• Mittwoch, 07. März 2012

Günstig absteigen in Berlin

Keine Frage des Budgets

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  • Easyhotel Berlin
    Das Easyhotel am Rosenthaler Platz Foto: dapd - ©Michael Kappeler
  • Easyhotel Berlin
    Die Zimmer im Easyhotel sind maximal zehn Quadratmeter groß, dafür ist der Preis umso kleiner. Foto: dapd - ©Michael Kappeler
  • Motel One
    Viel Style für wenig Geld gibt es in der Hostel-Kette Motel One. Foto: dapd - ©AP
  • Circus Hostel am Rosenthaler Platz
    Tilman Hierath in seinem Circus Hostel am Rosenthaler Platz Foto: Der Tagesspiegel - ©Doris Spiekermann-Klaas
  • Ostel in Friedrichshain
    Jede Menge Ostalgie schon am Empfang Foto: externe Quelle - ©Ostel
  • Rock'n'Roll-Herberge in Kreuzberg
    Das Hotel für Rockstars! "Hier im Kiez spielen jede Woche etwa 20 bis 30 Bands. Der Bedarf nach einer bequemen und guenstigen Unterkunft ist dementsprechend gross", erklärt Bruno, der gemeinsam mit Geschäftspartnerin Ela die Rock 'n' Roll Herberge betreibt. Foto: dapd - ©Ronny Hartmann

Unsere Stadt ist gerade bei jungen Touristen sehr beliebt. Klar, Berlin ist billig - vor allem im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten. Wer beispielsweise am Hotel sparen will, muss nicht gleich in einer Schrabbel-Absteige hausen. Dafür gibt es viel zu viele schnieke Hostels, die auch alle wenig kosten.

Die Dusche ist vom Bett kaum einen Katzensprung entfernt. Dabei muss es sich allerdings um eine kleine Katze handeln. Eine große könnte zum Sprung gar nicht erst ansetzen. Die Zimmer im Easyhotel sind maximal zehn Quadratmeter groß, Tisch und Schrank sucht man hier vergeblich, Dusche und Bett sind nur durch eine Glaswand voneinander getrennt. Das Gute an der minimalistischen Einrichtung ist ihr minimalistischer Preis: Wer früh genug mit seiner Buchung dran ist, zahlt gerade mal 25 Euro für eine Übernachtung. Je nach Auslastung steigt der Preis auf bis zu 65 Euro.

Das im März 2010 eröffnete Easyhotel am Rosenthaler Platz in Mitte ist Deutschlands erstes und bisher noch einziges Easyhotel. Das Unternehmen expandiert weltweit aber fleißig und hat bereits 17 Dependancen, unter anderem in London, Dubai, Zürich und Amsterdam.

In Berlin ist das Easyhotel eine prima Anlaufstelle für all die jungen Touristen, die Wochenende für Wochenende aus dem Ausland anreisen, um Clubs wie das Berghain oder das Weekend zu besuchen. Die meisten von ihnen reisen in sogenannten Billigfliegern wie Easyjet oder Ryanair an, für sie hat sich eine eigene Bezeichnung eingebürgert: der Easy-Jet-Set.

Design zu günstigen Preisen: Motel One

Budgethotels heißen solche Häuser in der Branche, aber Christian Tänzler von Berlin Tourismus Marketing (BTM) hat mit dieser Bezeichnung ein Problem. Was genau ein Budgethotel ist und was nicht, ist nicht exakt definiert: „Heute gibt es schon Designhotels zu sehr günstigen Preisen.“ Im Motel One hinterm Alexanderplatz zum Beispiel kann man schon ab 49 Euro übernachten, ohne in Sachen Komfort oder Stil Abstriche machen zu müssen. Stiftung Warentest untersuchte 2009 deutschlandweit 14 Billig-Herbergen, die Hälfte – darunter auch Motel One – schnitt gut ab.

Durchschnittlich 197 Euro gibt ein Tourist in Berlin pro Tag aus, die Kosten für die Unterkunft inklusive. „Berlin bietet ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist deshalb sehr beliebt“, sagt BTM-Sprecher Christian Tänzler. Gerade bei den jungen Besuchern, die einen Großteil der Gäste ausmachen: 50 Prozent sind jünger als 40 Jahre, ein Drittel sogar jünger als 30. „Das sind potenzielle Stammkunden.“

Circus-Hostel oder Ostel

Das Durchschnittsalter der Besucher des Circus-Hostels am Rosenthaler Platz liegt sogar noch ein bisschen drunter, bei 23 Jahren. Seit 2001 ist das Hostel mit seinen 250 Betten in dem Gründerzeitbau am Weinbergsweg untergebracht. Hier bekommt man schon für 19 Euro pro Nacht ein Bett in einem 8/10-Bett-Zimmer. Dass in unmittelbarer Nähe die Konkurrenz in Form des Easyhotels steht, sieht Gesellschafter Tilman Hierath gelassen. „Dadurch wird der Hotelstandort gestärkt und das Areal um den Rosenthaler Platz wird attraktiver, gerade für Gäste ohne Reservierung.“

Auch BTM-Sprecher Christian Tänzler sieht nicht die Gefahr eines Verdrängungswettbewerbs: „Die meisten Häuser haben einen sehr speziellen Charakter und sprechen dadurch ein sehr spezielles Publikum an.“ Das Ostel am Ostbahnhof etwa ist im DDR-Design eingerichtet. Eine Übernachtung gibt es hier bereits ab 15 Euro, dafür wachen in den Zimmern Bilder von Walter Ulbricht oder Erich Honecker über den Schlaf der Gäste.

Die Rock'n'Roll-Herberge

Mehr Glamour bekommt man für sein Geld in der Rock ’n’ Roll Herberge an der Muskauer Straße in Kreuzberg. Hier zieren Musiker wie Joe Strummer von The Clash oder Falco die Wände; übernachten kann man in einem der sieben unterschiedlich gestalteten Zimmer ab 34 Euro.

Ostel - Das DDR-Design-Hostel

Wriezener Karree 5
10243 Berlin

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Quelle: Der Tagesspiegel
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