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Mein griechischer Berliner Sommer

Mein griechischer Berliner Sommer
Eine griechische Idylle mitten in Steglitz. Zur Foto-Galerie
Rathaus Steglitz - Die Journalistin Maggie Riepl lebt seit vielen Jahren in Steglitz und kennt sich im südwestlichen Berlin gut aus. Auf QIEZ.de präsentiert sie ab sofort regelmäßig ihre ganz persönlichen Kiez-Perlen. Diesmal: ein griechisches Kleinod in der Mittelstraße.

Der Sommer ist vorbei und dies ist mein Abgesang auf die Biergartensaison im Allgemeinen und auf meinen diesjährigen Lieblings-Biergarten im Besonderen. Allerdings mit dem kleinen Hoffnungsschimmer, dass es auch im September noch einige Abende gibt, an denen man open air essen und trinken kann. Berliner sind ja hart im Nehmen, was das draußen sitzen angeht.

Immer, wenn ich in diesem wunderbaren Sommer Sehnsucht nach meinem Lieblings-Urlaubsland hatte und mich am liebsten sofort nach Mykonos, Samos, Lefkas, Skiathos oder auf den Peleponnes gebeamt hätte, bin ich sofort in die Kantine des griechischen Kulturzentrums in der Steglitzer Mittelstraße gegangen.

Der Name verlockt ja nicht wirklich. Aber die Atmosphäre ist charmant, liebenswert, auch ein bisschen chaotisch – typisch griechisch eben. In jedem Fall eine Oase für Hellas-Fans. An manchen Abenden waren fast nur Griechen da, dann war es am schönsten. Ältere und Jüngere, Kinder – es brabbelte herrlich durcheinander. Jassu (hallo), yamas (prost), kali spera (guten Abend) schallte es über den kleinen Hof, der eher originell als idyllisch ist. Ein paar weiße Plastikstühle und Tische mit blau- oder rot-weißen Tischdecken. Im hinteren Bereich die üblichen hölzernen Biertisch-Garnituren. Von der angrenzenden Mauer hängen ein paar Blumenkästen. Die Karte ist teils deutsch, teils in griechischer Schrift. Wahre Griechenland-Fans können sie natürlich entziffern.

Köstlich – auch ohne Zikaden

Es gibt ein Fenster in der Hauswand. Man steigt zwei, drei Stufen hoch, guckt hinein. „Jassu Maria!“, und gibt seine Bestellung auf. Mein Griechisch-Versuch wird belächelt, mein Name notiert und später bei Fertigstellung zur Abholung aufgerufen. An manchen Tagen bedienen auch die Stammgäste, bringen Essen und Getränke an den Tisch.

Griechisches Essen wie es sein soll. (c) Riepl
Retsina, der geharzte Wein, schmeckt normalerweise nur vor Ort in einer Taverne unter griechischem Wein und mit Zikaden-Zirpen im Hintergrund. Merkwürdigerweise mundet er auch hier. Köstlich sind vor allem die Souvlaki für 1,80 Euro. Für 2,50 Euro bekommt man sie auch mit Tzaziki. Brot gibt’s umsonst oder man nimmt eine Portion von den handgeschnittenen Pommes. Tirokafteri, die gewürzte Schafskäsecreme, ist angenehm scharf, die Bifteki sind gut gewürzt. Salat gibt es noch, gegrillte Sardinen und Tintenfischringe – alles köstlich zu günstigen Preisen und mit viel Atmosphäre. Um 22 Uhr wird geschlossen oder auch zehn Minuten später, so genau nimmt man es nicht: Kali nichta (gute Nacht).

P.S. Wie lange der griechische Biergarten noch offen bleibt? „Wir gucken nach Wetter“, heißt es. Drinnen sitzen kann man auch, aber da träumt es sich trotz der leckeren Souvlaki eben nicht so schön von Sonne, Sand und  Meer.

Foto Galerie


Quelle: QIEZ / externe Quelle

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