Berliner Designer

Kiez-Interview mit IVANMAN

Der Wahl-Berliner hat sich auf Menswear spezialisiert.
Der Wahl-Berliner hat sich auf Menswear spezialisiert. Zur Foto-Galerie
Köpenicker Straße - Der Berliner Menswear-Designer Ivan Mandzukic zeigt heute seine aktuelle Herbst-Winter-Kollektion im Zelt der Mercedes-Benz Fashion Week. Wir haben mit ihm über seinen Kiez, seinen Lieblingsdesigner und seine Top-Adressen in der Stadt gesprochen.

Was hat dich für deine neue Kollektion inspiriert?

Ivan Mandzukic: „Ich selbst, mein Leben, meine Art zu arbeiten. Meine mittelbare und unmittelbare Umgebung liefern die besten Inspirationen. Außerdem der Film ‚Der heilige Berg‘, aber nur der Hintergrund/die Philosophie des Films. Inspiration sehe ich nur als eine Hilfe, sozusagen als Motivation. Visuelles hingegen beschränkt mich eher.“

Ist Berlin für dich besonders inspirierend?

Frühjahr/Sommer 2014-Kollektion(c)foto di matti
I.M.: „Warum soll Berlin inspirierend sein? Ich lebe in Berlin, das ist meine Heimat. Das ist meine Stadt. Was ist schon inspirierend … Ich glaube, das Wort ‚Inspiration‘ ist überbewertet. Man arbeitet, man entwickelt sich weiter, man entdeckt jeden Tag sich selbst und seine Umgebung neu. Aber es ist toll, in so einer Multikulturalismus-Gesellschaft zu leben und dazu noch mit zahlreichen Kreativen.“

Wie würdest du deinen Stil grundsätzlich beschreiben?

I.M: „Es kommt nie so, wie man denkt. Ich glaube, die Menschen beschreiben sich meist falsch. Aber gut, ich versuche es: Minimalismus, abgestimmte Farben, Diszipliniertheit im Umgang mit Formen und Materialien, die man verwendet. Das Architektonische und sauber Konstruierte. Das Einfache. Konzentration auf Details und nie zu viel machen.

Wer ist dein/e persönliche/r Lieblingsdesigner/in?

I.M: „Raf Simons.“

In welchem Kiez wohnst und arbeitest du? Was magst du an der Umgebung? Was magst du nicht?

I.M.: „In Mitte an der Grenze zu Kreuzberg. Im Deutschen Architektur-Zentrum DAZ, an der Grenze zwischen Slum und einer sich langsam entwickelnden noblen Stadt. In der Nähe von besetzen Häusern und dem nicht mehr vorhandenen Kater Holzig. Die Brüche hier mag ich. Das Unvollkommene, die Dynamik des Neuen zwischen Ruinen und der DDR Architektur. Eben das, was Berlin ausmacht. Ich mag keine kaputten Leute, keine kaputten Behausungen, keine Besetzer, keine Wracks.“

Was sind deine drei Berliner Top-Adressen, die du Besuchern empfiehlst?

I.M.:Hartweizen, Concept Store M (Gipsstraße 5, 10119 Berlin) und das Cafe Einstein. Und mein Arbeits–‐ und Wohnloft in der Köpenicker Straße.“

Weitere Infos findest du hier.

Foto Galerie

Kiez-Interview mit IVANMAN, Köpenicker Straße 48, 10179 Berlin

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