Partys, Partys, Partys

Die Berlinale: Ein einziges Promi-Fest

Die Berlinale: Ein einziges Promi-Fest
Bei der Berlinale gibt es tausend gute Gründe zu feiern. Auch gern mit dabei Anna Julia Kapfelsperger, Palina Rojinski, Alina Levshin und Pheline Roggan. (v.l.n.r.)
Was wäre die Berlinale ohne Partys? Ein Festival ohne Glanz und Gloria, da sind wir uns sicher. Zum Glück steppt nun zehn Tage und Nächte allerorten der goldene Bär. Lasst uns ordentlich mitfeiern und zusehen, dass wir kein Klatschthema verpassen… 

Es gibt Menschen, die sagen, die Partys der Berlinale seien wichtiger als die Filme. Aber das sind natürlich nur Leute, die nichts mit Film zu tun haben, oder? Wir sehen jedenfalls gern hin, wenn Stars und Sternchen an Gläsern Halt suchen, um dann doch aus den Rollen zu fallen. Der Startschuss zum Partymarathon fiel, kaum war das letzte Wort beim offiziellen Berlinale Empfang gesprochen. Am glücklichsten durften sich in dieser ersten Nacht wohl die schätzen, die eine Einladung zur Berlin Opening Night im Das Stue ergattert hatten – wie Moderatorin Anke Engelke, die aber wie alle anderen scharf kontrolliert wurde, ob sie auch ja das richtige Bändchen zur richtigen Feier trug. Von wegen Partys am laufenden Band …

Im Stue jedenfalls kam zusammen, was zusammen gehört. Die bunte Promiwelt und ihre Auftraggeber. Das liegt sicher daran, dass die Gastgeber Klatschmutter Gala und Top-Auftraggeber Ufa waren. Entsprechend benahm sich leider niemand daneben, nicht einmal Bundesjustizminister Heiko Maas, der von seiner Freundin Natalia Wörner über den roten Teppich geschleust wurde. Frau Wörner ergatterte immerhin noch den Titel für die hässlichste Robe des Abends, aber nur weil Meret Becker sich für eine andere Party entschieden hatte… Außerdem aufgehübscht dabei: Natalia Avelon, Wotan Wilke Möhring, Emilia Schüle, Heike Makatsch und Samuel Finzi. Bis drei Uhr morgens wurde hier laut Gastgeber der perfekte Festivalstart zelebriert.

Zweite Chance an diesem Abend seelig zu werden, bot das Soho House mit dem Nobeljuwelierhaus Bvlgari. Gerade hier im Clubhaus der Snobs und Hipster gilt ja immer: in ist wer drin ist. Das sollte Nazan Eckes zu denken geben, denn so explosiv sie sich auch sonst gern gibt, die RTL-Vorzeigefrau kam (zunächst) nicht rein. Der Stargast des Abends machte dann aber bald Platz und verschwand schon vor Mitternacht ins Hotel. Wer das war? Moment, äh… wie heißt noch die kleine Schwester von Kate Moss… ja, genau: Lottie. Zum Motto Rule your Night versuchten sich aber andere an der Bar zu amüsieren, darunter Toni Garrn, Bill Kaulitz, Eva Padberg… und um die Models aufzumischen, ließ man auch echte Filmgrößen herein wie Franz Dinda, Mina Tander, Julia Dietze und Liev Schreiber. Richtig Stimmung wollte aber nicht aufkommen, zum Lästern stand man einfach zu dicht und an Tanzen oder Gesprächspartnerwechsel war gar nicht zu denken.

Der erste rote Faden des Festivals zeigte sich am nächsten Abend bei Natalia Wörner auf der Blue Hour-Party der ARD im Kommunikationsmuseum. Damit spielen wir nicht plump auf die Farbe ihres Kleides an, sondern darauf, dass sie auch hier wieder einmal modisch daneben gegriffen hatte und den Worst-Dressed-Award der Berlinale schon jetzt redlich verdient hätte. Immerhin schaffte sie es zügig in die warmen Hallen, während andere Promis wie Ulrike Folkerts, Larissa Marolt, Katja Flint und Armin Rohde vor der Tür froren. Tja, sorry hieß es da wohl aus der ersten Reihe des deutschen Fernsehens: Der Einlass mit Partybändchen-Vergabe und Garderobe funktionierte nicht. Naja, es war sicher nicht einfach bei der aktuellen Partydichte eine Agentur mit Erfahrung im Gästemanagement zu finden. Hüstel. Räusper. Hauptstadtprovinz.

In der Ustinov Green Carpet Lounge gab es kein Kälte-Problem und doch hatte man das Gefühl, auf einer Durchrauschparty zu sein. Stargast Anne Heche hechtete jedenfalls nach ein paar Fotos und netten Smalltalk-Worten zur Festival Night und überließ Caroline Beil und Lara-Isabelle Rentinck das Charity-Blitzlichtgewitter. In der Gendarmerie traf Frau Heche dann auf echte deutsche Stars wie Matthias Scheighöfer, Clemens Schick und Iris Berben. Eine Alternative bot noch das Maritim Hotel. Bei der Notte delle Stelle floss der Wein bis zur Glückseligkeit, allerdings haben wir niemanden unter dem Tisch liegen sehen, ja Devid Striesow nahm unter den Augen von Bruno Eyron, Sebastian Koch, Klaus J. Behrendt und Barbara Schöne geradezu nüchtern den Preis der italienischen Filmkritik entgegen.

Wer es gemütlicher haben will, geht normalerweise ins Borchardt, dem ganzjährigen Auffangtresen für Promis, die ihr Essen nicht unbemerkt zu sich nehmen wollen. Am Samstag jedoch verwandelte sich ausgerechnet der letzte Zufluchtsort in eine Partyhölle im Discofieber. Die Place to B-Party wurde entsprechend von Disco-Altmeisterinnen Sister Sledge eingeheizt. Iris Berben war schon wieder in Feierlaune, Matthias Schweighöfer und Anne Heche auch, Sophia Thomalla sowieso, die lieferte sich mit Sylvie Meis ein Rocksaumrennen. Til Schweiger kam auf Krücken und regte die Presse an, darüber zu spekulieren, wobei er sich die Verletzung zugezogen hat. Wir reichen den Phantasiestab weiter an dich und bleiben bei den Fakten. Partyqueen wurde Emilia Schüle, die bis halb sieben in der Früh blieb.

Wie gut, dass die nächste Party auf Entgiftung setzte. Am Samstag lud Til Schweigers Entdeckung Keinohrhasen-Autorin Anika Decker ins bereits warm gefeierte Soho House zum Detox & Champagne-Frühschoppen. Dort traf Emilia Schüle schon wieder auf Vorabend-Feierkollegen Elyas M’Barek und Iris Berben, außerdem Aylin Tezel und Max von der Groeben. Nur eine fehlte… die Co-Gastgeberin und Taschendesignerin Lili Radu. Der Grund war keine Absturz, sondern eine ganz gesunde Sache: Am Dienstag brachte sie ihren Sohn zur Welt.

Wer keine Lust hatte, bei Tageslicht schon ins Kino zu gehen, suchte sich einfach den nächsten Empfang aus. So konnte man sich in der Volksbühne die Zeit ganz ohne Presse schöner trinken, bis es abends ins Ritz Carlton ging, wo sich das Medienboard die Ehre gab. Oskar Roehler zeigte sich dort wie gewohnt mit Tarnjacke, Matthias Schweighöfer mit breitem Grinsen und Elyas M‘Barek wieder ohne Damenbegleitung, aber seine gute alte Bekannte Palina Rojinski war ja da. Selbst Til Schweiger war schon wieder auf den Beinen, äh, Krücken. Obwohl hier eindeutig der Glam fehlte, blieb man gern. Das lag doch sicher nicht daran, dass das Medienboard ein wichtiger Geldgeber ist?

Am Sonntag lud das Filmland NRW in die Landesvertretung am Tiergarten ein. Neben den professionellen Berlinale-Alkoholverzichtlern Jan Josef Liefers und Jürgen Vogel, traf man hier endlich auch mal auf andere Gesichter. Lars Eidinger küsste Filmbruder Bjarne Mädel, Samuel Koch, Tom Schilling und Tom Beck feierten unauffällig und Janina Uhse, Laura Berlin, Pheline Roggan und Aylin Tezel verschönerten die angeblich 1000-köpfige Gästeschar und bevor wir es vergessen: Iris Berben war natürlich auch dabei. Ob es an ihrem Make-Up-Werbepartner liegt, dass sie trotz Partymarathon überall frisch aussieht? Wir freuen uns jedenfalls auf die nächsten langen Berlinale-Partys mit und ohne Iris Berben!

The Ritz-Carlton Hotel, Potsdamer Platz 3, 10785 Berlin

The Ritz-Carlton Hotel

Hereinspaziert!

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