Berlinale 2023

Alles, was du zur Berlinale 2023 wissen musst

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Film ab: Vom 16. bis zum 26. Februar 2023 laufen die 73. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Von Hollywood-Stars über die Sektionen zu Ticket-Infos und den Programm-Highlights: Wir verraten, was das renommierte Filmfestival Berlinale 2023 für dich bereithält ...

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Einschränkungen startet am 16. Februar 2023 die Berlinale 2023 endlich wieder mit dem gewohnten Glanz und Glamour. Der rote Teppich wird ausgerollt, denn die internationale Filmbranche trifft sich in der Hauptstadt – und auch Hollywood-Stars sind natürlich wieder mit dabei. Von Cate Blanchett und Helen Mirren über Anne Hathaway und Kristen Stewart zu Sean Penn und Steven Spielberg: So viele A-Klasse-Schauspieler und Regisseure waren schon lange nicht mehr in Berlin! Für die insgesamt über 400 Filme, die während der Berlinale laufen, musst du nicht mehr tagelang in der Kälte verharren: Tickets sind in diesem Jahr ausschließlich online buchbar. Das Festival Programm 2023 ist übrigens viel politischer, diverser und emotionaler als je zuvor. Insbesondere wegen des andauernden Kriegs in der Ukraine und den Protesten gegen die systematische Unterdrückung von Frauen im Iran möchte die Berlinale 2023 ein Zeichen für demokratische Werte setzen und sich solidarisch zeigen. Die Meinungsfreiheit, der friedliche Dialog und der Wert transnationaler Beziehungen sollen unterstrichen werden, das betonen die Veranstaltenden.

Hier kannst du die Berlinale Filme sehen:

    • Akademie der Künste (Hanseatenweg)
    • Kino Arsenal
    • Berlinale Palast
    • Blauer Stern
    • Botschaft von Kanada – Marshall McLuhan Salon
    • Bundesplatz-Kino
    • CinemaxX am Potsdamer Platz
    • Cubix
    • Delphi Filmpalast
    • Deutsche Kinemathek
    • Filmtheater am Friedrichshain
    • fsk Kino
    • HAU Hebbel am Ufer (HAU1)
    • HAU Hebbel am Ufer (HAU2)
    • HAU Hebbel am Ufer (HAU3)
    • Haus der Berliner Festspiele
    • IL KINO
    • Kino International
    • Justizvollzugsanstalt Plötzensee
    • Manifesto Market
    • SAVVY Contemporary
    • silent green Kulturquartier
    • Thalia – Das Programmkino
    • Cineplex Titania
    • UCI Luxe Gropius Passagen
    • Urania
    • Verti Music Hall
    • Zeiss-Großplanetarium
    • Zoo Palast

So kommst du an Tickets

Der Verkauf startet am Montag, den 13. Februar 2023, um 10:00 Uhr über die Berlinale Programmseite. Tickets sind ausschließlich online und immer 3 Tage im Voraus jeweils ab 10:00 Uhr (also z.B. am Montag für den Donnerstag) zu erwerben und können – nach Verfügbarkeit – bis zum Beginn der Vorstellung gebucht werden. Sofern nicht anders angegeben, kostet ein Ticket 15 Euro. Pro Person und Vorstellung können maximal 2 Tickets gekauft werden. Es wird empfohlen, wiederholt den Online-Ticketshop zu besuchen (insbesondere in der Stunde vor Vorstellungsbeginn), da für als ausverkauft markierte Vorstellungen gelegentlich weitere Tickets zur Verfügung gestellt werden können. Tickets für Vorstellungen am Berlinale Publikumstag (26. Februar) und in der Verti Music Hall sind schon ab Verkaufsbeginn am 13. Februar erhältlich.

Die unterschiedlichen Sektionen erklärt

Internationale neue Serienproduktionen findest du bei den Berlinale Series. Encounters zeigt neuere, filmische und ziemlich ungewöhnliche Visionen. Berlinale Shorts bietet kurze Filme aller Genres. Panorama präsentiert Kinofilme von neuen oder auch bereits bekannten Talenten. Forum und Forum Expanded zeigen dir mit zeitgenössischen und historischen, analogen und digitalen Filmen, Installationskunst, Performance und Musik neue Perspektiven auf. Junges Publikum wird mit Generation glücklich: Dort werden Filme gezeigt, die sich mit den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen befassen. Perspektive Deutsches Kino rückt deutsche Produktionen in den Fokus. Retrospektive, Berlinale Classics und Hommage zeigen digital restaurierte Filmklassiker sowie Wiederentdeckungen und würdigen wichtige Personen des Films für ihr Lebenswerk. Weitere Informationen zu den Sektionen findest du hier.

Programmhighlights

She Came to Me (Eröffnungsfilm, Berlinale Special Gala)

Mit der Weltpremiere der US-amerikanischen Produktion wird am 16. Februar die Berlinale 2023 eröffnet. Zum internationalen Starensemble der romantischen Komödie von Regisseurin und Drehbuchautorin Rebecca Miller gehören Peter Dinklage, Marisa Tomei, Joanna Kulig, Brian d’Arcy James und Anne Hathaway. Kurz zur Handlung: Komponist Steven Lauddem hat eine kreative Blockade und ist unfähig, die Partitur für seine große Comeback-Oper zu beenden. Auf das Anraten seiner Ehefrau Patricia, die früher seine Therapeutin war, begibt er sich auf die Suche nach Inspiration.

Weitere Infos zu Preisen, den Spielstätten und Terminen findest du hier.

Femme (Panorama)

Dieser Film ist ein Revenge-Thriller und mutiger LGBTIQ-Tritt gegen eine im Kern schwulen- und transfeindliche Gesellschaft. Jules gehört mit seinen Auftritten als Aphrodite Banks zu den gefeierten Drag-Performern Londons. Nach einer Show wird er von einem Typen brutal zusammengeschlagen. Er beginnt eine Affäre mit dem versteckt homosexuellen Preston, um sich an ihm zu rächen.

Weitere Infos zu Preisen, den Spielstätten und Terminen findest du hier.

TÁR (Berlinale Special Gala)

Mit Hollywood-Ikone Cate Blanchett in der Hauptrolle zeichnet dieser Film ein Bild einer hochkomplexen Frauenfigur und gleichzeitig ein provokatives Porträt des klassischen Musikbetriebs. Die erstklassige Dirigentin Lydia hat sich in der von Männern dominierten klassischen Musikszene durchgesetzt und befindet sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Mit ihrem Orchester plant sie eine mit Spannung erwartete Einspielung. Doch während der Proben gerät die Welt der Star-Dirigentin immer mehr ins Wanken: Nicht nur die Beziehung mit ihrer Konzertmeisterin gestaltet sich zunehmend kompliziert, auch frühere Lebensentscheidungen drohen sie einzuholen.

Weitere Infos zu Preisen, den Spielstätten und Terminen findest du hier.

Superpower (Berlinale Special Gala)

Als die Regisseure Sean Penn und Aaron Kaufman Anfang 2021 mit den Dreharbeiten zu Superpower begannen, schien eine großflächige Invasion der Ukraine noch eine ferne Bedrohung. Penn und Kaufman reisten in die Ukraine, um mehr über ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu erfahren. Der Schauspieler und Komiker spielte im Fernsehen einen Präsidentschaftskandidaten – und wurde dann tatsächlich Präsident. Er legte sich auch mit Donald Trump an, weil er sich 2019 in der Ukraine-Affäre nicht vom US-Präsidenten unter Druck setzen ließ. Am 24. Februar 2022, während Penn und Kaufman in Kyiv drehen, erschüttern Explosionen die Stadt. Unversehens werden die Regisseure Augenzeugen dieses noch immer anhaltenden Kampfes.

Weitere Infos zu Preisen, den Spielstätten und Terminen findest du hier.

Sieben Winter in Teheran (Perspektive Deutsches Kino)

Der Dokumentarfilm folgt einer Studentin, die in der iranischen Hauptstadt wegen Mordes gehängt wurde: Im Sommer 2007 hat die 19-jährige Reyhaneh Jabbari ein Geschäftstreffen mit einem Mann. Nach dem dieser versucht, sie zu vergewaltigen, ersticht sie ihn in Notwehr. Das anschließende Gerichtsverfahren verhängt die Todesstrafe über sie. Wenn sie ihre Aussage widerrufen hätte, wäre sie nach sieben Jahren begnadigt worden. Mit Privataufnahmen und Interviews von Angehörigen zeichnet der Film das bewegende Porträt einer Frau, die im Iran für die Rechte der Frauen bis zu ihrem Tod kämpfte.

Weitere Infos zu Preisen, den Spielstätten und Terminen findest du hier.

Mapantsula (Retrospektive)

Südafrika während der Apartheid: Bei einer Demonstration in Soweto wird neben Aktivist*innen auch Panic, ein „Mapantsula“ – Ganove – festgenommen. Während ein Polizist ihn zu belastenden Aussagen zwingen will, schildern Rückblenden Panics Verwicklung in die „riots“ im Township. Ausschließlich an Partys, Alkohol und seiner Freundin Pat interessiert, hält er sich von den Protesten gegen Mietwucher fern. Doch dann verlässt ihn Pat, die seinetwegen ihre Arbeit als Hausmädchen verliert, und der Sohn seiner Vermieterin wird von Polizisten verschleppt. Mapantsula aus dem Jahr 1988 gilt als der erster Anti-Apartheid-Film aus Südafrika. Im Rahmen einer Kriminalhandlung um einen übermütigen Möchtegern-Gangster erzählt er von Rassismus und alltäglichem Widerstand.

Weitere Infos zu Preisen, den Spielstätten und Terminen findest du hier.

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