Promi-Restaurant

Mittags im Ø

Mittags im Ø
Von der Tageskarte: sommerliche Blattsalate mit Ziegenkäse (für 12,50 Euro). Zur Foto-Galerie
Mehringdamm – Lokale mit prominenten Gastronomen üben ja meist eine ganze besondere Anziehungskraft aus. Hinter dem Restaurant Ø steckt der Sänger Herbert Grönemeyer. Ist es schon allein deshalb einen Besuch wert?

Der Name, den man sich immer erst irgendwo herauskopieren muss, um ihn zu schreiben, ist aus ebendiesem Grund umständlich: Ø. Dafür heißt das übersetzt – es ist dänisch – „Insel“. Das ist wiederum ganz schön, zumal das Restaurant mit seiner Lage an der Ecke des Mehringdamms wirklich oasenmäßig etwas erhöht thront. Im zugehörigen Garten kann man lauschig – allerdings ziemlich beschallt von der Straße – draußen sitzen. Von der Bedienung wollten wir wissen, ob sich Herbert Grönemeyer tatsächlich auch ab und zu hier blicken lasse. „Ja“, erklärt der sympathische junge Kellner. „Er kommt schon so ca. ein bis zwei Mal im Monat vorbei.“ Der Sänger führt das Lokal übrigens gemeinsam mit Ruzica Krakan, lange Zeit Restaurantchefin im Borchardt und Inhaberin des beliebten Cafés SETs in Charlottenburg.

Regionale Hauptstadtküche ohne viel Chichi

Wir haben uns mittags nicht für eine der typischen Brandenburger Spezialitäten wie Linumer Kalbstafelspitz oder Spreewälder Angusrind entschieden, sondern für den leckeren Salat mit Ziegenkäse und das wechselnde Lunch-Tagesspezial, in dem Fall Schnitzel mit Pommes (für 6,90 Euro). Und da gab’s mal gar nichts dran auszusetzen. Überhaupt überzeugt das Konzept, Hauptstadtküche mit lokalen Lebensmitteln zu servieren.

Schöne Lage: das Restaurant Ø. (c)QIEZ
Fish & Chips (für 15,50 Euro) und der BØrger (für 12,90 Euro) gehören übrigens zu den Klassikern des Hauses. Man kommt hierher zum Frühstücken (z.B. die Kreuzberg-Platte für 9,90 Euro) genauso wie zum einfachen Brotzeitmachen (große Sauerteigstulle mit geräucherter Forelle für 6,50 Euro).

Ehemals war in den Räumlichkeiten das Lokal Kaiserstein untergebracht. Das Interieur heute ist ein aufregender, individueller Stilmix mit einer Metalldecke aus dem Café Moskau, Leuchten aus dem ehemaligen Bauministerium der DDR, Wandlampen aus dem Kino Babylon, Treppengeländer aus der alten Staatsoper und Eiermann-Stühlen aus dem Bikini-Haus.

Ach so. Die Antwort auf die eingangs gestellte Frage steht noch aus. Sie lautet: Nein. Das Ø  ist nicht deshalb einen Besuch wert, weil es Grönemeyer gehört, sondern wegen des netten Services, des leckeren Essens, der schönen Atmosphäre und der angenehmen Portion Lokalpatriotismus.
 

„Eigentlich nur drei Worte: Ich komme wieder.“

Foto Galerie

Ø oder Ö, Mehringdamm 80, 10965 Berlin

Telefon 030 77326213

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Täglich von 9 bis 24 Uhr

Ø oder Ö

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