• Dienstag, 25. März 2014
  • von Susann Prautsch

Kampagne

Macht die Radspur frei!

  • Kampagne Radspuren Frei
    In einer Kampagne kämpfen ADFC und BUND für freie Radwege. Foto: dpa - ©picture alliance

Brunnenstraße – Blockierern von Radspuren geht es an den Kragen. In einer Kampagne rufen der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Berliner Bürgerinnen und Bürger dazu auf, bis zum 30. Juni Verstöße auf Fahrradspuren zu melden.

Radfahrer haben es nicht leicht: Auf Berlins Straßen herrschen, insbesondere auf den Radspuren, Situationen, die mit der Bezeichnung "Fahrradhauptstadt" mal so ganz und gar nichts zu tun haben. Und dann soll man, wenn es nach den lieben Kraftfahrern geht, immer schön die ausgezeichneten Wege beradeln und sich darüber hinaus nicht aufregen, wenn motorisierte Fahrzeuge auf dem Radweg geparkt werden.

Dagegen wollen nun der ADFC und der BUND etwas unternehmen und eine gemeinsame Kampagne starten. Zum Auftakt für "Radspuren frei" zählen Aktive der Verbände in der Schlüterstraße zwischen Kurfürstendamm und Mommsenstraße in Charlottenburg Autos, die die Radspur zuparken. Innerhalb einer Stunde kam man allein auf diesem Abschnitt auf ganze 75 Blockierer. "Immer öfter werden Radfahrerinnen und Radfahrer auf ihren Spuren durch illegal haltende Fahrzeuge behindert", meint die Landesvorsitzende Eva-Maria Scheel zum Problem. "Wir fordern die Autofahrer auf, mehr Rücksicht zu nehmen und auch die Lieferzonen freizuhalten, weil das Halten in zweiter Reihe die Radelnden gefährdet."

Top-Ten-Liste der zugeparkten Radwege

Mit der Kampagne wird dokumentiert, welche Radspuren in Berlin blockiert werden. Die eingegangen Daten werden dann zusammengetragen und ausgewertet. Im Herbst sollen diese schließlich an den Polizeipräsidenten, die Stadträte und die Ordnungsämter der Hauptstadt weitergegeben werden. Ziel ist es, nicht die Autofahrer, sondern die Verkehrssicherheit anzuprangern.

Später erscheint eine Top-Ten-Liste der Straßen, die am häufigsten genannt wurden. Durch die Liste sollen, laut dem ADFC, schwerpunktmäßige Kontrollen und eventuell auch die Einrichtung von Lieferzonen erreicht werden. Zudem werden den Radlern über die Homepage Karten zur Verfügung gestellt, die sie den Zweite-Reihe-Parkern als Mahnung unter den Scheibenwischer klemmen können. Das soll allerdings nicht bei Lieferfahrzeugen durchgeführt werden, da diese oftmals keine Parkplatzalternative haben.

Wer mitmachen will: Auf der eigens dafür eingerichteten Homepage www.radspuren-frei.de ruft der ADFC dazu auf, bis zum 30.Juni diesen Jahres die Verstöße zu melden.

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Berlin e.V.

Brunnenstraße 28
10119 Berlin

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Quelle: QIEZ
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