The Most Illegal Beer im Belgischen Viertel
Der Wedding hat seit 2021 eine eigene Mikrobrauerei im belgischen Viertel. Zugegeben: Hier haben wir etwas geschummelt, denn die drei Freunde, die die Brauerei mit dem pfiffigen Namen „Vagabund Brauerei“ damals eröffneten, sind ursprünglich Amerikaner. Von einer Mikrobrauerei lässt sich hier eigentlich kaum mehr reden, denn auf satten 1600 qm wird hier Bier gebraut, abgefüllt und verkostet. Im schicken Industriegebäude könnt ihr übrigens auch eine Tour mit Verkostung machen oder einfach im Biergarten verweilen. Die Brauerei stellt eine weite Bandbreite an verschiedenen Craft-Bieren her: Etwa das Pale-Ale „My Saddle, My Pony & Me“, das India Pale Ale „Bindlestiff“ oder das unkonventionelle und bayerisch angehauchte „Hauptstadt Helles“. Die Hersteller konzentrieren sich dabei vor allem auch leichte, fruchtig-tropische Noten, die das Markenzeichen der „Vagabund Brauerei“ sind.
Qiez zu Google hinzufügenÜbrigens sicher auch sehr spannend für alle die im Wedding auf Kneipensuche sind: In unserem Artikel „Kneipentour durch den Wedding“ zeigen wir euch, wo ihr die besten Bars der Gegend findet.
Den ersten Platz belegt für uns allerdings ein Flaschenbier mit dem anrüchigen Namen „The Most Illegal Beer“: Nicht nur das Etikett-Design ist sehr markant, sondern auch die Geschichte dahinter. Denn bei „The Most Illegal Beer“ handelt es sich um ein vollständig von Frauen hergestelltes Bier, das in Zusammenarbeit mit der feministischen Wiener Brauerei „Muschicraft“ entstanden ist. Vom Brauprozess über Logistik bis hin zum Abfüllen wird alles von Frauen erledigt, was in Ländern wie Russland, Indien, Italien, Belize, Madagaskar und den USA nicht nur undenkbar, sondern teils sogar durch geltende Gesetze illegal ist. Beim Bier selbst handelt es sich um ein geschmeidiges Pale Ale mit würzigen und tropischen Noten, das preislich mit 21 Euro für einen Sechserträger (!) allerdings etwas teurer ausfällt.
Eschenbräu: Unfiltriertes Bier im Wedding
Ebenfalls im Wedding befindet sich die Brauerei „Eschenbräu“ des Brauermeisters Martin Eschenbrenner. Die Braustube selbst befindet sich direkt neben dem schönen und rustikalen Bierkeller. Neben unfiltrierten und damit möglichst geschmacklich natürlich gehaltenen Variationen verschiedener Klassiker wie Pils, Dunkel- und Weizenbier werden dort auch ausgefallenere Sorten wie Dunkler Bock oder der „Weddinator“ gebraut. Unser Geheimtipp – allerdings nur von März bis Oktober erhältlich – ist die Sorte „Roter Wedding“: Eine schöne rubinrote Farbe sowie ein kräftig-würziger Geschmack und ein dunkler Malzkörper sind hier die Markenzeichen. Wer sich das Bier für Zuhause oder unterwegs mitnehmen will, kann es sich extra in eine Bierkanne abzapfen lassen – direkt vom Zapfhahn. Zusätzlich stehen auch eigene Obst- und Edelbrände sowie Apfelsaft auf der Getränkekarte. Der Biergarten lädt zum Verweilen ein – besonders in der Sommersaison ist dort immer einiges los. Zusätzlich gibt es auch eine hauseigene Brennerei, in der edler Whiskey produziert wird.
Selbst Bier herstellen bei Schoppe Bräu
Unweit des Alexanderplatzes findet ihr die Berliner Brauerei „Schoppe Bräu„. Bereits seit 2001 ist das Unternehmen für seine kreativen Craft-Biere bekannt – bisher allerdings nur bei echten Bier-Kennern, denn noch ist Schoppe Bräu ein absoluter Geheimtipp. Gründer und Chef des Berliner Brauhauses, Thorsten Schoppe, braute Anfang der 2000er gerade mal zwei Biersorten in Berlin Kreuzberg. Mit der Zeit wuchs das Sortiment mit der Brauerei mit und so bietet das Sortiment etwas für alle Geschmäcker: Vom Sauerbier mit Waldmeister über Reis-Ale mit Zitronengras und Birkensaftbier mit lappländischem Birkensaft bis hin zum „Holy Shit Endboss Ale“ – mit würziger Chili-Note – gibt es hier wirklich absolut alles.
Wer trotzdem nicht fündig wird, der kann es ja auch in anderen Bars in Mitte probieren. Passenderweise haben wir für euch die Top 10 Bars in Berlin Mitte zusammengestellt.
Mit seinen Bieren bietet Schoppe Bräu ein Stückchen Berliner Lebensgefühl zum Mitnehmen an – auch für alle, die nicht aus der Hauptstadt kommen. Doch der eigentliche Reiz der Brauerei liegt vor allem in den Bierbraukursen, die das Unternehmen anbietet: Dieser bietet Besuchern die Gelegenheit, ein ganz eigenes Bier zu brauen. Wer einen Kurs mitmacht, weiß im Anschluss alles über die Schritte, in denen aus Hopfen, Malz, Wasser und Hefe ein schmackhaftes Bier hergestellt wird und kann sich auch selbst am Brauen versuchen. Dass man selbst am Bier mitgearbeitet hat, lässt es später umso besser schmecken.
Das BRLO Brwhouse am Gleisdreieck
Unkonventionell sind hier nicht nur die Biere, sondern das gesamte Konzept des Brauhauses: Das BRLO Brwhouse ist aus 38 gebrauchten Überseecontainern aus aller Welt gebaut. Das gesamte „Gebäude“ ist damit mobil und kann immer wieder ab- und an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden. Neben dem faszinierenden Bau selbst ist auch die Lage ein echtes Highlight: mitten in Berlin, mitten im Park am Gleisdreieck und mit Blick auf U-Bahn Brücke und vorbeifahrende Züge. Doch nicht nur das Ambiente sowie die immer saisonale und kreative Speisekarte überzeugen, sondern auch die Auswahl an hauseigenen Bieren ist absolut genial. Ob Grapefruit Radler, Pale Ale mit Mangonoten oder „Happy Pils“: Das BRLO Brwhouse bietet eine Vielzahl an Klassikern mit einer ganz eigenen und überraschend frischen Note an – typisch Berlin eben.
Ebenso typisch für Berlin: Kneipenquiz! Diese Sorte Events gibt es mittlerweile überall in der Hauptstadt. Wo genau, das zeigen wir in unserem Artikel „Top 10: Kneipenquiz in Berlin„.
Für Freunde von alkoholfreiem Bier gibt es auch das BRLO „Naked“ mit 0,5 Prozent Alkohol, dafür aber jeder Menge Geschmack. Für einen besonderen Touch sorgen dabei leichte Malz- und Honignoten. Abseits der hauseigenen Biere gibt es insgesamt 60 Biere im Restaurant und Biergarten zu probieren. Wer sich also einmal durchprobieren möchte, der sollte am besten viel Durst und Hunger mitbringen!
Bier und Fußball im Hops and Barley
Wer Bock auf Bier und Fußball hat, der ist im „Hops and Barley“ immer gut aufgehoben. Die kleine Hausbrauerei in Friedrichshain braut bereits seit 2008 ihr eigenes Bier in der Nähe des Boxhagener Platzes und bereichert damit die Berliner Bierkultur. Traditionell werden dort immer Pilsner, Bernstein, Dunkel und Weizen gebraut und angeboten, ab und an gibt es allerdings auch Spezialbiere wie IPA, Pale Ale, Bockbier oder Stout. Um den natürlichen Geschmack zu unterstreichen, werden die hauseigenen Biere zudem auch nicht filtriert. Ebenfalls natürlich bleibt auch der selbst hergestellte Cider, der im Fass nachgereift und naturtrüb ausgeschenkt wird. Zu den Bierspezialitäten vom Fass kann man auch den hausgemachten Flammkuchen genießen. Oder ihr genießt statt einem Flammkuchen ein Fußballspiel auf der großen Leinwand. Im Hops and Barley werden so ziemlich sämtliche Bundesliga- sowie Europa- und Championsleague-Spiele übertragen. Spielt allerdings Borussia Mönchengladbach, wird das Brauhaus zum Auslaufgebiet der „Berliner Fohlen“.
Ihr wollt nicht nur ein lecker Bierchen verköstigen, sondern gleich ein paar mehr? Dann solltet ihr euch dafür die passende Location suchen. Wo ihr am besten mit euren Freunden bis zum Absturz feiern könnt, verraten wir euch in unserem Artikel „Top 5: Die besten Absturz-Läden„.






