
Max und Moritz (Kreuzberg)
Schon mal Hoppel Poppel gegessen? Das ist die Berliner Version vom Bauernfrühstück und wird mit Kassler zubereitet. Wer original deftige Berliner Küche probieren will, kommt an der Kreuzberger Institution Max und Moritz kaum vorbei. Im denkmalgeschützten Alt-Berliner Wirtshaus, das bereits 1902 eröffnet wurde, stammt vieles noch aus der Gründerzeit. Die Fliesen und Wandreliefs, das Mobiliar, die schönen Stuckarbeiten im kleinen Saal oder die Glasmalereien im Ballsaal verweisen auf die über hundertjährige Geschichte. Die Küche liefert zuverlässig Klassiker wie Berliner Eisbein, Königsberger Klopse oder Berliner Bierhähnchen. Trotz dieser kulinarischen Attraktionen ist das Lokal zum Glück kein Touri-Schuppen, sondern vor allem bei Berliner*innen sehr beliebt.

Diener Tattersall (Charlottenburg)
Auch, wenn im Diener Tattersall nicht alle Spezialitäten aus der Berliner Küche kommen, hat sich die Institution als Berliner Original hier den Platz redlich verdient. Der Name geht zurück auf den ehemaligen Deutschen Meister im Schwergewicht, Franz Diener, der hier 1954 im ehemaligen Casino eines Tattersalls sein Restaurant eröffnete. Schnell wurde das urige Lokal zum Treffpunkt für seine Sportfreunde und Künstler*innen wie Georg Grosz, Hans Albers und „Stachelschwein“ Joe Herbst. Die Speisen sind einfach und gut: Strammer Max, Hackepeter und Kartoffelpuffer halten die Berliner Fahne hoch, teilen sich die Karte aber friedlich mit Weißwürsten, Leberkäs und Wiener Schnitzel. Toleranz wird hier eben auf allen Ebenen groß geschrieben.

Jäger & Lustig (Friedrichshain)
Wie schmeckt eigentlich Heimatliebe? Die vielfältige Antwort darauf liefert dir zuverlässig das Jäger & Lustig. In der Friedrichshainer Anlaufstelle für Fans der deutschen Küche werden Traditionen ins Hier und Heute übersetzt und mit vielen frischen Zutaten aus der Region in moderne Klassiker verwandelt. So bekommst du neben saisonalen Highlights auch süchtig-machende Senfeier, Berliner Leber oder köstliches Gemüsegulasch. Regelmäßig rückt das Lokal Saisongrößen in den Fokus wie Spargel, Grünkohl oder Pfifferlinge. Doch nicht nur die leckeren Lieblingsspeisen bieten gute Gründe, um immer wieder zu kommen: Das gemütliche Flair, die schönen Interieur-Ideen und der grüne Biergarten sorgen für heimelige Wohlfühlstimmung.

Schöneberger Weltlaterne (Schöneberg)
Ob Hackbraten, Boulette, Leberknödelsuppe oder Kohlrouladen: In der Schöneberger Weltlaterne steht original Berliner Küche im Mittelpunkt. Dazu ein frisch gezapftes Bier und gemütlich rustikale Einrichtung – es ist so einfach, die Berliner*innen glücklich zu machen. Aber auch Nicht-Einheimische werden sich in der Alt-Berliner Restauration wohlfühlen und das Lokal garantiert nicht hungrig verlassen. Tipp: Jeden Dienstag gibt es frischen Hackepeter und am Mittwoch werden hausgemachte Riesenkohlroulade serviert.
Schöneberger Weltlaterne, Motzstr. 61, 10777 Berlin
Telefon 030 21969861
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Dicke Wirtin (Charlottenburg)
Der Name dieser urtypischen Berliner Kneipe geht auf Anna Stanscheck zurück. Die dicke Wirtin beglückte einst ihre Gäste, darunter viele Student*innen, Künstler*innen und Schauspieler*innen, mit deftigen Eintöpfen, Schmalzstullen oder Schweinebraten. Ungebrochen ist bis heute die sympathische Anziehungskraft des Kneipen-Urgesteins auf Kiezbewohner*innen und Gäste von überall her. Sie alle lieben die Klassiker der Berliner Hausmannskost: Leber Berliner Art mit geschmorten Zwiebeln, Äpfeln und Stampfkartoffeln, Bouletten mit Spiegelei, Rotkohl und Bratkartoffeln oder Spanferkelsülze mit Remoulade. „Von allem lieber’n bißken mehr, aber dafür watt Jutet“, lautet hier das Motto. Und zum Nachtisch gibt es Kalter Hund – ein fast vergessener Klassiker aus Keksen und Schokolade.

Joseph-Roth-Diele (Tiergarten)
Der Namensgeber dieses wunderbaren Lokals auf der Potsdamer Straße war zwar Österreicher, die eher süddeutsche Küche hat aber durchaus Berliner Klassiker zu bieten. So werden Kindheitsträume mit dem Kalten Hund erfüllt und das Kassler mit Sauerkraut mundet ganz hauptstädtisch. Vor allen Dingen der Mittagstisch bedient sich an Ideen der Berliner Küche. Apropos: Das Lunch-Angebot hier ist stadtbekannt, weil immer lecker und total günstig. Wo sonst bekommst du ein Hühnerfrikassee oder das bereits erwähnte Kassler für nur 8,50 Euro! Ansonsten huldigt das Lokal natürlich dem berühmten Journalisten und Schriftsteller Joseph Roth – mit Zitaten an der Wand, Schnitzel Wiener Art, Wurstkäsesalat auf Brot und ganz viel Charme.

Zur letzten Instanz (Mitte)
Dieses Wirtshaus ist erstmals im Jahr 1621 als Trinkstube aktenkundig geworden. Heute gilt es als ältestes Restaurant Berlins. Sogar Napoleon soll es sich einst am Kachelofen gemütlich gemacht haben. Einige Teile des historischen Interieurs sind noch immer erhalten. Den heutigen Namen bekam das Restaurant Zur letzten Instanz in den 1920er Jahren, als in der Nachbarschaft ein Gerichtsgebäude erbaut wurde. So altbacken, wie es klingt, ist das Restaurant aber gar nicht. Die junge Crew bringt das Beste von damals ins Heute. So ist die Kalbsleber Berliner Art cremig zart, der Kohlwickel feinwürzig mit Kümmel und der Müritz Fischeintopf kann es mit maritimen Klassikern aus den Nachbarländern aufnehmen.
Zur letzten Instanz, Waisenstraße 14, 10179 Berlin
Telefon 030 2425528
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PeterPaul (Mitte)
Das Konzept vom Restaurant PeterPaul: Edles, feines Ambiente und Berliner Klassiker in Häppchenform. Großmutters Rezepte werden auf Fine Dining getrimmt: Königsberger Klopse, Himmel und Erde, Currywurst, Berliner Boulette mit Senfcreme oder Fischstäbchen mit Schmand kommen en miniature und zum Teilen auf die Mitte des Tisches. Jeder kann von allem naschen. Apropos „naschen“: Die Rote Grütze ist ein Muss. Wer die heimatliche Küche neu entdecken möchte, ist hier auf alle Fälle goldrichtig. Dazu gibt es hervorragende Weine, die die salonfähigen Speisen sehr gut und gern begleiten.

Zur Gerichtslaube (Mitte)
Lage, Lage, Lage – die ist bei diesem Berliner Restaurant so ausgesprochen zentral, dass sie ihm fast zum Verhängnis wird. Denn hier im Nikolaiviertel sind viele Tourist*innen unterwegs und deshalb wissen nur echte Kenner*innen und gestandene Berliner*innen, was sich für ein Küchenjuwel im historischen Gebäude aus dem frühen Mittelalter verbirgt. So schmuck wie außen ist es auch im Innern. Die kuppelartige Architektur verleiht dem Gastraum eine ganz besondere Note und auch der kleine Freisitz ist charmant. Auf den Tisch kommt die deftige Hausmannskost, wie sie sein muss. Ob Altberliner Schweinebraten, Bouletten mit Schmorzwiebeln, Gulasch, Bauernsülze, Matjes oder die fleischlos gefüllte Paprikaschote: So muss Berlin schmecken.

Zille Stuben (Mitte)
Zugegeben, die Zille Stuben im Nikolaiviertel sind schon fest in der Hand der Touristen. Dennoch kann man sich hier auch als Berliner Original blicken lassen, um zu futtern wie bei Muttern. Boulette, Eisbein, Kalbsleber und Co kommen ohne modernen Schnickschnack auf den Tisch. Das überwiegend internationale Publikum spornt den Service an, die Berliner Flapsigkeit in herzliche Zuvorkommenheit zu verwandeln. Dadurch schmeckt es in den Zille Stuben gleich doppelt so gut. Die Einrichtung verbindet ein Sammelsurium aus alten Zeiten mit moderner Gemütlichkeit. Die Holzbänke sind also gepolstert und das indirekte Licht ist sehr angenehm. Im Sommer genießt du die Berliner Küche mit Blick auf die Spree. Mehr Hauptstadt geht nicht.





