoffe, zum Beispiel aus Tischdecken oder Gardinen. Foto: externe Quelle - ©Studio Hertzberg/Elise Rolot

Aus Hosen werden Jacken: Das Stichwort lautet Upcycling! Dieser Modetrend schont die Umwelt und hilft dir Individualität in deinen Kleiderschrank zu bekommen. In diesen zehn Upcycling-Mode-Läden findest du dein besonderes Kleidungsstück.

Water to Wine (Mitte)

Dieser Shop gehört der Berliner Stadtmission. Die Berliner spenden der Mission jedes Jahr rund 200 Tonnen Textilien. Seit 2013 entwerfen Berliner Designer aus den Kleidern, die nicht anderweitig verwendet werden können, Stücke für das Label Water to Wine. Diese fertigen mit der Hilfe der Nordberliner Werkstätten dann Taschen oder Schlüsselanhänger aus Hemden, Jeans oder T-Shirts. Das Geld geht an die gemeinnützigen Projekte der Mission. Laut Webseite sind die Öffnungszeiten im Laden gerade unregelmäßig und es ist eine Anmeldung nötig.
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Bis es mir vom Leibe fällt (Schöneberg)

Wer das alte Erbstück des Großvaters oder der Tante zu neuem Leben erwecken will, ist hier richtig: Reparatur, Erhalt, Erneuerung und Umgestaltung stehen auf dem Plan. Das Angebot reicht von einfacher Änderungs- und aufwendiger Restaurationsarbeit bis zum Upcycling von alten Klamotten zu komplett neuen Kleidungsstücken. Besonders kreative Ergebnisse können zusammen mit den Erzählungen, die dahinter stecken, auf der Webseite des Ateliers angesehen werden. So kannst du die Geschichte eines Brautkleids aus dem Jahr 1945 nachlesen, das, von der Enkelin zum Partykleid umfunktioniert, auf dem Flohmarkt landete und dem dann in Schöneberg zu neuem Glanz verholfen wurde.
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TingDing (Neukölln)

Kleider aus Hemden, Blusen aus Jeans oder Röcke aus Pullovern: Unter dem Motto "Wasting waste is a waste of resources" werden bei TingDing ausrangierte Kleider wieder zu neuem Leben erweckt. Dafür kannst du deine ungeliebten Teile als Spende zum TingDing Laden bringen. Der Designer Philippe Werhahn begutachtet die Stücke und sortiert sie. Anschließend werden die Kleidungsstücke direkt vor Ort verarbeitet und können auch je nach Spezialwunsch des Kunden angepasst werden. Im Atelier können Interessierte auch Workshops zum Thema Upcycling buchen.
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Leyla Dere


Studio Herzberg (Neukölln)

Auf der Sonnenallee findest du das Studio Herzberg mit seinen zwölf unterschiedlichen, internationalen Designern. Sie verkaufen und produzieren ihre Werke direkt vor Ort, sodass du deine persönlichen Wünsche äußern kannst und einen Einblick in die Herstellung bekommst. Die Designerin Lisa Simpson hat sich auf Upcycling spezialisiert und fertigt nach Anfrage aus Hosen Kleider oder andersherum, je nachdem was du möchtest. Elise Rolot wiederum macht aus alten Tischendecken und Gardinen Secondhand-Stoffe, aus denen sie Kleider schneidert.
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Benu Berlin (Neukölln)

"Make love not fashion": Das ist das Motto des Labels Benu Berlin. Die junge Berliner Designerin Karen Jessen gründete ihre nachhaltige Marke 2012. In ihren Kollektionen verwandelt sie gewöhnliche Streetwear durch aufwendige Handwerksarbeit zu ungewöhnlichen Kunstwerken. So gehören Fransen, Flechtmuster, Jeans und Leder zu den Markenzeichen des Labels. Nicht immer sind die Stücke zum Anziehen gedacht, aber schön anzusehen sind sie definitiv. In der Benu Werkstatt in Neukölln gibt es übrigens auch regelmäßige Workshops, zum Beispiel zur Schnitttechnik. Allerdings steht ein Umzug an, daher solltest du bei Interesse bei Facebook nachschauen, um up to date zu bleiben.
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Ein von Benu Berlin (@benu_berlin) gepostetes Foto am

26. Jun 2016 um 7:39 Uhr

 

Leyla Dere


Cross Couture (Schöneberg)

Aus einem Jogginganzug wird ein Ballkleid oder ein Cocktailkleid aus einem Trikot? Das bekommst du bei der Designerin Frau Wagner. Für ihre Couture-Kollektion verarbeitet die Designerin ausgewählte Vintage-Stücke und alte Sportjacken. Daraus entstehen kreative Einzelstücke. Dazu gibt es auch eine Ready-to-wear-Kollektion namens Frau Wagner & Töchter. Die Kleidung wird in Berlin gefertigt und Stoffkäufe werden laut Webseite per Fahrrad erledigt, um den CO2-Ausstoß auch gering zu halten. Wenn du die Designerin in ihrem Atelier in Schöneberg besuchen willst, musst du dich vorher anmelden.
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Schmidttakahashi (Mitte)

Die Kollektionen von schmidttakahashi ist für Männer und Frauen gedacht und zeichnet sich durch klassische Eleganz und dezente Farben aus. Die zwei Modedeschöpferinnen aus Japan und Tadschikistan haben ein Atelier in der Chausseestraße. Hier nähen sie gebrauchte Kleider, die sie meist durch Altkleiderspenden bekommen, zu neuen Looks um. Dabei arbeiten sie mit Patchwork-Mustern, Plissee sowie fließenden Stoffen und fertigen auch Accessoires wie Rucksäcke an. Die Mode kannst du unter anderem online erwerben. Es ist aber auch möglich, einen Termin im Atelier zu vereinbaren.
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Ein Einblick in die Sommer-Kollektion des Designer-Duos Schmidttakahashi ©Atsushi Meguro Ein Einblick in die Sommer-Kollektion des Designer-Duos Schmidttakahashi ©Atsushi Meguro


ReClothings (Gesundbrunnen)

Der Designer Daniel Kroh ist gelernter Herrenschneider und verarbeitet seit 2006 für sein Label ReClothings ausgemusterte Arbeitskleidung. Er sucht sich die besten Stücke aus dem Ausgangsmaterial heraus und integriert Gebrauchsspuren wie Farbflecken oder Brandlöcher in sein Design. Damit entstehen interessante Einzelstücke mit einer arbeitssamen Vergangenheit. Neben Herrenmode gibt es Interiordesign und Accessoires von der Marke, die zu 100 Prozent per Hand und zu 100 Prozent in Berlin gefertigt wird. Wer möchte, kann einen Termin in dem Atelier vereinbaren und sich dort ein Kleidungsstück auf den Leib schneidern lassen.
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À la Cravate (Prenzlauer Berg)

À la Cravate hat sich auf die Fahne geschrieben, dem schnell als spießig geltenden Halsschmuck ein neues Gesicht zu geben. So findest du hier auch die Badekrawatte aus Frottee, die Punkerkrawatte mit Nieten oder die Schlafkrawatte aus Pyjamastoff. In dem Atelier werden aber nicht nur Krawatten aus Mode, sondern auch Mode aus Krawatten gemacht. Das Ergebnis sind Taschen, Miniröcke, Hemden oder Kissenbezüge. In dem Laden kannst du dir auch einfach die Krawatte ändern oder reparieren lassen.
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Wilfried Pletzinger (Mitte)

Sexy, knallig und sportlich ist die Mode von Wilfried Pletzinger. Er nimmt sich am Liebsten Sportbekleidung des letzten Jahrzehnts vor und macht daraus coole Streetwear oder sogar Party-Kleider. Der Designer findet es gerade spannend, die Grenzen des Originalmaterials, ob nun Muster oder Material, zu sprengen und daraus etwas völlig Neues zu machen. Seit 2011 gibt es seinen Berliner Laden. Vorher hat er für mehrere Jahre in Stockholm gearbeitet. Sowohl Männer als auch Frauen können sich diese besondere Streetwear gönnen.
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Leyla Dere
Quelle: QIEZ
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