• Mittwoch, 29. November 2017
  • von Christine Hierer

Tier-Rettung

Rettet Berlins tierische Bewohner!

  • Eichhörnchen in Hütten an Baum.
    Besonders ihr Durst macht den kleinen Rackern aktuell das Leben schwer. Foto: Unsplash - ©Joakim Honkasalo

Berlins tierische Bewohner haben es nicht immer leicht: Brunnen, in denen Eichhörnchen zu ertrinken drohen, Spikes gegen Tauben oder festgefrorene Schwäne auf zugefrorenen Kanälen – die Großstadt birgt viele Gefahren. Doch in vielen Fällen gilt: Rettung naht!

Eichhörnchen kennen wir eigentlich nur als fröhlich in der Wiese und an den Bäumen herumspringende Wesen. Momentan jedoch stürzen sich Dutzende dieser süßen Racker versehentlich in den qualvollen Tod – passenderweise auf Berlins Friedhöfen. Klingt geradezu mysteriös, oder? In Wahrheit ist das Phänomen aber recht einfach zu erklären: denn die kleinen Nager haben Durst und die Wasserbrunnen auf den Friedhöfen, in denen Eichhörnchen recht gerne zu leben scheinen, sind eine ideale Trinkquelle.

Nasses Grab der Eichhörnchen

Um ihren Durst zu löschen, springen die Tierchen oftmals schnurstracks in das feuchte Nass . Und da wird es problematisch: denn die Brunnenwände sind oftmals so glitschig, dass die kleinen Nager nicht wieder herauskommen und langsam ertrinken. Die Aktion Tier Eichhörnchenhilfe fordert deshalb Ausstiegshilfen – etwa aus Stöcken oder Brettern und der Bund gegen den Missbrauch der Tiere hat bereits die Berliner Bezirke und Kirchen, die für die Friedhöfe zuständig sind, angeschrieben. Erste Institutionen haben sich auch schon zurückgemeldet, geloben Besserung und haben versprochen Kletterhilfen anzubringen.

 

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Doch Eichhörnchen sind nicht die einzigen tierischen Bewohner, die mit dem Überleben in der Hauptstadt zu kämpfen haben. Tauben etwa müssen sich Vielerorts gegen Nägel und Spikes wehren. Um die Lebensqualität der zugegebenermaßen vergleichsweise unbeliebten Vögel, sowie ihr Zusammenleben mit den Menschen zu verbessern, hat der Senat vor kurzem das Amt einer Taubenbeauftragen eingeführt. Ja, richtig gelesen, es gibt mittlerweile eine hochoffizielle Taubenbeauftragte in Berlin! Diese Tierschutz-Expertin soll beispielsweise ermitteln, wo es Berliner Tauben besonders schwer haben und welche Orte geeignete Standorte für neue Taubenschläge wären.

Gefährdung der Berliner Bienen durch Milben und Xavier

Sie sind auch in der Luft unterwegs doch deutlich kleiner: Bienen . Die haben es ja ohnehin schon nicht so leicht und sind nahezu weltweit vom Bienensterben bedroht. In Berlin leiden sie noch dazu an der Varroamilbe, dem nasskalten Wetter und auch Sturm Xavier hat viele Bienenstöcke in Mitleidenschaft gezogen.

So etwa die beiden Völker, die auf den Dächern der Brandenburger Landesvertretung lebten. Die Initiative Berlin summt setzt sich deshalb für die organisierte Aufstellung und Unterhaltung von Bienenstöcken ein und versucht auch in der Öffentlichkeit größeres Bewusstsein für dieses wichtige Lebewesen zu schaffen. Und auch der Berliner Senat hat ein Konzept entwickelt um innerstädtische Grünflächen durch veränderte Anpflanzung bienenfreundlicher zu gestalten.


Festgefroren auf dem Eis: Gefahr für Wasservögel

Auch nicht einfach haben es aktuell Berlins Wasservögel. Gerade dort wo sie sich doch eigentlich am wohlsten fühlen kann es für Schwäne, Enten und Co. ab sofort ziemlich gefährlich werden – egal ob Landwehrkanal, Spree oder doch der Teich im Tiergarten. Im Winter können die gefiederten Hauptstadtbewohner, insbesondere wenn sie jung oder krank sind, mit den Füßen oder dem Körper im Schnee oder Eis einfrieren. Aber auch ihre Schnäbel können durch die Kälte zusammenfrieren. In diesem Fall kann man versuchen mit lauwarmen Wasser selbst Hilfe zu leisten oder aber man klingelt bei der Feuerwehr oder Vereinen wie der Wildtierrettung Berlin/Brandenburg durch.

Grundsätzlich gilt: wenn du mal ein verletztes oder verwaistes Tier findest, sei es ein Waschbär, Vogel oder ein Igel, nicht einfach dran vorbei gehen. Wenn du nicht weißt, was zu tun ist, kannst du bei der Wildtierrettung und anderen Tierschutzorganisationen jederzeit telefonisch nachfragen – möglicherweise können sie dir sogar einen Experten verbeischicken. Viele weitere Infos und mögliche Ansprechpartner findest du außerdem auf ihrer Website oder der Seite von Berlin Vegan.

Friedhof Staaken

Buschower Weg 18
13591 Berlin

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Quelle: QIEZ
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